GEWICHTUNG UND HOCHRECHNUNG

Um auftretende Über- oder Unterdeckungen bei bestimmten Merkmalen auszugleichen, werden Haushalte und Personen anhand regionaler und struktureller Merkmale gewichtet.

Die für die Gewichtung und Hochrechnung der Paneldaten der TV-Haushalte erforderlichen Soll-Vorgaben werden aus der jeweils aktuellen ma auf der Basis „Fernsehhaushalte“ ermittelt.

Die Gewichtung wird täglich (auch an Sonn- und Feiertagen) durchgeführt, und zwar getrennt nach Haushalten und Personen. Die Gewichtung erfolgt in zwei Schritten:

  • Die vorläufige Gewichtung wird täglich nach der Übertragung und Prüfung der nachts abgerufenen Daten durchgeführt. Auf Basis dieser Gewichtung werden die TV-Quoten zur Fernsehnutzung des Vortages erstellt.

  • Bei der endgültigen Gewichtung werden drei Tage später die Daten der vorläufigen Gewichtung unter Einbeziehung der in diesen drei Folgetagen zusätzlich abgerufenen Haushalte endgültig gewichtet. Dabei werden die vorläufigen Gewichtungsfaktoren durch die endgültigen Faktoren überschrieben. In die endgültige Gewichtung fließt außerdem die zeitversetzte Nutzung mit ein, die in den drei zurückliegenden Tagen stattfand.

Das Gewichtungsverfahren gewährleistet für das Panel eine exakte Hochrechnung auf alle Fernsehhaushalte der Grundgesamtheit und alle darin lebenden Personen ab drei Jahren. Dies gilt sowohl für Deutschland insgesamt als auch für die einzelnen Bundesländer. Im AGF-Fernsehpanel wird ein iterativ simultanes Randsummengewichtungsverfahren angewandt. Innerhalb einer Iteration werden alle Gewichtungsmerkmale und deren Kombinationen in einem mehrstufigen Prozess gleichzeitig (simultan) abgearbeitet. Dieser Prozess ist dann beendet, wenn alle Vorgaben optimal erreicht wurden, d.h., keine weiteren Verbesserungen hinsichtlich der Hochrechnungsvorgaben erreicht werden können.

Gewichtungsmerkmale

Auf Haushaltsebene:

Auf Personenebene:

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