AUDIOMATCHING

Messtechnik TC UMX

Seit dem 01.08.2012 setzt die AGF das GfK TC UMX Messgerät für die Messung der stationären Fernsehnutzung ein. Das Audiomatchingverfahren ist so implementiert, dass realtime und zeitversetzte Nutzung funktionsgleich zur Messung mit dem TC score gemessen bzw. ausgewertet werden können.

Beim Audiomatching werden charakteristische Strukturen des Audiosignals als digitale Signaturen gespeichert, ohne dass hierbei ein hörbares Signal erhalten bleibt oder rekonstruiert werden kann. Bei den Panelhaushalten werden diese Informationen während der Nutzung für den jeweils gesehenen Kanal aufgezeichnet.

In einer Zentrale werden alle relevanten Sender 24 Stunden aufgezeichnet. In einem Produktionsprozess werden die bei den Panelhaushalten aufgezeichneten Signaturen mit denen in der Zentrale abgeglichen und auf dieser Basis eine Senderzuordnung vorgenommen. Dieser Prozess des Abgleichs wird als Matching bezeichnet.


Mit dem Audiomatchingverfahren werden derzeit alle Sender der AGF Mitglieder, ihrer Senderfamilien und aller Lizenzsender gemessen, aktuell sind dies ca. 280 Audioreferenzierungen, darunter auch Referenzierungen für multiple Audioverbreitung. Für alle Referenzierung sind Backup-Systeme verfügbar. Die Referenzierung der Satellitenprogramme und IPTV findet an den Standorten der GfK in Nürnberg und Ansbach statt. Regionale Fensterprogramme sowie verschlüsselte Programme werden lokal an zentralen Austrahlungspunkten referenziert.

Die Qualität des Verfahrens wird durch eine kontinuierliche Überwachung der Referenzserver sichergestellt. Für eine möglichst vollständige Abdeckung des Fernsehmarktes werden die Entwicklungen bei den Verbreitungsunternehmen kontinuierlich überwacht.

Die AGF setzt das Audiomatchtingverfahren vor allem dort ein, wo die Substitutionlösung des TC score aus technischen Gründen nicht einsetzbar ist oder die Akzeptanz in den Haushalten für eine Substitutionslösung nicht gegeben ist. Derzeit wird die Empfangsebene IPTV ausschließlich mit Audiomatching gemessen, da hier aus technischen Gründen eine tunerbasierte Lösung nicht zum Einsatz kommen kann. Eingesetzt wird das Verfahren auch dort, wo proprietäre Empfangstechnologie aus technischen Gründen nicht subsitutiert werden kann; dies ist beispielsweise für Set-Top-Boxen der Fall, die für HD+ genutzt werden oder bei Set Top Boxen, die nicht im Eigentum der Haushalte sind, sondern von Anbietern gestellt werden.

Auch bei Fernsehgeräten mit mehreren integrierten Tuner ist das Audiomatching im Einsatz, da hier bei Einsatz einer Substitutionslösung mehrere Messboxen eingesetzt werden müssen, was in den Haushalten eher auf Reaktanz stößt.

Einsatz im Panel

Die neue Messtechnik TC UMX wurde zum 01.08.2012 eingeführt, sodass die neue Nutzungsformen enthaltenden Daten dem Markt seit dem 02.08.2012 zur Verfügung stehen.

Die Daten von TC score und TC UMX sind kompatibel bezüglich der Leistungswerte von Programm und Werbung.