DAS AGF-FERNSEHPANEL
ENTWICKLUNG UND ZUSAMMENSETZUNG DES AGF-FERNSEHPANELS
Das Fernsehpanel vergrößert sich seit Bestehen der Fernsehforschung in verschiedenen Zyklen. 1985 bis 1990 betrug die Zahl der Panelhaushalte rd. 2.700. Durch die Integration des KASAT-Panels und die Aufnahme der neuen Bundesländer in die Berichterstattung vergrößerte sich die Stichprobe Mitte 1991 auf rd. 4.000 Haushalte. Bis Ende 1996 erhöhte sich die Anzahl durch neue regionale Sollvorgaben und Panelaufstockungen in den Ballungsräumen Hamburg, Berlin und München auf 4.760 Haushalte. Vom 01.01.1997 bis Ende 2000 befanden sich 5.200 Haushalte im Panel.
Seit dem 01.01.2001 besteht das AGF- Fernsehpanel aus 5.640 Haushalten (Fernsehpanel D+EU), in denen fast 13.000 Personen leben. Von diesen besitzt in 5.500 Haushalten der Haupteinkommensbezieher die deutsche Staatsangehörigkeit (Fernsehpanel D), in 140 Haushalten besitzt der Haupteinkommensbezieher die Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Staates. Damit wird die Fernsehnutzung von 72,20 Mio. Personen ab 3 Jahre bzw. 35,30 Mio. Fernsehhaushalten abgebildet (Stand 01.01.2009). Ein Haushalt im Panel steht stellvertretend für durchschnittlich rd. 6.000 Haushalte in der Bundesrepublik Deutschland.
PANELBETRIEB
Regelmäßig einmal im Jahr werden alle Panel-Haushalte im Rahmen der Strukturerhebung schriftlich befragt. Die Strukturerhebung dient der Aktualisierung der Informationen über die Panelteilnehmer. Sie wird in schriftlicher Form durchgeführt. Haushalte/Personen, von denen im Rahmen der schriftlichen Befragung kein Rücklauf eingegangen ist, werden telefonisch oder in einem Face-to-Face-Interview nachbefragt. Die abgefragten Haushalts- und Personenmerkmale bilden die Grundlage für die Vielzahl auswertbarer Zielgruppen. Ein Teil dieser Strukturinformationen dient als Ist-Wert zur täglichen Gewichtung des Fernsehpanels. In der Strukturerhebung werden u.a. folgende Themenkomplexe erfragt:
- Empfangsbedingungen im Haushalt
- Ausstattung mit technischen Geräten
- Präfrenzen für TV-Genres
- Produktverwenderschaft
- Wohnsituation
- Sinus-Milieus
- Soziodemografische Merkmale wie Alter, Bildung, Geschlecht...