Die Gewichtung ist eine Rechenoperation, bei der Merkmale in der
Stichprobe in ihrer Ausprägung an die Ausprägung der
Grundgesamtheit angepasst werden, um eine genauere
Hochrechnung bzw. Abbildung zu gewährleisten. Jede berichtende Person des
Fernsehpanels bekommt ein Gewicht. Es dient zum Ausgleich von Strukturunterschieden zwischen Stichprobe und Grundgesamtheit. Entspricht eine Stichprobe in ihrer Struktur exakt der Grundgesamtheit, geht jede Person mit dem Gewicht 1 in die Gewichtung ein. In der Realität gibt es jedoch immer über- und unterproportional vertretene Einheiten. Überproportional vertretene Einheiten erhalten ein Gewicht kleiner 1, unterproportional vertretene Einheiten erhalten ein Gewicht größer 1. Je nach der Struktur der täglich berichtenden Haushalte, können sich auch die Gewichte für die gleiche Person/den gleichen Haushalt täglich ändern. Die Gewichtung im Fernsehpanel erfolgt zz. täglich zweimal: für vorläufig gewichtete Daten im Rahmen der Übernachtberichterstattung und endgültig gewichtete Daten vier Tage nach Ausstrahlung.