MESSTECHNIK DES AGF-FERNSEHPANELS
MESSVERFAHREN
Zur Messung der Fernsehnutzung gibt es verschiedene Verfahren, die sich in Bezug auf die Sendererkennung unterscheiden.
Das von der AGF eingesetzte Messverfahren, das auf der Kanalerkennung und dem Auslesen des DVB-Triples basiert, gewährleistet eine sekundengenaue Erfassung aller in den Panelhaushalten empfangenen Sender.
In anderen Ländern kommen auch sogenannte Matching-Verfahren oder Audio-Codierung zum Einsatz. Beim Audio- oder Picture-Matching werden die Ton bzw. Bildsignale am Fernseher abgegriffen und mit Ton- bzw. Bildsignalen von rund um die Uhr aufgezeichneten Sendern verglichen. Die übereinstimmenden Signale können dann einem Sender zugeordnet werden. Nachteil dieses Verfahrens ist, dass bei zeitgleicher Ausstrahlung von Sendungen (z.B. der Tagesschau auf dem Ersten und in einem dritten Programm oder derselbe Werbespot auf ProSieben und RTL) nicht erkennbar ist, welchen dieser Sender der Panelhaushalt eingeschaltet hatte. Zudem ist eine sekundengenaue Erfassung nicht möglich.
Beim Audio-Codierungsverfahren, das in den USA angewandt wird, strahlen die Sender permanent ein Audiosignal mit aus, das vom Messgerät aufgezeichnet wird. Nachteil dieses Verfahrens wie aller Matching-Verfahren ist, dass nicht alle Sender erfasst werden können, da eine Mitwirkung seitens der Sender erforderlich ist.
SENDERERKENNUNG
Bei analogen Sendern erfolgt die Identifizierung über die Kanalbelegung. Das Messgerät registiert, welcher Fernsehkanal genutzt wurde. Eine umfangreiche GfK-Datenbank mit den Informationen, welche Sender wann auf welchem Kanal ausgestrahlt werden, wird laufend aktualisiert. Zusätzlich wird das VPS-Signal ausgewertet, das die meisten deutschen Sender permanent ausstrahlen und das den Klarnamen der Sender enthält.
Bei digitalen Sendern erfolgt die Sendererkennung über das Auslesen des DVB-Triples.