MESSTECHNIK TC SCORE
Die Messung der Fernsehnutzung in Deutschland erfuhr von Beginn an eine ständige Optimierung bezüglich des erfassten Messtakts (von einer Minute zur sekundengenauen Messung), der Zuordnung der Nutzung (von haushaltsbezogener zu personenbezogener Messung) und der abgebildeten Techniken (von der analogen Technik über den Videorecorder zur digitalen Verbreitung von Fernsehprogrammen hin zur zeitversetzten Nutzung).
Aufgrund der stetig wachsenden Komplexität der Empfangsmöglichkeiten von Fernsehen hat die AGF die GfK Fernsehforschung mit der Entwicklung einer neuen Messtechnik – TC score – beauftragt, deren Leistungsumfang deutlich über die bisherigen Möglichkeiten des TC XL hinausgeht.
Gemessen werden die bisherigen klassischen Empfangswege Kabel, Terrestrik, Satellit (jeweils analog und digital) sowie analoge Videorecoder. Zusätzlich erfasst das neue Messgerät TC score die Nutzung zeitversetzten Sehens über digitale Aufzeichnungsgeräte wie Festplatten- und DVD-Recorder.
Die Integration weiterer Messmodule durch offene Schnittstellen, die auch den Einsatz der Technologien Dritter erlaubt, ist jederzeit möglich. So können im Bedarfsfall auch TV-Nutzung mit einer TV-Karte am PC, IPTV, Nutzung an MHP-Boxen oder auch mobiles Fernsehen (DVB-H, Handy TV) erfasst werden. Mit dem TC score wird der Ausweis zeitversetzter Nutzung auch für digitale Aufzeichnungsgeräte und die Messung von elektronischen Programmführern möglich.
MESSUNG IM HAUSHALT (JE NACH HAUSHALTSSTATTUNG) TC SCORE
Für das neue Messgerät wurde auch die Fernbedienung überarbeitet. Durch eine Mehrfachbelegung der Tasten können sich statt bisher 7 zukünftig 16 Haushaltsmitglieder sowie statt eines Gastes 16 Gäste auf der Fernbedienung anmelden. Die Gäste werden bei ihrer Anmeldung aufgefordert, Geschlecht und Alter einzugeben.
Die Einführung der neuen Messtechnik beginnt zum Jahresende 2008, sodass die neue Nutzungsformen enthaltenden Daten zum 01.07.2009 dem Markt zur Verfügung stehen werden.