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  • Sampling Point

    Der in der Marktforschung in Deutschland verwendete Sampling Point entspricht einem Bundestagswahlstimmbezirk. Für das Fernsehpanel werden entsprechend der vorgegebenen Verteilung der Panelhaushalte auf die Bundesländer nach einem Zufallsprinzip Sampling Points ermittelt, in denen dann jeweils eine Haushaltsanwerbung erfolgt.
  • Satellitenreceiver

    Der Satellitenreceiver (SRC) ist ein - neben der Schüsselantenne - zum Satellitenempfang benötigtes Zentralgerät, das mittels einer Infrarot-Fernbedienung die direkte Auswahl einzelner TV- und Radiokanäle erlaubt.
  • Scharnierwerbeblock

    Ein Scharnierwerbeblock liegt zwischen dem Ende einer Sendung und vor dem Anfang einer neuen Sendung.
  • Screening-Interview

    Das Screening-Interview ist der erste Schritt zur Anwerbung von Panelhaushalten. Mit einem Kurzfragebogen werden von mehreren Haushalten pro Sampling Point in einem Face-to-Face-Interview Strukturinformationen gewonnen. Daraus werden dann entsprechend den Sollvorgaben Haushalte mit passender Struktur für die Anwerbung ausgewählt.
  • Sehbeteiligung (durchschnittliche Personenreichweite)

    Die Sehbeteiligung gibt an, wie viele Personen während einer Sendung / eines Werbeblocks/ eines bestimmten Zeitintervalls durchschnittlich ferngesehen haben. Die Angabe erfolgt in Millionen oder Prozent. Jede Person wird mit dem Anteil gezählt, der ihrer Sehdauer im Verhältnis zur Dauer der Sendung entspricht. Dieser Quotient aus Sehdauer zu Sendungsdauer wird mit dem Gewicht pro Person zur individuellen Sehbeteiligung verrechnet. Die Summe aller individuellen Sehbeteiligungen über alle Personen ist die durchschnittliche Sehbeteiligung der Sendung/des Werbeblocks.
  • Sehdauer

    Die Sehdauer gibt an, wie lange im Durchschnitt eine Person im Fernsehpanel innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls ferngesehen hat. In diesen Durchschnittswert gehen alle Panelmitglieder ein, gleichgültig, ob sie tatsächlich ferngesehen haben oder nicht.
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  • Seher

    Der Begriff Seher beschreibt das Potential der Nutzer einer Sendung mit einer Mindestnutzungsbedingung von einer Minute konsekutiv nach der Methode 0/1. Jede Person, die an einer Sendung eine Sehbeteiligung aufweist und die Mindestnutzungsbedingung von einer Minute konsekutiv (Standardkriterium) erfüllt, wird gezählt und als Seher dieser Sendung ausgewiesen. Die AGF hat 1999 den Begriff Nettoreichweite durch den Begriff Seher ersetzt.
  • Sendeprotokoll

    Ein Sendeprotokoll ist die sekundengenaue Darstellung des Sendeablaufs eines Sendetages eines bestimmten Senders. Das Sendeprotokoll enthält pro ausgestrahlte Sendung u.a. Beginn und Endzeit bzw. Dauer und Titel. Es wird benötigt, um die sekundengenau gemessene Sendernutzung einer konkreten Sendung / Werbeblock zuzuordnen.
  • Sendetag

    Für Auswertungen im AGF-System beginnt siet 1995 der „Fernsehtag“ erst um 3:00 Uhr am Morgen und dauert bis 2:59 Uhr in der darauf folgenden Nacht (davor 06:00 Uhr bis 05:59 Uhr). Alle Sendungen dieses Zeitabschnitts erhalten das gleiche Kalenderdatum. Der Datumswechsel erfolgt um 03:00 Uhr morgens. Diese vom üblichen Kalender abweichende Einteilung hat sich aufgrund des Zuschauerverhaltens für die Programm- und Werbeplanung als zweckmäßig erwiesen. Dabei ist unter anderem gewährleistet, dass beim nächtlichen Datenabruf jeweils alle Daten zur Fernsehnutzung des Fernsehtages "gestern" gleichzeitig abgerufen und vormittags berichtet werden können.
  • Set-Top-Box

    Die Set-Top-Box ist ein Zusatzgerät zum TV-Gerät, das dessen Funktionen erweitert. Es kann sich z.B. um einen Satellitenempfänger oder Decoder für den Empfang von digitalen Fernsehprogrammen oder Pay-TV handeln.
  • Simulcast

    Unter Simulcast versteht man die gleichzeitige analoge und digitale Ausstrahlung von identischen Inhalten durch einen Programmanbieter (analog und digital).
  • Single Source

    Single Source-Studien erheben im Gegensatz zu fusionierten Studien sämtliche erhobenen Merkmale aus einer Quelle, d.h. bei einer Person oder einem Haushalt.
  • Singlespot

    Ein Singlespot läuft als Einzelspot außerhalb eines Werbeblocks im laufenden Programm.
  • Sinus-Milieus®

    Die Sinus-Milieus® sind eine Erweiterung der bisherigen Zielgruppenauswertungen, die überwiegend auf soziodemographischen Merkmalen beruhen. Die Definition der Sinus-Milieus® geht aus von der Lebenswelt und dem Lebensstil der Menschen - und nicht von formalen demographischen Kriterien wie Schulbildung, Beruf oder Einkommen. Grundlegende Wertorientierungen gehen dabei ebenso in die Analyse ein wie Alltagseinstellungen (zur Arbeit, zur Familie, zur Freizeit, zum Konsum). Die Sinus-Milieus® fassen also Menschen zusammen, die sich in Lebensauffassung und Lebensweise ähneln. Man könnte die Milieus als "Gruppen Gleichgesinnter" bezeichnen. Die AGF-Daten sind nach Sinus-Milieus® auswertbar.
  • Smartcard

    Die Smartcard hat das Format einer Telefonkarte und dient der Freischaltung eines Pay-TV-Programms. Über sie erkennt die Entschlüsselungssoftware des Pay-TV-Anbieters, dass es sich um einen Abonnementen handelt. Die Entschlüsselungssoftware kann sich entweder bereits auf einer vom Pay-TV-Anbieter bereit gestellten Set-Top-Box oder auf dem CI-Modul befinden.
  • Sollvorgaben

    Sollvorgaben sind externe Vorgaben (Außenvorgaben) für die strukturelle Zusammensetzung und Hochrechnung des Fernsehpanels. Sie sind relevant für den Aufbau, die Steuerung und die Gewichtung des Fernsehpanels. Die Sollvorgaben für deutsche Haushalte werden der Media-Analyse (ma) entnommen. Die Sollvorgaben für EU-Ausländer-Haushalte liefert der Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes.
  • Sonderwerbeformen / Special Ads

    Als Sonderwerbeformen bezeichnet man alle Arten von Fernsehwerbung, die sich durch Art, Inhalt, Länge und Präsentation vom klassischen TV-Spot unterscheiden (z.B. Sponsoring, Split-Screen, Singlespot, News-Watch).
  • Spartenprogramm

    Im Gegensatz zu Vollprogrammen orientieren sich die Programme von Spartenkanälen an einzelnen Zielgruppen und speziellen Interessengebieten, wie Kinder, Sport, Nachrichten/Information, Spielfilme oder Musik.
  • Split Screen

    Split Screen bedeutet die gleichzeitige Ausstrahlung von Werbung und Programm durch eine Teilung des Bildschirms.
  • Sponsoring

    Unter Sponsoring versteht man die Präsentation eines Produkts vor, in oder nach einer Sendung in Form eines kurzen Werbeelements von zumeist um die 7 Sekunden. Für Sponsor-Hinweise gelten medienrechtlich strengere Vorschriften als für andere Formen der TV-Werbung. Sie dürfen beispielsweise dürfen keine Werbe-Aussagen enthalten.
  • Standard Definition Television (SDTV)

    SDTV umfasst Fernseh- bzw. Videonormen, bei denen die Auflösungen geringer sind als bei HDTV. Die Auflösung liegt dabei bei 720 x 576 Bildpunkten.
  • Steuerungsmerkmale

    Im Fernsehpanel sind Steuerungsmerkmale Haushalts- und Personenmerkmale, die bei Auswahl und Anwerbung der Haushalte für das Fernsehpanel berücksichtigt werden. Dies sind derzeit:
    • Haushaltsgröße,
    • Vorhandensein von Kindern im Haushalt,
    • Alter und Schulbildung des Haupteinkommensbeziehers,
    • Empfangsebenenzugehörigkeit (Terrestrik, Kabel, Satellit, IPTV),
    • Plattformzugang (für die Ebenen Kabel und Satellit),
    • Bundesland.
  • Stichprobe

    Die Stichprobe ist Zufallsauswahl von Sampling Points oder Haushalten für das Fernsehpanel aus der Grundgesamtheit. Beim Fernsehpanel der AGF/GfK-Fernsehforschung handelt es sich um eine Haushaltsstichprobe, das heißt in den gezogenen Points (Stichprobenziehung) wird jeweils ein Haushalt nach soziodemographischen Kriterien und nach Art des Programmempfangs für das Fernsehpanel angeworben. Bei einer bevölkerungsproportionalen Stichprobe entspricht die regionale Verteilung der Panelhaushalte exakt den Anteilen der dortigen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung. Bei einer disproportionalen Stichprobe liegen regionale Über-/Unterdeckungen vor. Die Stichprobe des deutschen Fernsehpanels ist disproportional angelegt, um auch kleinere Bundesländer mit ausreichender Fallzahl ausweisen zu können.
  • Streaming Media

    Streaming bedeutet Datenübertragung von Inhalten und gleichzeitiger Empfang eines kontinuierlichen Datenstroms aus dem Internet. Dabei können Streams (Musik oder Filme) angeschaut werden, ohne dass sie vollständig heruntergeladen werden müssen. Streaming Media bildet damit das Äquivalent für Broadcasting-Techniken wie Hörfunk und Fernsehen im Internet.
  • Streuplan

    Der Streuplan gibt einen Überblick über alle geplanten Werbemaßnahmen innerhalb einer Kampagne, d.h. zu welchem Zeitpunkt welche Werbemittel in welchem Werbeträger mit welcher Frequenz platziert sind.
  • Streuverlust

    Als Streuverlust bezeichnet man Kontakte von Personen mit einer Werbekampagne, die nicht der definierten Mediazielgruppe angehören.
  • Strukturerhebung

    Regelmäßig einmal im Jahr werden alle Panelhaushalte und die in ihnen lebenden Personen im Rahmen der Strukturerhebung schriftlich befragt. Alle neu ins Fernsehpanel hinzukommenden Personen erhalten diesen Fragebogen ebenfalls im Rahmen der Anwerbung. Die Strukturerhebung dient der Aktualisierung der Informationen über die Panelteilnehmer. Die abgefragten Haushalts- und Personenmerkmale bilden die Grundlage für die Vielzahl an auswertbaren Zielgruppen. Erfragt werden u.a. die Themen
    • Empfangsbedingungen im Haushalt,
    • Ausstattung mit technischen Geräten
    • Präferenzen für TV-Genres
    • Produktverwendung
    • Wohnsituation
    • Sinus-Milieus
    • Soziodemografische Merkmale wie Alter, Bildung, Geschlecht....