GLOSSAR

3D-TV (Three-Dimensional Television)
3D-TV ist eine Abkürzung für Three-Dimensional Television (dt.: dreidimensionales-Fernsehen) und bezeichnet die Übertragung von dreidimensionalen Videosignalen im Fernsehsystem. Dadurch wird eine Bilddarstellung am Fernseher in 3D generiert, die beim Zuschauer einen räumlichen Eindruck der Bilder erzeugt.
4G
4G beschreibt die vierte und neueste Generation von Mobilfunknetzen. Vorgänger der vierten Generation umfassen die erste bis dritte Generation der Mobilfunknetze: 1G, 2G und 3G. Während die 1G-Netze noch mit einer analogen Übertragungstechnik ausgestattet waren und nur einfache Telefonverbindungen ermöglichten, ermöglichen 2G-Netze mit einer digitalen Übertragung eine höhere Qualität der Telefonverbindungen zu niedrigeren Kosten und die Übertragung von SMS-Nachrichten. Der am meisten verbreitete Standard für 2G ist GSM. 3G-Mobilfunknetze hingegen ermöglichen eine schnellere Datenübertragung und unterstützen Multimedia-Anwendungen wie z.B. Mobile TV oder einen Internetzugang. Der am meisten verbreitete Standard für 3G ist UMTS. Die Netze der vierten Generation sind IP-basiert und ermöglichen high-speed Datenübertragungen zu jederzeit und an jedem Ort. Der am meisten verbreitete Standard für 4G ist LTE.
ADM-Mastersample
Das ADM-Mastersample ist ein vom Arbeitskreis deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V. (ADM) geschaffenes Stichprobensystem, das auf circa 53.000 Gebietseinheiten, die die gesamte Bundesrepublik Deutschland vollständig abdecken, beruht. Das im Fernsehforschungspanel eingesetzte Verfahren der mehrstufig geschichteten Zufallsauswahl von Erhebungseinheiten (Hybrides Anwerbeverfahren) basiert auf dem neuen ADM-Mastersample für Face-to-Face-Stichproben, das im Fernsehforschungspanel seit dem 01.07.2005 eingesetzt wird.
Adserver
Adserver dienen der Verbreitung und Verarbeitung von Werbemitteln im Online-Bereich. Werbemittel von Online-Kampagnen wie z.B. Banner werden durch Adserver beim Zugriff auf eine HTML-Seite unmittelbar verschickt. Dabei werden u.a. die Sichtkontakte der Nutzer (Ad Impressions) oder die Anzahl der Klicks (Ad Clicks) auf das Werbemittel gespeichert und den Werbungtreibenden online zur Verfügung gestellt.
ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line)
ADSL ist eine Abkürzung für Asymmetric Digital Subscriber Line und bezeichnet als Anschlusstechnik von Breitbandanschlüssen eine Variante von DSL. Im Unterschied zum DSL werden die in das Internet übermittelten Daten (Upload) mit einer kleineren Geschwindigkeit übertragen als die Daten aus dem Internet (Download). ADSL kann bei analogen und auch digitalen Telefonanschlüssen eingesetzt werden. Prinzipiell handelt es sich bei einer ADSL-Verbindung um zwei Modems, die an einer Telefonleitung angeschlossen sind und per USB-Schnittstelle oder Netzwerkkarte mit dem Computer verbunden sind.
AdVoD
AdVoD steht für Advertiser-supported-Video-on-Demand. Darunter versteht man Videostreaming-Angebote, die meist kostenlos und in denen Werbeblöcke platziert sind.
Affinitätsindex
Der Affinitätsindex zeigt an, wie groß die Reichweite in einer bestimmten Zielgruppe im Verhältnis zur Gesamtseherschaft ist (Verhältnis Sehbeteiligung der Zielgruppe zur Sehbeteiligung gesamt). Dies ermöglicht Aussagen darüber, ob eine Zielgruppe über- oder unterproportional eine Sendung, einen Werbeblock oder einen Zeitschnitt gesehen hat. Z.B. bedeutet ein Affinitätsindex von 140, dass die Sehbeteiligung in einer bestimmten Zielgruppe um 40 % höher ist als in der Gesamtseherschaft.
AGF (Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung)

AGF ist eine Abkürzung für die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung und umfasst den Zusammenschluss der Sender ARD, ProSiebenSat.1 Media SE, Mediengruppe RTL Deutschland und ZDF unter Mitwirkung der Vertreter der Werbungtreibenden und Agenturen zur gemeinsamen Durchführung und Weiterentwicklung der kontinuierlichen, quantitativen Erfassung der Nutzung von Bewegtbildinhalten einschließlich der Erhebung und Bereitstellung von Auswertungssystemen der Daten in Deutschland.

Die Forschung im Auftrag der AGF umfasst somit die Erhebung und den Ausweis der Nutzung von Bewegtbildinhalten unabhängig vom Verbreitungsmodus (z.B. linear oder non-linear), Nutzungszeitpunkt (z.B. live, zeitverzögert oder zeitunabhängig), Nutzungsort (z.B. im Haus oder außer Haus), Verbreitungsweg (z.B. IPTV, Kabel oder mobile) sowie Endgerät (z.B. Fernseher, Laptop oder Smartphone) als auch vom Absender (z.B. Fernsehsender, Telekommunikationsanbieter oder Online-Bewegtbildanbieter) nach den Regeln und Grundsätzen der Markt- und Meinungsforschung.


Die im Auftrag der AGF durch die GfK Fernsehforschung exklusiv für die AGF erhobenen Daten sind im Fernsehmarkt als die gültige Währung für die Werbe- und Programmplanung anerkannt. Die AGF vergibt Lizenzen zur Datennutzung an andere Sender, an Media-Agenturen und Werbungtreibende. Über lizenzierte Datenverwerter stellt sie die AGF-Daten z.B. der Presse, Produktionsfirmen und Sport-Sponsoren im In- und Ausland zur Verfügung.
AGF-Auswertungssoftware
Die AGF-Auswertungssoftware deckt gleichermaßen die Informations- und Analysebedürfnisse von Programmforschung und Werbeplanung ab. Die zur Verfügung gestellte Software lässt sich nach ihren Funktionen in das Berichtssystem TV Scope, das Planungssystem Plan-TV, das Kampagnenkontrollsystem TV Control sowie das Sonderanalysen-System TV Scope plus untergliedern. Die AGF hat DAP GmbH mit der Entwicklung und Pflege der Auswertungssoftware beauftragt.
AGF-Konventionen
Die AGF-Konventionen sind von der AGF vorgegebene Regeln zum Umgang mit dem gesamten Forschungssystem der AGF. Sie regeln insbesondere die Weiterberechnung der Daten und die Rechte und Pflichten beim Umgang mit den Daten. Die AGF-Konventionen sind verbindlicher Bestandteil aller Verträge der AGF mit Dritten.
AGF-Werbekundenabonnement
Das AGF-Werbekundenabonnement ist das Angebot der AGF für den Bezug der von der GfK Fernsehforschung erhobenen Daten an den Werbemarkt. Es richtet sich an Agenturen und Unternehmen, die im Bereich Fernsehwerbung tätig sind. Durch seinen modularen Aufbau bietet es den Beziehern die Möglichkeit, auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnittene Daten regelmäßig zu beziehen.
Aggregierte Daten
Aggregierte Daten bezeichnen die Zusammenfassung von Einzelwerten zu größeren Einheiten, z.B. von sekundengenau gemessenen Nutzungswerten für Sender zu größeren Zeitschienen. Die ursprüngliche Information ist damit nicht mehr in ihrer Detailliertheit vorhanden.
agma (Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse)
agma ist eine Abkürzung für die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e. V., die ein Zusammenschluss von Werbungtreibenden, Agenturen und Medien ist, mit dem Ziel, die Leistung von Werbeträgern und deren Nutzern zu analysieren. Zu diesem Zweck führt die agma jährlich eine Untersuchung durch, die sogenannte ma. Die darin erhobenen Daten stellen eine wichtige Planungsgrundlage für die Mediengattungen Funk, Print und Online dar. Die ma liefert z.B. die Außenvorgaben für die soziodemografische Aussteuerung und Gewichtung des Fernsehforschungspanels. Die AGF stellt im Rahmen der ma Intermedia Daten aus ihrem Fernsehforschungspanel für die intermediale Planung zur Verfügung.
Analoges Fernsehen
Analoges Fernsehen beschreibt eine analoge Übertragung von Fernsehprogrammen. Ein analoges Fernsehbild besteht in Deutschland bei einer Bildaufbaufrequenz von 50 Hz aus einer Folge von 25 übertragenen Einzelbildern pro Sekunde, die weiter in jeweils 625 Zeilen zerlegt werden. Dabei werden Bilder und Töne wellenförmig in Form vieler Zustandsmeldungen übertragen. In der Bundesrepublik Deutschland werden Fernsehsignale derzeit nur noch via Kabel analog übertragen. Die Übertragung auf den Empfangsebenen Terrestrik, Satellit und IPTV erfolgt nur noch digital.
Angebotseinheit
Angebotseinheiten sind eine Sammlung einzelner Videos (auf Basis angelieferter Zuordnungscodes) eines oder mehrerer Publisher. Die Angebotseinheit wird zumeist für die Vermarktung genutzt, führt bspw. einzelne Videos einer Programmmarke (nur Streaming) zusammen.
Anlieferung
Das Fact "Anlieferungen" wird unterteilt in "Anlieferungen Content" und "Anlieferungen Werbung". Es gibt die Bruttomenge der Abrufe einer Sendung oder der Werbespots in einer Angebotseinheit an.
Anwerbung
Für die Rekrutierung von Haushalten für das AGF-Fernsehpanel kommt das hybride Anwerbeverfahren nach Random-Route und Quota zum Einsatz. Bei beiden Verfahren wird zunächst ermittelt, ob der Haushalt im Hinblick auf soziodemographische Merkmale und Empfangssituation die Sollvorgaben für das Fernsehpanel erfüllt. Ist ein Haushalt geeignet, wird ein Anwerbeinterview für das Fernsehpanel geführt. Bei einem Anwerbeinterview werden weitere Informationen über den Haushalt analog zu der Strukturerhebung erfasst. Nach der Rekrutierung folgt die Installation der Messtechnik und die Aufnahme des Haushalts in die tägliche Berichterstattung.
Anzahl der Videos
Die Anzahl der Videos zeigt an, aus wie vielen unterschiedlichen genutzten Videos eine Zusammenfassung generiert worden ist. In die Anzahl der Titel gehen nur diejenigen aus der Menge des Gesamtangebots ein, die mindestens einmal im Auswertungszeitraum genutzt wurden. Durch die im Vergleich zum klassischen TV unterschiedlichen Angebotsformen (Playlists, Shortclips, abweichende Aufteilung von Longform-Videos etc.) ist die Anzahl der Videos nicht immer vergleichbar mit den Sendetiteln im klassischen TV.
Applikation
Applikationen sind zusätzliche Anwendungen, die von einer Set-Top-Box oder einem Smart TV neben Radio- und Fernsehprogrammen empfangen werden können. Sie umfassen z.B. EPGs, Spiele oder Videotelefonie.
Audience Flow
Der Audience Flow ist ein Indikator für die Bindung der Zuschauer an das Programm. Analysen von Audience Flows untersuchen die identische Seherschaft aufeinanderfolgender Sendungen. Sie geben Aufschluss darüber, welcher Anteil der Seherschaft einer untersuchten Sendung von der vorherigen Sendung übernommen bzw. an die anschließende Sendung übergeben werden konnte.
Audiomatching
Das Audiomatching ist ein technisches Verfahren zur Messung von audiovisuellen Inhalten. Es wird im Fernsehforschungspanel mit dem Messsystem UMX seit dem 01.08.2012 in den Panelhaushalten eingesetzt, um die Fernsehnutzung der Panelmitglieder zu erfassen. Beim Audiomatching-Verfahren werden Tonsignale am Fernseher als Audiomuster abgegriffen und mit Audiomustern von kontinuierlich an einem Server aufgezeichneten Sendern verglichen. Die übereinstimmenden Signale werden dann einem Fernsehsender zugeordnet. Bei einer nicht eindeutigen Zuordnung von Inhalten zu einem Sender (z.B. bei zeitgleicher Ausstrahlung auf mehreren Kanälen) werden zusätzliche Informationen wie z.B. das regionale Empfangsspektrum oder Infrarot-Codes zur Zuordnung verwendet.
Aufstockung
Aufstockung bezeichnet im Fernsehforschungspanel die Erhöhung der Zahl der Panelhaushalte. Damit lässt sich zum einen die Validität der Daten im regionalen Bereich verbessern, zum anderen stehen mehr Fälle für die Analyse von tiefer gegliederten Zielgruppen zur Verfügung. Im Fernsehforschungspanel ist die Auswertungsqualität der AGF-Daten für kleinere Bundesländer durch eine regionale Erhöhung der Zahl der Panelhaushalte (=disproportionale Aufstockung) gesichert.
Außenvorgabe

Außenvorgaben sind externe Vorgaben für die strukturelle Zusammensetzung des Fernsehforschungspanels. Sie sind relevant für den Aufbau, die Steuerung und die Gewichtung der Daten. Die Außenvorgaben für das Fernsehforschungspanel werden der ma und der Plattformstudie entnommen.

Für die Steuerung der Panelstrukturen sind folgende Merkmale von Bedeutung:


Für das Jahr 2017 werden die Außenvorgaben aus der ma 2016 Radio II (TV) sowie aus der Plattformstudie 2016/1 und 2016/2 berechnet.

Außerhausnutzung
Außerhausnutzung bezeichnet die Fernsehnutzung, die in den Haushalten des Fernsehforschungspanels durch Gäste, d.h. nicht permanent im Haushalt lebende Personen, erzeugt wird. Ausgehend von dem Modell, dass das Panel alle privaten Fernsehhaushalte repräsentiert, findet die Nutzung einer Person entweder in ihrem eigenen Haushalt oder in einem anderen Haushalt statt, sodass die Nutzung als Gast stellvertretend für die Nutzung des Panelmitglieds außer Haus betrachtet wird. Die Nutzung von Gästen wird per Fusion auf Panelmitglieder übertragen, die in einem Mantelintervall von 60 Minuten vor und nach der Gästenutzung nicht ferngesehen haben. Gemeinsame Merkmale für die Fusion sind Alter und Geschlecht. Als weitere Faktoren für die Auswahlwahrscheinlichkeit eines geeigneten Panelmitglieds für die Fusion gelten die Häufigkeit der Außerhausnutzung nach Selbstauskunft (aus der Strukturerhebung), die Fernsehnutzung der letzten 28 Tage und die Regionalität. Die Außerhausnutzung ist seit 01.07.2009 in den täglichen AGF-Daten integriert.
Ausweisungsregel
Ausweisungsregeln sind von der AGF definierte Regeln, die Grenzen der Ausweisbarkeit von Nutzungswerten für Zielgruppen und Gebiete festlegen. Für Zielgruppenauswertungen liegt die Mindestfallzahlgrenze bei 80. Liegt eine geringere Fallzahl zugrunde, muss diese bei der Auswertung angegeben werden. Bei weniger als 30 Fällen ist die Auswertung nicht mehr zulässig. Ergebnisse für ein Gebiet (Bundesland, Kombination von Bundesländern) dürfen nur ausgewiesen werden, wenn dort mindestens 200 Haushalte im Fernsehforschungspanel installiert sind.
AV Source Tracker
AV Source Tracker dienen der Erkennung von externen Geräten, die typischerweise für die Fernsehnutzung verwendet und am Fernseher angeschlossen werden. Z.B. können DVD-Player oder Spielekonsolen von AV Source Trackern erkannt und im Sinne des Fernsehforschungspanels von der gesamten Fernsehnutzung abgegrenzt werden.
Ballungsraum

Ballungsräume sind geographisch eindeutig abgegrenzte Regionen mit definierter Bevölkerungsdichte (Verdichtungsraum, Metropole, Wirtschaftsraum). Sie bezeichnen einen der vier Regionstypen der BIK-Regionen, die jeweils nach der Bevölkerungszahl unterteilt sind. Demnach werden Ballungsräume als große, hochverdichtete Agglomerationen definiert, in denen die Kernstädte mit ihrem Umland mindestens 750.000 Einwohner erfassen.

Es gibt in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt 15 Ballungsräume, die 9,5 % der Gemeinden umfassen und 30,4 % der Bevölkerung (nach den BIK-Regionen 2010 mit dem Gebietsstand 31.12.2010 und dem Sachstand 31.12.2009). Bis zum 31.12.2011 wurden die Ballungsräume Hamburg, Berlin und München im Fernsehforschungspanel separat ausgewiesen.

Bandbreite
Die Bandbreite bezeichnet den Bereich eines Übertragungskanals, der zwischen der niedrigsten und höchsten Frequenz liegt. In diesem Bereich werden Informationen über elektrische Signale übertragen. Eine höhere Bandbreite ermöglicht eine Übertragung von einer größeren Menge an Informationen.
Berichtsbasis
Die Berichtsbasis beschreibt die Anzahl aller Personen – gewichtet (Potenzial) oder ungewichtet (Fallzahl) – die einer Auswertung zugrunde liegen. Sie bildet gewöhnlich die Grundgesamtheit im Fernsehforschungspanel ab, kann aber auch je nach Definition kleiner sein. In Auswertungen wirkt die Berichtsbasis als Vorfilter für die Zielgruppe.
Berichtsquote
Die Berichtsquote beschreibt den Anteil der berichtenden Haushalte im Panel, deren Daten täglich in der Regel nachts zwischen 3.00 Uhr und 5.00 Uhr über die Messsysteme an die Zentrale bei der GfK übertragen werden, an allen abrufbaren Haushalten. Die Mindestfallzahl für die täglich erfolgreich berichtenden Haushalte beträgt 5.000.
Bewegtbildinhalte
Bewegtbildinhalte sind Inhalte oder Werbung, bei denen mit filmischen Mitteln unter Einsatz von Video und Audio Sachverhalte berichtet, Geschichten erzählt oder Fakten dargestellt werden. Die Bewegtbildforschung befasst sich mit der Erhebung und dem Ausweis der Nutzung von Bewegtbildinhalten. Diese können unabhängig vom Verbreitungsmodus (z.B. linear oder non-linear), Nutzungszeitpunkt (z.B. live, zeitverzögert oder zeitunabhängig), Nutzungsort (z.B. im Haus oder außer Haus), Verbreitungsweg (z.B. IPTV, Kabel oder mobile) sowie Endgerät (z.B. Fernseher, Laptop oder Smartphone) als auch vom Absender (z.B. Fernsehsender, Telekommunikationsanbieter oder Online-Bewegtbildanbieter) nach den Regeln und Grundsätzen der Markt- und Meinungsforschung sein.
BIK-Gemeindegrößenklassen
Die BIK-Gemeindegrößenklassen sind ein Modell zur Einteilung von Gemeinden nach der Zahl der Einwohner in der jeweiligen BIK-Region (revidiertes Boustedt-Stadtregionenmodell, Boustedt-Klassen). Sie sind Grundlage zur Schichtung des Stichprobensystems (ADM-Mastersample) der GfK Fernsehforschung und können in der AGF-Auswertungssoftware ausgewertet werden.
Bildformat

Das Bildformat beschreibt ein Seitenverhältnis zwischen Bildbreite und –höhe eines Fernsehers. Das Fernsehen wurde zunächst in einem Bildformat von 4:3 eingeführt, da die verwendeten Vakuumröhren in den Fernsehgeräten bei diesem Seitenverhältnis leichter zu handhaben und billiger zu produzieren waren, als bei einem Bildformat von 16:9.

Das Standardbildformat 4:3 wurde mit der Entwicklung der Fernsehtechnik auf das Verhältnis 16:9 umgestellt, da Untersuchungen gezeigt haben, dass das menschliche Sichtfeld eher einem Breitbildformat entspricht. Viele Sendungen werden jedoch noch im herkömmlichen Bildformat ausgestrahlt. Dadurch können schwarze Balken am Bildschirmrand eines Fernsehers entstehen. Das Format 16:9 ist derzeit der weltweit gültige Standard für HDTV.

Blocknummer
Die Blocknummer ist eine interne vom Sender vergebene Nummer für Werbeinseln, die meist fortlaufend innerhalb einer Stunde oder eines Umfelds ist. Sie ist Bestandteil der achtstelligen Werbeblockcodierung.
BLS (Beirat der Lizenzsender)
BLS ist eine Abkürzung für den Beirat der Lizenzsender, der ein Zusammenschluss beauftragt von der AGF zur Vertretung der Lizenzsender, die im Rahmen einer Lizenzvereinbarung Daten von der AGF beziehen, ist. Der BLS bestimmt einen Vertreter sowie einen Stellvertreter, deren Aufgabe es ist, bei den Beratungen im Rahmen der Technischen Kommission mitzuwirken.
Blu-ray Player
Blu-ray Player stellen eine Weiterentwicklung von DVD-Playern dar. Sie ermöglichen das Abspielen von Filmmaterial über Blu-ray Discs, die im Vergleich zu DVDs wesentlich größere Datenmengen aufnehmen und daher Bild und Ton in höherer Qualität darbieten können.
Bouquet
Bouquets beschreiben in der Fernsehforschung Paketangebote, die aus verschiedenen Programmen eines Programmanbieters zusammengestellt werden. Die Angebote werden demnach unter einem Dach vermarktet.
Branded Player
Branded Player bezeichnen eine Werbeform der Non-Linear Video Ads. Sie zeichnen sich darüber aus, dass das Video durch einen Rahmen umfasst wird, in dem Animationen bzw. Bannerwerbungen gezeigt werden. Durch das Klicken auf eine Werbung in dem Rahmen können die Nutzer z.B. direkt auf die Seite der Werbungtreibenden weitergeleitet werden.
Breitband
Breitband bezeichnet die in der Bundesrepublik Deutschland vorrangige Zugangstechnik ins Internet. Die Verbindungen werden über Breitband durch eine verhältnismäßig hohe Datenübertragungsrate deutlich schneller aufgebaut als über ein Modem.
Bruttoreichweite
Die Bruttoreichweite beschreibt die Summe aller erzielten Kontakte von Personen mit einer Sendung oder in einem Zeitintervall. Personenüberschneidungen bleiben dabei im Gegensatz zur Nettoreichweite unberücksichtigt. In der Auswertungssoftware der AGF ist die Bruttoreichweite der Kontaktsumme gleichzusetzen.
C-Variablen
In der Streamingmessung gibt es sogenannte Customer-Variablen (c-Variablen), die durch die Anbieter je Video gepflegt werden. Die Informationen werden in der Streaming-Messung je Videonutzung übergeben. Sie dienen ähnlich einem Sendeprotokoll im TV zur Übermittlung von Sendungsbezogenen Informationen wie bspw. der Videolänge, dem Titel oder Informationen zum Matching zu TV-Sendungen (siehe Matching).
CA (Conditional Access)
CA ist eine Abkürzung für Conditional Access und beschreibt ein System zur Kontrolle der Zugangsberechtigung von Abonnenten zu bestimmten verschlüsselten Programmen und/oder Serviceangeboten, die der Abonnement mit einer Smartcard entschlüsseln kann.
CAPI (Computer Assisted Personal Interview)
CAPI ist eine Abkürzung für Computer Assisted Personal Interview. CAPI-Befragungen sind computergestützte Face-to-Face-Interviews, bei denen der Interviewer die Fragen direkt vom Computerbildschirm abliest und die Antworten im Computer erfasst. Der Fragebogen ist im Gegensatz zu einem traditionellen Face-to-Face-Interview anstelle einer gedruckten Version im Computer gespeichert.
Catch-up TV
Catch-up TV ist eine Form von VoD, in der den Nutzern Fernsehsendungen durch die Sender für eine bestimmte Zeit nach Ausstrahlung des Originals im Internet bereitgestellt werden. Die Sendungen können hierbei meistens kostenlos von den Nutzern abgerufen werden.
CATI (Computer Assisted Telephone Interview)
CATI ist eine Abkürzung für Computer Assisted Telephone Interview. CATI-Befragungen sind computergestützte Telefoninterviews, bei denen der Interviewer die Fragen im Telefonstudio direkt vom Computerbildschirm abliest und die Antworten im Computer erfasst. Der Fragebogen ist im Gegensatz zu einem traditionellen Telefoninterview anstelle einer gedruckten Version im Computer gespeichert.
CAWI (Computer Assisted Web Interview)
CAWI ist eine Abkürzung für Computer Assisted Web Interview. CAWI-Befragungen sind computergestützte Online-Umfragen, bei denen dem Befragten die Fragen nacheinander am Computerbildschirm angezeigt und die Antworten vom Befragten im Computer eingegeben und gespeichert werden. Der Fragebogen ist im Gegensatz zu einer traditionellen Befragung anstelle einer gedruckten Version im Computer gespeichert.
CI (Common Interface)
CI ist eine Abkürzung für Common Interface und beschreibt eine einheitliche physikalische Schnittstelle in der Set-Top-Box. Sie ermöglicht das Einstecken von CA-Modulen zur Freischaltung verschlüsselter Programme von unterschiedlichen Anbietern.
Coincidental Check
Ein Coincidental Check stellt die auf den gleichen Zeitpunkt bezogenen Ergebnisse zweier unterschiedlicher Untersuchungen gegenüber. Coincidental Checks werden von der AGF im Rahmen der Qualitätssicherung des Fernsehpanel eingesetzt. Siehe auch: Interner Coincidental Check und Externer Coincidental Check
Connected TV
Siehe Smart TV
Content
Englisch für „Inhalte“. Meint die Inhalte von Videostreaming. Ist adäquat zu einer Sendung im TV zu verstehen.
Content-Management-System
Unter einem Content-Management-System (CMS) versteht man eine Software zur gemeinschaftlichen Erstellung, Bearbeitung und Organisation von Inhalten, dem so genannten Content, für Webseiten. Die Mehrzahl der Systeme verfügt über eine grafische Benutzeroberfläche. Beispiele für CMS-Anwendungen sind Wordpress, Joomla oder Typo3.
Cookie
Cookies sind Textinformationen generiert von besuchten Webseiten eines Nutzers, die vom Browser des Computers gespeichert werden. Dabei werden die persönlichen Einstellungen und die Nutzung von Internetseiten erfasst. Diese Informationen ermöglichen eine Identifikation des Nutzers und können z.B. zur Speicherung von Login-Daten genutzt werden.
Crawls
Crawls (dt.: Kriechtitel) bezeichnen die horizontale Einblendung eines Textes in das Fernsehbild als Laufschrift in den unteren Bildrand. Sie werden vor allem für aktuelle Nachrichten oder Aktions- und Programmhinweise genutzt.
Crossmedia
Crossmedia bezeichnet die Vernetzung von verschiedenen Werbekanälen wie z.B. Fernsehen und Internet. Werbebotschaften werden bei crossmedialen Kampagnen auf mehreren Kommunikationskanälen übermittelt und können die Konsumenten so in unterschiedlichen Mediengattungen erreichen. Die Wirkungssynergien der einbezogenen Medien können so besser ausgeschöpft werden und damit die Effizienz einer Werbekampagne steigern.
DAP GmbH
Die DAP GmbH ist ein IT-Dienstleister im Bereich Markt- und Medienforschung, der von der AGF mit der Entwicklung von Auswertungssoftware für die AGF-Daten beauftragt wurde. Das AGF-Softwareangebot umfasst TV Scope, TV Scope plus, TV-Control und Plan TV.
Datenbezug
Die AGF hat Verträge mit verschiedenen Datenverwertungspartnern im In- und Ausland geschlossen, die die Daten aus dem Fernsehpanel im Auftrag der AGF vermarkten.
Datenrate
Die Datenrate umfasst die Anzahl der übertragenen Bits pro Zeiteinheit und ist entscheidend für die Übertragungsqualität von Fernsehbildern. Die Angabe erfolgt in Megabit pro Sekunde (MBit/s).
Desktop-Panel
Im Rahmen des hybriden Ansatzes erfolgt die Streaming-Messung neben der Zensus-messung auch im Desktop-Panel. In diesen Daten sind Strukturinformationen zu Personen (z.B. Alter, Geschlecht) enthalten. Zensus- und Panelmessung werden im Rahmen der Kalibrierung angeglichen (Nutzungsnivaeuanpassung). Das Desktop-Panel besteht aus ca. 15.000 aktive Panelisten, die Videostreaming-Nutzung über ihren heimischen PC oder Notebook messen lassen.
Digital Video Broadcasting Cable (DVB-C)
DVB-C ist der Standard zur Übertragung digitaler Rundfunksignale über Kabel. DVB-C ermöglicht die Übertragung von bis zu 500 Kanälen über einen Kabelnetzanschluss.
Digital Video Broadcasting Handheld (DVB-H)
DVB-H ist der Standard zur Übertragung digitaler Rundfunksignale über kleine und/oder mobile Geräte, z.B. Mobiltelefone.
Digital Video Broadcasting Satellite (DVB-S)
DVB-S ist der Standard zur Übertragung digitaler Rundfunksignale über Satellit. DVB-S ermöglicht die Übertragung von über 1.000 Kanälen über eine Satellitenschüssel.
Digital Video Broadcasting Terrestrial (DVB-T)
DVB-T ist der Standard zur Übertragung digitaler terrestrischer Fernsehsignale. DVB-T ermöglicht die Übertragung von 18 bis 24 Kanälen über eine herkömmliche Hausantenne.
Digital-Receiver
Digital-Receiver sind Zusatzgeräte oder direkt ins Fernsehgerät integrierte Module zum Empfang von digitalem Fernsehen und digital ausgestrahlten Radioprogrammen. Je nach Ausstattung können Digital-Receiver auch andere digitale Dienste empfangen.
Digitales Fernsehen
Digitales Fernsehen beschreibt die digitale Übertragung von Fernsehprogrammen. Bei der digitalen Übertragung werden die herkömmlichen (analogen) Bilder und Töne in einen binären Code (0 und 1) umgewandelt. Im Gegensatz zu der analogen Übertragung wird jedoch nicht mehr jedes Einzelbild vollständig übertragen, sondern nur noch der Teil, der sich von Bild zu Bild tatsächlich verändert. Durch dieses Verfahren der Datenkompression (mpeg) können pro Frequenz mehr digitale als analoge Programme übertragen werden. Zum Empfang digitaler Bild- und Tonsignale ist ein Digital-Receiver erforderlich.
Digitalisierungsgrad
Der Digitalisierungsgrad ist eine Kennzahl zur Messung der Digitalisierung des Fernsehempfangs in der Bundesrepublik Deutschland. Er gibt den Anteil der Haushalte an, die ihr Fernsehprogramm über digitale Übertragungsmöglichkeiten, z.B. digitales Kabel oder IPTV, empfangen.
DMB (Digital Multimedia Broadcasting)
DMB ist eine Abkürzung für Digital Multimedia Broadcasting und bezeichnet ein digitales Übertragungssystem von Fernseh- und Radioinhalten auf mobile Endgeräte wie z.B. Smartphones. Die Übertragung kann dabei satellitengestützt (S-DMB) oder terrestrisch (T-DMB) erfolgen.
DRTV (Direct Response Television)
DRTV ist eine Abkürzung für Direct Response Television und beinhaltet jegliche Form von Fernsehwerbung, die Konsumenten zu einer unmittelbaren Reaktion auffordert. Z.B. umfassen DRTV-Spots längere Werbespots mit einer eingeblendeten Telefonnummer, durch die der Zuschauer direkt einen Kauf per Telefon tätigen kann.
DSL (Digital Subscriber Line)
DSL ist eine Abkürzung für Digital Subscriber Line und bezeichnet einen Übertragungsstandard, bei dem Daten mit hohen Übertragungsraten über eine zweiadrige Kupferleitung des Telefonnetzes gesendet und empfangen werden können. Da die DSL-Daten in einem anderen Frequenzbereich übertragen werden als die Telefondaten (Sprache oder Fax), kann gleichzeitig telefoniert und im Internet gesurft werden. Die Verbindung über DSL bietet außerdem im Gegensatz zu den früheren Modem- und ISDN-Verbindungen deutlich schnellere Internetverbindungen.
Durchschnittliche Sehdauer
Die Sehdauer beschreibt die durchschnittliche Sehdauer der Berichtsbasis oder der Zielgruppe pro Tag. Während bei der Verweildauer nur die Nutzer innerhalb einer Zielgruppe in die Berechnung eingehen, geht bei der Berechnung der Sehdauer die ganze Zielgruppe (auch Nicht-Nutzer) ein.
Durchschnittskontakt
Der Durchschnittskontakt gibt die Anzahl der Kontakte an, die durchschnittlich auf eine Person entfallen; er entspricht dem Quotient aus Kontaktsumme zu Sehbeteiligung. Wird mit der Methode 0/1 gearbeitet, so ist dies zu kennzeichnen.
DVB (Digital Video Broadcasting)
DVB ist eine Abkürzung für Digital Video Broadcasting (dt.: Digitaler Videorundfunk) und bezeichnet den internationalen Übertragungsstandard beim digitalen Fernsehen. Die Übertragung digitaler Rundfunksignale erfolgt dabei über Datenkompression (siehe mpeg). Mit dem Zusatz C, S, oder T wird jeweils der Übertragungsweg der Signale gekennzeichnet, d.h. Kabel, Satellit oder Terrestrik. In Deutschland wird die Entwicklung von DVB-H – ermöglicht die Übertragung von digitalem Fernsehen auf mobilen Endgeräten wie z.B. Smartphones – derzeit nicht weiter verfolgt. Die Zusätze S2, C2, oder T2 beschreiben den Standard für das hochauflösende Fernsehen.
DVB-SI (Digital Video Broadcasting-Service Information)
DVB-SI ist eine Abkürzung für Digital Video Broadcasting-Service Information (dt.: Digitaler Videorundfunk Dienstinformation) und spezifiziert die Verarbeitung von Zusatzdaten innerhalb des DVB. Bei der Übertragung von Signalen beim digitalen Fernsehen werden neben den Bild- und Toninformationen zusätzliche beschreibende Informationen übertragen. Diese Informationen identifizieren den Sender, die Zugehörigkeit zu einem Bouquet und das übertragende Netzwerk. Weitere Informationen dienen der internen technischen Steuerung oder der Steuerung von Ereignissen, die am Bildschirm sichtbar sind.
DVB-Triple (Digital Video Broadcasting-Triple)
DVB-Triple ist eine Abkürzung für Digital Video Broadcasting-Triple und setzt sich aus drei Einzelinformationen der DVB-SI zusammen (Original Network ID, Transport Stream ID und Service-ID). Diese drei Informationen ermöglichen eine eindeutige Sendererkennung. Die GfK Fernsehforschung verwendet das DVB-Triple zur Erkennung digitaler Sender.
DVR (Digital Video Recorder)
DVR ist eine Abkürzung für Digital Video Recorder (dt.: Digitaler Videorecorder) und beschreibt einen Festplattenrecorder, der eine Festplatte zum Aufzeichnen von Programmen beinhaltet. Er ermöglicht den Start der Wiedergabe eines Programmes noch während seiner Aufnahme. Dies wird als Time Shift bezeichnet.
ECC (Externer Concidental Check)
ECC ist eine Abkürzung für Externer Coincidental Check und beschreibt ein Verfahren zum Nachweis der Validität des Fernsehnutzungsverhaltens der Panelteilnehmer. Dabei wird die im Fernsehforschungspanel gemessene Nutzung regelmäßig mit der einer externen Bevölkerungsstichprobe verglichen. Der ECC wird alle paar Jahre parallel zum ICC durchgeführt. Der letzte ECC umfasste mehr als 8.000 CATI-Interviews, die an fest vorgegebenen Messzeitpunkten über die Wochentage verteilt durchgeführt wurden.
EDI-Format
EDI ist eine Abkürzung für Electronic Data Interchange (dt.: Elektronischer Datenaustausch). Das im Werbemarkt eingesetzte EDI-Format ist eine Standardisierung der Datensatzformate für den Datenaustausch innerhalb der Werbebranche, z.B. den Austausch von Tarif-, Programm- und Buchungsinformationen zwischen Vermarktern und Agenturen.
Editing Rules

Editing Rules (dt.: Editierregeln) sind festgelegte Zuordnungsregeln, die in der Marktforschung zur Verbesserung der Datenqualität verwendet werden. Hierzu werden logische Zusammenhänge und Plausibilitäten zwischen Merkmalen aus der Erhebung oder anderen Datenquellen verwendet und regelgebunden Daten verändert. Eine einfache Regel ist bspw. das Bridging. Dabei wird bei einem fehlenden Match zum Zeitpunkt t, einer Nutzung des Senders A zum Zeitpunkt t-1 und zum Zeitpunkt t+1 und keiner erkennbaren (Infrarot-) Benutzeraktion auch für den Zeitpunkt t eine Nutzung des Senders A in den Daten gesetzt.

Eine weitere Gruppe von Regeln betrifft die Zuordnung der Nutzung zu einem Sender, wenn durch den Match mehrere Sender zur Auswahl stehen, die sogenannte Simulcast-Auflösung. So wird z.B. einem Haushalt, in dem eine Nutzung einen Match auf einen Sender erzeugt, der in Schleswig-Holstein verbreitet wird und einen Sender, der in Bayern verbreitet wird, dem bayerischen Sender zugewiesen, wenn der Haushalt in Bayern ansässig ist. Durch die Vielzahl der verfügbaren Informationen können beim Audiomatching die Editing Rules sehr komplex sein. Editing Rules werden aber auch bei Stammdaten verwendet.

Einschaltquote
Einschaltquoten beschreiben die durchschnittliche Sehbeteiligung der Haushalte, die zu einem gegebenen Zeitpunkt eine Sendung verfolgt haben. Die Angabe der Einschaltquoten erfolgt in Prozent.
Empfangsebenen

Die AGF unterscheidet vier verschiedene Empfangsebenen: IPTV, Satellit, Kabel und Terrestrik. Die Zuordnung eines Haushalts zu einer Ebene erfolgt hierarchisch, d.h. ein Haushalt wird bei mehreren Empfangsebenen immer der höchsten Ebene zugeordnet – wobei IPTV die höchste Ebene darstellt, gefolgt von Satellit, Kabel und Terrestrik. Ein Haushalt, der Programme über IPTV empfängt, wird somit immer der Ebene IPTV zugeordnet, auch wenn andere Empfangsmöglichkeiten im Haushalt vorhanden sind. Zu der Ebene Satellit gehören nach AGF-Definition alle Haushalte, die über Satellit empfangen, aber nicht über IPTV. Ein Haushalt wird der Ebene Kabel zugewiesen, sofern er über Kabel empfängt, aber nicht über IPTV oder Satellit. Die Ebene Terrestrik umfasst somit lediglich alle Haushalte, die ausschließlich eine DVB-T-Empfangsmöglichkeit besitzen.

Die Empfangsebenen werden sowohl bei der Anwerbung als auch bei der Gewichtung berücksichtigt. Unabhängig von der Zuordnung eines Haushalts zu einer Empfangsebene werden im AGF-System auch die anderen im Haushalt verfügbaren Empfangsebenen erfasst und sind Bestandteil der AGF-Daten.

Empfangspotenzial
Das Empfangspotenzial gibt an, wie viele Personen oder Haushalte einen Sender terrestrisch, über Kabel, Satellit oder IPTV empfangen. Die Empfangbarkeit eines Senders ist gegeben, wenn er mindestens einmal eine Sekunde in einem Panelhaushalt eingeschaltet war. Das Empfangspotenzial eines Senders ist aufgrund dieser Definition immer kleiner als seine technische Reichweite, weil beim Empfangspotenzial der tatsächliche Empfang zu Grunde gelegt wird und nicht alle potentiellen Haushalte im Verbreitungsgebiet.

Obwohl das Empfangspotential aufgrund seiner Definition größtenteils robust gegenüber Schwankungen ist, kann es in wenigen Fällen dennoch zu leichten Veränderungen kommen. Als Gründe hierfür können Panelein-und -austritte, Maintenancen, Kabelnetz- resp. Transponderabschaltungen oder- umbelegungen und Gewichtungsprozesse genannt werden.
Empfangspotenzial 60/60
Das Empfangspotenzial 60/60 gibt an, wie viele Personen oder Haushalte in den letzten 60 Tagen einen Sender mindestens 60 Sekunden konsekutiv eingeschaltet haben. Das Empfangspotenzial 60/60 ist damit zeitlichen Schwankungen aufgrund der tatsächlichen Nutzung unterworfen.
Encoder
Encoder bezeichnen elektronische Komponenten für eine Verschlüsselung bzw. Komprimierung von Signalen beim analogen und digitalen Fernsehen, die sowohl durch Hardware als auch durch Software realisiert werden können. Audio- oder Videosignale werden mit einem Encoder kodiert und komprimiert, um bei langen Datenkanälen möglichst hohe Datenraten zu gewährleisten. Außerdem besitzen komprimierte Dateien eine geringere Datengröße und benötigen somit weniger Speicherplatz.
EPG (Electronic Programme Guide)
EPG ist eine Abkürzung für Electronic Programme Guide (dt.: Elektronischer Programmführer) und beschreibt eine Funktion beim digitalen Fernsehen, die dem Zuschauer einen Überblick über die ausgestrahlten Fernsehprogramme liefert. EPGs beinhalten ein Navigationssystem mit programmbegleitenden Informationen und - je nach Leistungsfähigkeit - Suchfunktionen zur Programmauswahl. Sie werden von den Programmveranstaltern oder Drittanbietern angeboten und sind ebenfalls in den meisten Set-Top-Boxen vorhanden.
Ethernet
Ethernet fasst eine Familie von Netzwerktechnologien zusammen, die die Adressierung, das Rahmenformat und die Zugriffskontrolle auf das Übertragungsmedium gemeinsam haben. Bei der Technik handelt es sich um eine kabelgebundene Datennetztechnik für lokale Datennetze, sogenannte LANs, die den Datenaustausch zwischen allen in einem lokalen Netz angeschlossenen Geräten (z.B. Computer oder Drucker) auch über weite Strecken ermöglicht. Derzeit sind Übertragungsraten von 10MBit pro Sekunde bis zu 10GBit pro Sekunde möglich.
Eurodata TV
Eurodata TV ist ein Tochterunternehmen des französischen Fernsehforschungsinstituts Médiamétrie, das sendungsbezogene Daten aus über 80 Ländern weltweit zusammenführt. Eurodata TV vermarktet die AGF-Daten im Ausland.
Evaluierung
Unter Evaluierung versteht man die Analyse der Leistung von Mediaplänen und Werbekampagnen.
Event-Livestream
Livestream, der parallel aber ohne direkten Bezug zur TV-Ausstrahlung stattfindet. Beispiel: Curling-Wettbewerb im Event-Livestream während im TV ein Eishockey-Spiel übertragen wird.
Externe Überschneidung
Eine externe Überschneidung liegt vor, wenn Personen - zum Beispiel im Rahmen von Media-Mix-Kampagnen - von mehreren Medien bzw. Mediagattungen erreicht werden.
Face-to-Face-Interview
Face-to-Face-Interviews sind persönliche mündliche Interviews, die gewöhnlich mit den Befragten zu Hause durchgeführt werden. Z.B. werden die Anwerbeinterviews im Fernsehforschungspanel Face-to-Face durchgeführt.
Fact
Facts bezeichnen verschiedene Kenngrößen, die anhand von Rechenverfahren und Basisdaten ermittelt worden sind. Sie werden unterschieden in Basiszahlen, die unabhängig von der TV- Nutzung sind und Leistungswerte, die nur in Abhängigkeit von der TV-Nutzung bestimmt werden. Zur Verfügung stehende Facts sind z.B. Marktanteil, Sehdauer oder Fallzahl.
Fact-Bezug
Der Fact-Bezug gewährleistet in den AGF-Auswertungssystemen die gleichzeitige Darstellung von Ergebnissen aus TV, Streaming und TV+Streaming. Diese werden jeweils hinter den Facts in Form einer geschweiften Klammer ausgewiesen: z.B. „Sehbeteiligung (Mio.) {TV}“.
Fallzahl
Das Fact Fallzahl bezeichnet die ungewichtete Anzahl der Personen oder Haushalte, die einer Auswertung im Fernsehforschungspanel zugrunde liegt. Sie steht im direkten Zusammenhang mit dem Potenzial.
Fensterprogramm
Fensterprogramme sind Fernsehprogramme, die von regionalen Anbietern auf Frequenzen nationaler Sender ausgestrahlt werden und die Sendungen des Hauptsenders auf dieser Frequenz ersetzen. Sie dienen der Regionalisierung der Programmangebote.
Fernsehforschungspanel
Das Fernsehforschungspanel ist ein Panel der AGF, welches mit 5.000 täglich berichtenden, repräsentativ ausgewählten Haushalten und den darin lebenden ca. 10.500 Personen eines der größten Fernsehpanels weltweit darstellt. Damit wird die Fernsehnutzung von 75,02 Mio. Personen ab 3 Jahren bzw. 38,32 Mio. Fernsehhaushalten, deren HEB deutschsprachig ist, abgebildet (Stand 01.01.2017). Die Fernsehnutzung dieser Grundgesamtheit wird repräsentativ sowohl für die Bundesrepublik Deutschland insgesamt als auch für die einzelnen Bundesländer abgebildet.
Fernsehtag
Seit Januar 1995 ist der Fernsehtag im AGF/GfK-System auf die Zeitspanne von 03:00 bis 03:00 Uhr festgelegt. Diese 24 Stunden werden einem einzigen Datum zugeordnet. Der Datumswechsel erfolgt also nicht um Mitternacht, sondern um 3 Uhr morgens. Dadurch ist unter anderem gewährleistet, dass beim nächtlichen Datenabruf jeweils alle Daten zur Fernsehnutzung des Fernsehtages "gestern" gleichzeitig abgerufen und vormittags berichtet werden können.
Fingerprint
Fingerprint bezeichnet eine Technologie, die Audiosignale anhand von charakteristischen Merkmalen eindeutig identifizieren kann. Z.B. können Tonsignale oder Videocontents durch bestimmte Merkmale wiedererkannt und die Inhalte dabei zugeordnet werden.
Format-ID
Die FormatID ist eine Variable, die die automatische Verknüpfung zwischen Sendestamm (TV) und Contentstamm (Streaming) datenbasiert gewährleistet und ist ein senderinternes Zusatzfeld.
Free-to-air-Box
Die Free-to-air-Box ist ein Digital-Receiver, der lediglich für den Empfang unverschlüsselter, d.h. frei empfangbarer digitaler Fernseh- und Radioprogramme geeignet ist. In der Box sind keine Steckplätze für Decoder zur Entschlüsselung von Pay-TV Programmen vorhanden.
Free-TV
Free-TV bezeichnet eine unverschlüsselte Ausstrahlung von Fernsehprogrammen. Programme im Free-TV können damit im Gegensatz zum Pay-TV kostenlos empfangen werden.
Fusion

Die Fusion ist ein statistisches Verfahren zur Übertragung der Merkmale von Befragten einer Stichprobe in eine andere Stichprobe. Voraussetzung ist ein gewisser Bestand an gemeinsamen Merkmalen in beiden Stichproben. Bei der Fusion werden ausgewählte Merkmale aus der Donoren- (Stichprobe, aus der fusioniert wird) in die Rezipienten-Stichprobe (Stichprobe, in die fusioniert wird) übertragen. Die Datenübertragung geschieht individuell zwischen homogenen Fusionspaaren.

Nach erfolgreicher Fusion können die fusionierten Datenbestände so analysiert werden, als ob sie in einer Stichprobe (Single Source) erhoben worden wären. Die AGF nutzt ein Fusionsverfahren zur Abbildung der Außerhausnutzung.

Fusion
Die Fusion ist ein statistisches Verfahren zur Übertragung der Merkmale von Befragten einer Stichprobe in eine andere Stichprobe. Voraussetzung ist ein gewisser Bestand an gemeinsamen Merkmalen in beiden Stichproben. Bei der Fusion werden ausgewählte Merkmale aus der Donoren- (Stichprobe, aus der fusioniert wird) in die Rezipienten-Stichprobe (Stichprobe, in die fusioniert wird) übertragen. Die Datenübertragung geschieht individuell zwischen homogenen Fusionspaaren.
Gästenutzung
Siehe Außerhausnutzung
Gemeinschaftsempfangsanlage
Gemeinschaftsempfangsanlagen stellen ein internes Kabelnetz für mehrere Wohnungen oder Häuser zur Verfügung. Der Empfang von Fernseh- oder Rundfunkprogrammen erfolgt dabei über eine zentrale Antenne, eine Satellitenempfangsschüssel oder über den Anschluss an das Netz eines Kabelanbieters.
Genre
Das Genre bezeichnet eine Gattung von Fernsehprogrammen. Z.B. werden Komödien, Western, Krimis, Zeichentrickserien, oder Sitcoms u.a. als Genre verstanden.
Gewichtung

Die Gewichtung ist ein Verfahren, bei dem Merkmale in der Stichprobe in ihrer Ausprägung an die Ausprägung der Grundgesamtheit angepasst werden, um eine genauere Hochrechnung bzw. Abbildung zu gewährleisten. Jede berichtende Person des Fernsehforschungspanels bekommt ein Gewicht zum Ausgleich von Strukturunterschieden zwischen Stichprobe und Grundgesamtheit zugewiesen. Entspricht eine Stichprobe in ihrer Struktur exakt der Grundgesamtheit, geht jede Person mit dem Gewicht 1 in die Gewichtung ein. In der Realität gibt es jedoch immer über- und unterproportional vertretene Einheiten. Überproportional vertretene Einheiten erhalten ein Gewicht kleiner 1, unterproportional vertretene Einheiten erhalten ein Gewicht größer 1. Je nach Struktur der täglich berichtenden Haushalte, können sich auch die Gewichte für die gleiche Person/den gleichen Haushalt täglich ändern.

Die Gewichtung im Fernsehforschungspanel erfolgt täglich in zwei Schritten:

  1. vorläufige Gewichtung der Nutzungsdaten am Tag des Abrufs
  2. endgültige Gewichtung dieser Nutzungsdaten nach Einbezug von drei zusätzlichen Abrufmöglichkeiten an den drei Folgetagen.
Gewichtungsmerkmal

Gewichtungsmerkmale sind Merkmale zur Gewichtung von Personen oder Haushalten im Fernsehforschungspanel. In die Gewichtung des Fernsehforschungspanels werden Bundesland, Gemeindegröße, Zugehörigkeit zur Empfangsebene und eine Reihe von soziodemographischen Haushalts-  und  Personenmerkmalen  einbezogen.


Gewichtungsmerkmale für Personen und Haushalte im Fernsehforschungspanel sind:

Auf Haushaltsebene: Auf Personenebene:
Bundesland
Haushaltsgröße
AGF-Empfangsebene
BIK-Gemeindegrößenklasse
Politische Gemeindegrößenklasse
Kinder ja/nein
Schulbildung des HEB
Alter des HEB
TV-Gerätebesitz
Plattformzugang

Bundesland
Geschlecht
AGF-Empfangsebene
BIK-Gemeindegrößenklasse
Politische Gemeindegrößenklasse
Schulbildung
Haushaltsgröße
Alter
Haupteinkommensbezieher
Haushaltsführender
Plattformzugang

Gewinn- und Verlustanalyse
Die Gewinn- und Verlustanalyse untersucht die Zuschauerbewegungen innerhalb eines Senders und eines Vergleichssenders im Tagesablauf. Dabei werden die Zuschauergewinne und -verluste von Sendern über mehrere Sendungen oder Zeitintervalle hinweg ermittelt.
GfK Fernsehforschung
Die GfK Fernsehforschung ist ein Geschäftsbereich der GfK SE in Nürnberg. Im Auftrag der AGF erfasst die GfK Fernsehforschung täglich die Fernsehnutzung der Haushalte im Fernsehforschungspanel und der in ihnen lebenden Personen sowie deren Gäste durch elektronische Messgeräte. Der Vertrag zwischen der GfK und der AGF endet am 31.12.2018.
GfK Telecontrol
Die GfK Telecontrol ist als Spezialhersteller und -dienstleister im Bereich der Fernseh- und Radiozuschauermessung tätig. Das Unternehmen ist ein Tochterunternehmen der GfK SE.
GGmedia
GGmedia ist ein Full-Service-Dienstleister im Bereich Medienberatung und –forschung. Das Unternehmen vermarktet im Auftrag der AGF Fernsehdaten an Produktionsfirmen im In- und Ausland.
GPRS (General Packet Radio Service)
GPRS ist eine Abkürzung für General Packet Radio Service und bezeichnet einen paketorientierten Dienst zur Übertragung von Daten in GSM-Netzen. Durch GPRS wird eine schnellere Datenübertragung gewährleistet, indem die Datenmengen zuvor in kleinere Datenpakete umgewandelt und von den Empfangsgeräten dann wieder zusammengesetzt werden.
GRP (Gross Rating Point)
GRP ist eine Abkürzung für Gross Rating Point und beschreibt den Quotienten aus der Summe der Kontakte über die einbezogenen Werbeblöcke einer Kampagne und dem Potenzial in der Zielgruppe, multipliziert mit 100. (Alternativ: Durchschnittskontakte multipliziert mit prozentualer Sehbeteiligung.) Der GRP wird auch als Werbedruck bezeichnet.
Ein GRP von 120 kann zum Beispiel bedeuten, dass 10% der Zielgruppe 12-mal erreicht wurden oder 40% der Zielgruppe dreimal. Interne und externe Überschneidungen werden bei der Berechnung des GRP nicht berücksichtigt.

Der CpG gibt die Kosten pro GRP an, also die Kosten, die für eine Chance des Kontaktes mit einem Prozent der Zielgruppe anfallen.
Grundgesamtheit
Die Grundgesamtheit umfasst alle Personen, die durch die Stichprobe einer Untersuchung repräsentiert werden. Im Fernsehforschungspanel ist die Grundgesamtheit als Wohnbevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland in Privathaushalten mit mindestens einem Fernsehgerät und einem deutschsprachigem HEB definiert.
GSM (Global System Communications)
GSM ist eine Abkürzung für Global System for Mobile Communications und bezeichnet eine Übertragungstechnologie, die für Telefonie und SMS-Nachrichten genutzt wird. Die Datenübertragung über GSM ist der am meisten verbreitete Standard für 2G-Mobilfunknetze.
GWA (Gesamtverband der Werbeagenturen)
GWA ist eine Abkürzung für Gesamtverband der Werbeagenturen. Der GWA repräsentiert die Interessenvertretung der Werbe- und Media-Agenturen gegenüber den Medien und wird durch Delegierte in den Gremien der AGF an der Kontrolle und Weiterentwicklung der Fernsehzuschauerforschung in der Bundesrepublik Deutschland beteiligt. Die Anfang 2000 formierte Organisation der Media-Agenturen im GWA, OMG, vertritt die Media-Agenturen in Deutschland und im Verbund mit dem GWA die Mediaseite der Agenturen. In der AGF sind die Agenturen ebenfalls über die OMG vertreten.
HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband Television)
HbbTV ist eine Abkürzung für Hybrid Broadcast Broadband Television und ergänzt und kombiniert bestehende Standards wie z.B. DVB und Internettechnologien, um zu ermöglichen, dass ein Fernsehgerät oder eine Set-Top-Box spezielle HbbTV-konforme Internetseiten empfangen und darstellen kann. Dabei werden Fernseh-spezifische Funktionen wie die Navigation mit RC Keys oder Steuerung des Broadcast Videos im Hintergrund berücksichtigt. Die Signalisierung einer HbbTV-Seite erfolgt über den Broadcast Channel, wobei die Datenübertragung sowohl über den Broadcast Channel als auch über das Internet erfolgen kann.
HD+
HD+ ist ein Programmangebot des Satellitenbetreibers SES ASTRA, das exklusiv über ASTRA Satellit empfangen werden kann. Damit können alle Sendungen unterschiedlicher Privatsender in HD-Qualität ausgestrahlt werden.
HDCP (High-bandwidth Digital Content Protection)
HDCP ist eine Abkürzung für High-bandwidth Digital Content Protection und beschreibt eine Verschlüsselungstechnik, die eine gesicherte Übertragung von Audio- und Videodaten bei Wiedergabegeräten mit einer HDMI-Schnittstelle ermöglicht. Die Technik verhindert das Kopieren von Audio- und Videoinhalten während der Übertragung von Wiedergabegeräten (z.B. DVD-Player) auf Sichtgeräte (z.B. Fernsehgeräte).
HDMI (High Definition Multimedia Interface)
HDMI ist eine Abkürzung für High Definition Interface und bezeichnet eine Schnittstelle für die digitale Übertragung von Audio- und Videodaten in der Unterhaltungselektronik. Verschiedene Multimedia-Anwendungen lassen sich über den HDMI-Kanal digital mit einer Bandbreite von bis zu 10,2 Gigabit pro Sekunde in voller Qualität über ein einziges Kabel transportieren.
HDR (Hard Disk Recorder)
Siehe DVR
HDTV (High Definition Television)
HDTV ist eine Abkürzung für High Definition Television (dt.: Hochauflösendes Fernsehen) und beschreibt ein Verfahren, mit dem eine höhere Bildauflösung und somit bessere Bildqualität beim Fernsehen erzielt wird. Zum Empfang dieser Bilder sind spezielle HD-Receiver notwendig, die teilweise schon in Fernsehgeräten integriert sind.
HEB (Haupteinkommensbezieher)
HEB ist eine Abkürzung für Haupteinkommensbezieher und beschreibt die Person im Haushalt, die den größten Beitrag zum Haushaltseinkommen leistet. Die Merkmale des HEB spielen u.a. bei der Anwerbung der Panelhaushalte eine bedeutende Rolle.
Herkunfts- und Verbleibanalyse
Die Herkunfts- und Verbleibanalyse untersucht das Nutzungsverhalten der Zuschauer einer bestimmten Sendung oder eines Zeitintervalls im zeitlichen Verlauf eines Tages. Dazu wird ein Zeitintervall oder eine Sendung als Referenzintervall angesetzt, um die identischen Nutzerschaften der Sendungen oder Intervalle in Bezug auf das Referenzintervall zu ermitteln.
HHF (Haushaltsführende Person)
HHF ist eine Abkürzung für haushaltsführende Person und beschreibt die Person im Haushalt, die den überwiegenden Teil der Hausarbeit leistet. Ist keine eindeutige Identifizierung möglich, wird in Anlehnung an die agma-Konvention die Frau bzw. die älteste Frau im Haushalt als haushaltsführend betrachtet, in Haushalten mit nur männlichen Mitgliedern dementsprechend der älteste Mann.
Hochrechnung
Die Hochrechnung ist der rechnerische Vorgang zur Projektion von Ergebnissen der Stichprobe in Parameter der Grundgesamtheit. Nach der Hochrechnung lässt sich die Anzahl der Personen in der Grundgesamtheit, die z.B. eine Sendung gesehen haben, berechnen.
HSDPA (High Speed Downlink Packet Access)
HSDPA ist eine Abkürzung für High Speed Downlink Packet Access und bezeichnet ein Mobilfunk-Protokoll für UMTS-basierte 3G Netzwerke. Es ermöglicht höhere Übertragungsraten im Vergleich zu Standard Protokollen.
Huckepack-Programm
Huckepack-Programme beschreiben verschiedene Programme, die von einem Sender auf einer teilgenutzten Frequenz eines anderen, rechtlich unabhängigen Senders ausgestrahlt werden.
Hybrider Messansatz
Messansatz, der sich aus einer Zensus- und einer Panelmessung zusammensetzt. Die Zensusmessung misst alle Zugriffe auf die Videostreaming-Angebote der Systemteilnehmer. Voraussetzung hierfür ist die Integration der Nielsen-Messbibliothek in die gemessenen Player und die Vertaggung des Content entsprechend des gültigen AGF-c-Variablen-Kataloges (siehe c-Variablen). Durch die ergänzende Messung im Desktop-Panel liegen neben Strukturinformationen der Panelisten (z.B. Demografie, Gerätebesitz) auch Informationen zu ihrer Videostreaming-Nutzung vor. Diese Daten werden mit den Zensusdaten gematched und an den Zensusdaten kalibriert.
Hybrides Anwerbeverfahren
Das Hybride Anwerbeverfahren umfasst eine Kombination aus Random-Route- und Quota-Verfahren zur Rekrutierung der Panelhaushalte im Fernsehforschungspanel. Das Verfahren wird für die Anwerbung der Haushalte seit Herbst 2012 eingesetzt.
ICC (Interner Concidental Check)
ICC ist eine Abkürzung für Interner Coincidental Check und beschreibt ein Verfahren zum Nachweis der Reliabilität, d.h. dem korrekten An- und Abmelden der Panelteilnehmer. Hierbei wird in einer Unterstichprobe des Fernsehforschungspanels, die etwa 1.500 Haushalte umfasst, die Fernsehnutzung aller Haushaltsmitglieder per Telefoninterview zu verschiedenen, genau festgelegten Zeitpunkten erfasst und anschließend mit den Messergebnissen für diese Panelhaushalte verglichen. Der ICC wird alle paar Jahre parallel zum ECC durchgeführt.
Identitätsanalyse
Die Identitätsanalyse ermittelt paarweise für Sendungen, Werbeblöcke und Zeitintervalle, in welchem Umfang die Zuschauer dieser Sendungen bzw. Zeitintervalle identisch sind. Neben Einzelanalysen ist es möglich, mehrere gebildete Pärchen zeitlich fortzuschreiben und über deren Ergebnisse Durchschnitte auszugeben.
In-Page Video Ad
In-Page Video Ads bezeichnen eine Videowerbung im Onlinebereich, bei der Videos mit Werbebotschaften in Webseiten wie z.B. Logout-Seiten integriert werden. Im Gegensatz zu In-Stream Video Ads starten In-Page Video Ads zwar automatisch bei Zugriff auf die Webseite, der Ton muss jedoch aktiv durch den Nutzer eingeschaltet werden.
In-Stream Video Ad
In-Stream Video Ads bezeichnen eine Videowerbung im Onlinebereich, bei der Werbebotschaften in Videos eingebettet sind und automatisch abgespielt werden. Sie können von den Nutzern nicht übersprungen werden. In-Stream Video Ads werden weiter unterschieden in Linear Video Ads und Non-Linear Video Ads.
Infomercial
Infomercials sind Dauerwerbesendungen, in denen Werbung redaktionell aufbereitet präsentiert wird. Im Gegensatz zu klassischer Werbung steht bei Infomercials der informative Charakter mehr im Vordergrund.
Injektion
Die Injektion ist ein Verfahren zur Komplettierung von fehlenden Daten, die i.d.R. durch die Nichtbeantwortung von Erhebungsfragen zustande kommen. So wird z.B. nach Abschluss der jährlichen Strukturerhebung im Fernsehforschungspanel eine Injektion durchgeführt, um fehlende Angaben der Panelmitglieder zu komplettieren. Mit einem mathematischen Algorithmus werden möglichst ähnliche Personen/Haushalten gesucht, deren Merkmale dann auf die Personen/Haushalte mit Merkmalslücken übertragen werden.
Installation
Installation beschreibt im AGF-System den Anschluss der Empfangsgeräte eines Panelhaushalts an die Messtechnik. Damit können Nutzungsdaten der Haushalte täglich abgerufen und an die Zentrale übertragen werden.
Interactive Video Ad
Interactive Video Ads sind Werbespots im Onlinebereich, die eine Interaktivität mit den Spots erlauben. Z.B. können Gewinnspielfragen während eines Spots aufpoppen und die Nutzer werden durch Anklicken auf das Gewinnspiel weitergeleitet. Nach Beantwortung der Gewinnspielfragen läuft der Werbespot an zuvor gestoppter Stelle weiter. Interactive Video Ads gehören zu den Linear Video Ads und laufen somit nie zeitgleich zum Video Content.
Interaktives Fernsehen
Interaktives Fernsehen bietet dem Zuschauer einen Rückkanal zum Programmanbieter. Der Zuschauer kann über diesen Kanal den Programmablauf von zu Hause aus über Telefon oder Fernbedienung steuern, Programme seiner Wahl anfordern oder diverse Services wie z. B. Homeshopping oder Telebanking nutzen.
Intermedial
Intermedial bedeutet ein Vergleich zwischen verschiedenen Mediengattungen. Intermediale Vergleiche können sich als problematisch erweisen, da den verschiedenen Mediengattungen unterschiedliche Nutzungsmuster zugrunde liegen und die Nutzung der verschiedenen Medien i.d.R. mit unterschiedlichen Methoden erhoben wird.
Interne Überschneidung
Eine interne Überschneidung liegt vor, wenn Personen - zum Beispiel im Rahmen einer Kampagne - mehrmals vom gleichen Medium bzw. der gleichen Mediagattung erreicht werden.
Internet-only-Haushalt
„Internet-Only-Haushalte“ bezeichnet die Grundgesamtheit der privaten Haushalte mit einem deutschsprachigen Haupteinkommensbezieher, in denen zudem die folgenden Kriterien erfüllt wer-den: im Haushalt befindet sich kein in Gebrauch befindliches TV-Gerät und mindestens eine Person des Haushalts hat in den letzten 4 Wochen das Internet genutzt. In der Fusion dienen Internet-Only-Haushalte als Rezipienten der Streaming-Nutzung, die im Desktop-Panel gemessen wurde.
Intramedial
Intramedial bedeutet ein Vergleich innerhalb einer Mediengattung. Im Gegensatz zu intermedialen Vergleichen sind intramediale Vergleiche unproblematisch, da hier keine unterschiedlichen Nutzungsmuster zugrunde liegen.
IP-Sniffer
Der IP-Sniffer ist ein Messverfahren basierend auf einem zwischengeschalteten System (IP-Box oder Server), das zum Auslesen des Signals an das Fernsehgerät angeschlossen ist. Die Technik wird in die Netzwerkverbindung zwischen Empfangsgerät und Internetanschluss geschaltet um den Datenverkehr zu beobachten und so die angesprungenen Internetseiten oder -adressen zu protokollieren.
IPTV (Internet Protocol Television)

IPTV ist eine Abkürzung für Internet Protocol Television und beschreibt die digitale Übertragung von Fernsehprogrammen und Filmen über das geschlossene Breitbandnetz eines IPTV-Providers. Damit kann die Verfügbarkeit der Inhalte garantiert werden. Die größten Anbieter in Deutschland sind derzeit die Deutsche Telekom (Entertain) und Vodafone (Vodafone TV).

Im Gegensatz zu den traditionellen Übertragungswegen wird für den Empfang von IPTV-basierten Programmen kein Tuner mehr benötigt, da es sich bei IPTV, technisch gesehen, um das Streamen von mpeg-Files handelt. Für die Umwandlung dieser Files zur Darstellung auf einem herkömmlichen Fernsehgerät muss ein spezieller Receiver (Set-Top-Box) zwischengeschaltet werden.

IR-Code
IR-Codes sind Kodierungen, die jeder Taste auf Infrarot-Fernbedingungen zugeordnet werden. Die Codes unterscheiden sich nach Hersteller und Gerätetyp.
IR-Sampler
Der IR-Sampler ist ein Infrarot-Messgerät, welches die von der Fernbedienung gesendeten Daten wie z.B. Ein/Ausschalten des Fernsehgerätes, Kanalwechsel, TTX oder EPG mitliest. Er dient als Ergänzung zum Audiomatching und kann helfen, die Präzision und Detailtreue der gesamten Messung der Fernsehnutzung zu erhöhen.
JIC (Joint-Industry-Committee)
Die EBU definiert als JIC: „Die Forschungsunternehmen haben einen Vertrag mit einer formalen Organisation aus Vertretern der Senderbetreiber, Werbungtreibenden und Agenturen. Das JIC formuliert die Anforderungen an den Service, führt die Ausschreibung durch, unterzeichnet den Vertrag, überwacht den Service, besitzt das Copyright und bestimmt die Lizenzbedingungen und die Zugangskonditionen.“ (European Broadcasting Union (1999): Globale Richtlinien für die Messung der Fernsehnutzung, S. 11).
Justage

Justage beschreibt ein Verfahren zum künstlichen Ausgleich von schwankenden Daten. Die tägliche Änderung der Gewichtsverteilung im Fernsehforschungspanel (bedingt durch Zugänge und Abgänge, technische Ausfälle oder Strukturänderungen) führt zu einem sichtbaren täglichen Wechsel von Potenzialen bei Nicht-Gewichtungsmerkmalen. Um bei tagesübergreifenden Auswertungen Schwankungen des Zielgruppenpotenzials innerhalb einer Analyse zu vermeiden, wird bei einigen Analyseformen das Zielgruppenpotenzial künstlich justiert.

Zur Justage wird sowohl bei der Kumulations- und Frequenzanalyse als auch der Kombinationsanalyse die Gewichtsverteilung am Monatsersten des ersten Termins der Sendungsliste verwendet (Kampagnenbeginn).

Kabel
Kabel beschreibt die Übertragung von analogem oder digitalem Fernsehen über Kupfer- oder Glasfaserkabel. Die Kabelstrecke von der Kabelkopfstation bis zum Grundstück gehört in der Regel einem Kabelnetzbetreiber. Dieser Abschnitt wird als Netzebene 3 bezeichnet. Die Verteilung vom Grundstück bis in die Wohnung ist im Besitz vieler kleiner Kabelnetzbetreiber wie z.B. Wohnungsbaugesellschaften, aber auch der Kabelnetzbetreiber der Netzebene 3. Dieser Abschnitt wird als Netzebene 4 bezeichnet.
Kalibrierung

Als Kalibrierung bezeichnet die AGF den Prozess der Anpassung der im gewichteten Videostreaming-Panel vorliegenden Views und Nettoreichweiten an das Niveau der Zensusmessung durch statistische Verfahren. Während die Anzahl der Views für Zensusmessung und Panel gemessen werden, ist die Nettoreichweite nur im Panel verfügbar und wird durch ein statistisches Schätzverfahren für das Zensusniveau extrapoliert.

 

In der Zielsetzung ist die Kalibrierung ähnlich einer Gewichtung: es geht darum in Stichproben erhobene Informationen an bekannte Außenvorgaben einer Vollerhebung anzupassen. Neben den durch die Zusammensetzung der Stichprobe bedingten Anpassungserfordernissen wird durch die Kalibrierung die designbedingte Unterdeckung der Nutzung im Panel durch die Nichterfassung von at-work- und anderer Nutzung ausgeglichen. Die Niveaugrößen der Zensusmessung beinhalten ausschließlich Nutzung über IP-Adressen, die Deutschland zugeordnet werden. Um die Kalibrierung umzusetzen, müssen die Streamviews zusammengefasst werden um eine ausreichend große Fallzahl erreichen. Diese Zusammenfassungen werden Kalibrierungseinheiten (derzeit existieren ca. 120 Einheiten) genannt. Nach dem Prozess der Berechnung der Nettoreichweiten auf Niveau der Zensusmessung werden diese Vorgaben zur Erzeugung eines sogenannten Respondent-Level-Datensatzes herangezogen, der Basis für Analysen und Planungen ist.

Kampagnenkontrolle (ex-post)
Kampagnenkontrolle bezeichnet die Leistungsüberprüfung einer bereits abgeschlossenen Werbekampagne auf Basis der tatsächlich erzielten Reichweiten. Sie dient der Messung und Evaluierung der Werbewirkung.
Kampagnenplanung (ex-ante)
Kampagnenplanung umfasst die Auswahl der für die Zielgruppe geeigneten Werbeblöcke für eine Werbekampagne vor ihrer tatsächlichen Ausstrahlung. Auf der Basis zurückliegender Fernsehdaten werden geeignete Werbeumfelder ermittelt. Mit Hilfe von Planungssoftware können dann Indikatoren berechnet werden, die als Prognose für die Leistung der geplanten Kampagne dienen. Indikatoren sind Nettoreichweite, Durchschnittskontakte, Affinität, TKP, TNP, GRP und Kontaktverteilung.
Kanalpartagierung
Kanalpartagierung beschreibt die Belegung einer Frequenz mit mehreren Programmen, sogenannten Fensterprogrammen. Sie unterliegen der Genehmigungspflicht der Landesmedienanstalten.
Klumpung
Klumpung beschreibt den Zustand bei einer Stichprobe, bei dem mehrere Haushalte pro Sampling Point vorhanden sind. Im Fernsehforschungspanel ist keine Klumpung vorgesehen.
Kombinationsanalyse
Die Kombinationsanalyse untersucht Zuschaueridentitäten über mehrere Sendungen und Tage. Dazu werden die Nutzer für Kombinationen aus Sendungen oder Intervallen, die mit UND / ODER / NICHT verknüpft sind, ermittelt.
Konstellationsanalyse
Die Konstellationsanalyse untersucht, welche Personengruppen zusammen bzw. nicht zusammen eine Sendung oder ein Intervall nutzen. Dazu werden Konstellationen auf Basis der Verknüpfungen UND / UND NICHT gebildet.
Kontaktsumme
Die Kontaktsumme beschreibt einen Leistungswert als die Addition der durchschnittlichen Sehbeteiligungen. Die Berechnung erfolgt i.d.R. mit der Methode p-Wert. Wird mit der Methode 0/1 gearbeitet, so ist dies zu kennzeichnen.
Kontaktsummenbildung
Die Kontaktsummenbildung beschreibt ein Verfahren, mit dem Nutzerschaften über mehrere Sendungen berechnet werden. Es kann zwischen Methode 0/1 und Methode p-Wert gewählt werden. Personen, die Leistungswerte für mehrere Sendungen der Sendungsliste aufweisen, werden nicht nur einmal, sondern mehrfach berücksichtigt.
Kontaktverteilung
Die Kontaktverteilung gibt an, wie viele Personen auf die einzelnen Kontaktklassen entfallen. Je nach der Intensität ihrer Mediennutzung haben die von einer Kampagne erreichten Personen unterschiedliche Kontakthäufigkeiten mit dieser Kampagne. Sie werden ihrer Kontakthäufigkeit entsprechend unterschiedlichen Kontaktklassen zugeordnet. Kontaktverteilungen werden auch als Maßstab zur Beurteilung der Werbewirkung verwendet.
Kumulation
Kumulation beschreibt in der Mediaplanung das Aufsummieren von Bruttoreichweite, Nettoreichweite oder Durchschnittskontakten nach einer bestimmten Anzahl von Schaltungen.
Kumulations- und Frequenzanalyse
Die Kumulations- und Frequenzanalyse ist ein Verfahren zur Ermittlung des kurz- und langfristigen Zuschauerwachstums über eine beliebige Auswahl von Sendungen, Werbeblöcken oder Zeitintervallen.
Kumulierte Netto-Sehbeteiligung
Die kumulierte Netto-Sehbeteiligung beschreibt das Ergebnis einer Kumulations- und Frequenzanalyse, speziell der Nettokumulation auf Basis der durchschnittlichen Sehbeteiligung (Methode p-Wert). Jede Person, die von mindestens einer Sendung erreicht wurde, geht mit ihrem individuellen Nutzungsanteil bzw. ihrer durchschnittlichen Sehbeteiligung in die Berechnung ein. Wird mit der Methode 0/1 gearbeitet, so ist dies zu kennzeichnen.
Längengewichtung
Die Längengewichtung ist ein Verfahren zur Gewichtung von Sendungen unterschiedlicher Längen. Sie wird standardmäßig bei der Berechnung von durchschnittlichen Leistungswerten über mehrere Sendungen hinweg verwendet. Jede Sendung geht ihrer Länge entsprechend gewichtet in den Durchschnittswert ein. Dadurch ist gewährleistet, dass längere Sendungen einen größeren Einfluss auf den Durchschnittswert haben als kürzere Sendungen.
Linear Videos Ad
Linear Videos Ads bezeichnen eine Unterform der In-Stream Video Ads, bei der Werbebotschaften vor, zwischen oder nach dem Video Content platziert werden. Die Werbung wird hierbei linear geschaltet, d.h. sie läuft nie zeitgleich zum Video Content. Es wird weiter zwischen Pre-, Mid- und Post-Rolls sowie Interactive Video Ads unterschieden.
Lineares Fernsehen
Lineares Fernsehen beschreibt den vom Anbieter vorgegebenen sequenziellen Programmfluss von Fernsehinhalten, der vom Zuschauer nur in derselben zeitlichen Abfolge genutzt werden kann.
Livestream
Livestreams bezeichnen Video Streaming Angebote, die in Echtzeit im Internet ausgestrahlt werden. Nutzer können durch diese Direktübertragung verschiedene Events wie z.B. Fußball live im Internet verfolgen.
Lizenzsender
Lizenzsender sind Sender, die einen Vertrag mit der AGF zum Datenbezug unterzeichnet haben. Die AGF unterscheidet zwei Lizenzangebote für Lizenzsender: die "Systempartizipation", die Zugang zu allen im System verfügbaren Daten beinhaltet und den "systemunabhängigen Datenbezug", der zum Bezug vorgefertigter elektronischer Berichte berechtigt.
LTE (Long Term Evolution)
LTE ist eine Abkürzung für Long Term Evolution und bezeichnet eine Übertragungstechnologie, die ein sehr schnelles Internet sowie die mobile Nutzung von VoD-Angeboten oder Videotelefonie ermöglicht. Die Datenübertragung mit LTE ist ein verbreiteter Standard für 4G-Mobilfunknetze. Ähnliche Leistungen bei Datenübertragungen waren bisher nur bei Glasfaserleitungen möglich.
ma (Media-Analyse)
Die ma ist eine im Auftrag der agma durchgeführte jährliche Befragung zum Medien-Nutzungsverhalten der deutschsprechenden Wohnbevölkerung in Privathaushalten. Sie ist mit ca. 65.000 Fällen die größte repräsentative Mediastudie in der Bundesrepublik Deutschland und dient demzufolge für viele andere Markt-Media-Studien als Außenvorgabe. Sie liefert damit auch die externen Sollvorgaben für die Haushalte im Fernsehforschungspanel. Die ma wiederum bezieht sich auf die amtliche Statistik, den Mikrozensus.
ma Intermedia
Die ma Intermedia ist eine Datei der agma, in der die Daten der medienindividuellen ma-Erhebungstranchen und des Fernsehforschungspanels gemeinsam zusammengeführt werden. Mit der Einführung des agma-Partnerschaftsmodells wurde 1987 beschlossen, die Fernsehdaten einmal jährlich in die ma zu fusionieren. Der Datensatz der ma Intermedia wird durch Fusionen gebildet. Im Intermedia-Datensatz sind die Medien Fernsehen, Zeitschriften, Tageszeitungen, Kino, Radio und Plakat auf Basis der Werbeträgerkontaktchance zählbar. Die Werbeträgerkontaktchance stellt die von der agma beschlossene Währungskonvention für intermediale Vergleichszählungen dar.
Maintenance
Die Maintenance ist ein Verfahren zur Komplettierung von fehlenden Daten, die i.d.R. durch Nichtbeantwortung von Erhebungsfragen zustande kommen. Sie wird im Fernsehforschungspanel angewandt, um Antwortausfälle aus den Anwerbeinterviews aufzufüllen. Die Vorgehensweise der Maintenance entspricht der Injektion nach der jährlichen Strukturerhebung.
Marketing-Zielgruppe
Als Marketing-Zielgruppe bezeichnet man die Personen, an die sich die Marketinginstrumente wie Kommunikations- und Preispolitik richten, d.h. der potenzielle Käufer- und Verbraucherkreis, der durch Marketing-Maßnahmen angesprochen werden soll.
Markt-Media-Analyse
Markt-Media-Analysen sind Studien, die in einer Single-Source-Erhebung Informationen sowohl zum Konsumverhalten als auch zur Mediennutzung erheben. Sie ermöglichen direkte Aussagen über das Kaufverhalten der Konsumenten auf Basis von verschiedenen Mediengattungen.
Marktanteil
Der Marktanteil gibt den prozentualen Anteil der durchschnittlichen Sehbeteiligung einer Sendung/eines Werbeblocks/eines bestimmten Zeitintervalls an der Gesamtsehdauer aller Programme zum jeweiligen Zeitpunkt an.
Marktstandard
Um in den Auswertungssystemen weiterhin zu ermöglichen, dass Auswertungen in videoSCOPE weiterhin analog dem Produktivsystem TV Scope 6.1 durchgeführt werden können, wurden sogenannte Marktstandards eingeführt. Es stehen zwei unterschiedliche Marktstandards zur Auswahl: Der Marktstandard TV und der Marktstandard Bewegtbild. Die Marktstandards unterschieden sich bezüglich der betrachteten Leistungen. Während der Marktstandard TV die Auswertung der klassischen TV-Welt analog dem Produktivsystem TV Scope 6.1 gewährleistet, enthält der Marktstandard Bewegtbild die konsolidierte Leistung, d.h. die über den fusionierten Datenbestand zusätzliche Streaming-Leistung.
Matching
Unter Matching versteht man die Verbindung von TV- und Streaming-Inhalten, die regelgebunden über den TV Sendestamm und den Streaming Contentstamm erfolgt.
media Control
media control ist ein führendes Marktforschungsunternehmen und Full-Service-Dienstleister für Medienbeobachtung, -analyse und –auswertung. Das Unternehmen vermarktet im Auftrag der AGF die Fernsehdaten an Dritte wie z.B. Presseunternehmen und Hochschulen.
Media-Mix
Media-Mix bezeichnet den Einsatz verschiedener Mediengattungen in einer Werbekampagne. Mediengattungen werden hierbei im Hinblick auf die Erreichung der Werbeziele optimal kombiniert.
Mediazielgruppe
Mediazielgruppen umfassen Zielgruppen von Werbemaßnamen, die anhand von soziodemografischen, psychologischen und medienbezogenen Merkmalen definiert werden. Dies ermöglicht eine genaue Zielgruppenbestimmung und damit eine zielgerichtete Nutzung von Medien.
Messtechnik
Jedes Empfangsgerät in den Haushalten des Fernsehpanels ist an ein Messgerät, angeschlossen. Das Messsystem besteht aus einem Anzeigefeld, dem eigentlichen Messgerät und einer Fernbedienung. Die im Haushalt lebenden Personen melden sich durch Knopfdruck auf einer ihnen zugeordneten Personentaste auf der Fernbedienung als Zuschauer an und ab. Die sekundengenau registrierten Daten werden im Messgerät gespeichert und über Telefonleitung an die Rechenzentrale der GfK Fernsehforschung weitergeleitet.
Methode 0/1
Die Methode 0/1 ist eine von zwei Verarbeitungsmethoden, die der Anwender bei Sonderanalysen in der AGF-Auswertungssoftware wählen kann. Hierbei werden Leistungswerte unabhängig von der Sehdauer berechnet. Wenn eine Nutzung vorliegt, wird der p-Wert auf 1 gesetzt. Es geht so immer das volle Gewicht einer Person in die Analyse ein. Es kann ein Vorfilter eingebunden sein, der die Personenmenge auf die 60-Sekunden-konsekutiv-Seher begrenzt.
Methode p-Wert
Die Methode p-Wert ist eine von zwei Verarbeitungsmethoden, die der Anwender bei Sonderanalysen in der AGF-Auswertungssoftware wählen kann. Hierbei wird die individuelle Sehbeteiligung/Sehdauer der Personen einer Sendung berücksichtigt. Jede Person wird mit dem Anteil gezählt, der ihrer Sehdauer im Verhältnis zur Dauer der Sendung (= p-Wert) entspricht.
MHP (Multimedia Home Plattform)
MHP ist eine Abkürzung für Multimedia Home Plattform und beschreibt einen Standard beim digitalen Fernsehen, der die Schnittstelle für alle eigenständigen oder programmbezogenen Zusatzdienste definiert. Es handelt sich um eine in Digital-Receiver integrierbare, offene Software-Plattform, die neben dem Empfang von digitalen Fernseh- und Radioprogrammen auch den Zugriff auf andere digitale Dienste oder Angebote über Satellit, Kabel oder Internet ermöglicht.
Mid-Roll
Mid-Rolls sind Werbespots im Onlinebereich, die zwischen dem Video Content geschaltet werden. Sie gehören zu den Linear Video Ads und laufen somit nie zeitgleich zum Video Content.
Mikrozensus
Der Mikrozensus ist eine jährliche repräsentative Haushaltsbefragung des Statistischen Bundesamtes zur Fortschreibung der Volkszählung, bei der ca. 1 % der Bevölkerung befragt wird. Die ma und damit auch das Fernsehforschungspanel beziehen sich mit ihren Außenvorgaben auf den Mikrozensus.
Mobile TV
Mobile TV (dt.: Mobiles Fernsehen) bezeichnet die Übertragung von Bewegtbildinhalten auf mobilen Endgeräten wie z.B. Smartphones oder Laptops. Die Sendungen können dabei über Internet oder Rundfunk auf die Geräte übertragen werden.
MOC (Media-Owner-Committee)
In dieser Organisationsform entscheiden ausschließlich die Fernsehsender. Andere Marktpartner wie Werbungtreibende und Agenturen haben ggf. eine gelegentliche beratende Funktion. Sie sind institutionell nicht in die Entscheidungsprozesse eingebunden.
Modem
Das Modem ermöglicht die Übertragung von digitalen Daten, die aus analogen Daten moduliert wurden, über Kommunikationsnetze wie das Telefon- oder das Kabelnetz, Standleitungen oder über Funknetze. Nach der Übertragung erfolgt eine Rückumwandlung in analoge Signale.
MPEG (Motion Picture Expert Group)
MPEG ist eine Abkürzung für Motion Picture Expert Group und umfasst einen Standard zur Kompression von digitalen Audio- und Videodaten. Die Datenkompression ist dabei verlustbehaftet, da das Original bei der Decodierung nicht mehr exakt generiert werden kann.
Multifeed
Multifeeds sind im AGF-System Zusammenfassungen von Sendungen, die auf verschiedenen Subfeeds ausgestrahlt werden. Sie sind i.d.R. über die Benutzeroberfläche für die Zuschauer als ein Angebotspaket sichtbar (z.B. Bundesliga-Konferenz) und auch für die Vermarktung als ein Angebot buchbar. Typisch ist diese Angebotsform auf der Sky-Plattform.
Negativliste
Die Negativliste umfasste bis Ende 2009 Sender, die an keinem Ort analog terrestrisch empfangen werden konnten. Sie diente der korrekten Zuordnung der Empfangsebenen nach AGF-Definition.
Nettokumulation
Die Nettokumulation beschreibt ein Verfahren der Kumulations- und Frequenzanalyse, in der das Zuschauerwachstum über mehrere Sendungen mittels Nettokombination berechnet wird. In der Berechnung der Leistungswerte kann dabei zwischen der Methode 0/1 und der Methode p-Wert gewählt werden. Die in die Nettokumulation einbezogenen Personen gehen im Unterschied zur Kontaktsummenbildung nur einmal in die Berechnung ein, unabhängig davon, wie viele Sendungen der Sendungsliste sie gesehen haben.
Nettoreichweite
Die Nettoreichweite gibt die Anzahl der Personen an, die durch einen Bewegtbild-Inhalt (Sendung, Werbung, Zeitabschnitt, Video) mindestens einmal erreicht wurden. Das Berechnungsverfahren für die Nettoreichweite wird zumeist als Kumulations- und Frequenzanalyse bezeichnet. Hierbei geht jede Person entweder mit ihrer anteiligen gewichteten Sehbeteiligung (p-Werte-Verfahren) oder mit ihrem vollen Gewicht (0/1-Verfahren mit Schwellenwert) ein. Jede Person kann hierbei nur einmal gezählt werden.
Nicht-lineares Fernsehen
Nicht-lineares Fernsehen beschreibt die von der Ausstrahlung der Fernsehinhalte und ihrem Programmfluss losgelöste Nutzung von Fernsehinhalten. Dies kann über den Einsatz von Aufzeichnungsgeräten erfolgen, mit deren Hilfe Inhalte zu einem späteren Zeitpunkt nach der Ausstrahlung genutzt werden können (zeitversetzte Nutzung) oder durch die vom Ausstrahlungszeitpunkt unabhängige individuelle Auswahl von im Internet bereit gestellten Inhalten (VoD).
Nicht-Nutzer
Nicht-Nutzer umfassen ein gegen die Berichtsbasis abgegrenztes Personensegment, das eine Sendung oder mehrere Sendungen nicht gesehen hat. Die Sehdauer ist gleich 0.
Nielsen
The Nielsen Company ist ein internationales Marktforschungsunternehmen, das seinen deutschen Hauptsitz in Frankfurt am Main hat. Nielsen ist Dienstleister der AGF im Bereich der Videostreaming-Messung.
Non-linear Video Ad
Non-linear Video Ads bezeichnen eine Unterform der In-Stream Video Ads, bei der Werbebotschaften überlappend in einem Teil des Video Contents platziert werden. Die Werbung wird hierbei non-linear geschaltet, d.h. sie läuft parallel zum Video Content. Es wird weiter zwischen Overlay Ads und Branded Playern bei Non-linear Video Ads unterschieden.
Nutzer
Nutzer umfassen ein gegen die Berichtsbasis abgegrenztes Personensegment, für das die Sehdauer einer Sendung größer 0 ist. Es muss hier keine Mindestnutzungsbedingung erfüllt werden.
Nutzungsanteil
Beim Nutzungsanteil handelt es sich um ein Fact, das den Anteil des Nutzungsvolumens in einer Ausgabezelle eines Kumulationsschritts im Verhältnis zum gesamten Nutzungsvolumen in der Auswertung angibt.
Nutzungsbasis
Die Nutzungsbasis bietet in TV Scope als Datenfilter die Möglichkeit, bestimmte Nutzungsdaten als Auswertungsbasis für Zählungen zu filtern und damit TV Gesamt zu verändern.
OMG (Organisation der Mediaagenturen im Gesamtverband der Werbeagenturen)
OMG ist eine Abkürzung für Organisation der Mediaagenturen im Gesamtverband der Werbeagenturen und repräsentiert die Interessenvertretung der Werbe- und Mediaagenturen gegenüber den Medien. Die Organisation ist durch Delegierte in den Gremien der AGF an der Kontrolle und Weiterentwicklung des AGF-Systems beteiligt.
Online-Umfrage
Online-Umfragen sind internetbasierte Befragungen, die im Gegensatz zu Papierfragebögen online ausgefüllt werden. Sie sind damit besonders preiswert und ermöglichen eine schnelle Erhebung von Daten.
OS-System (Research Company Own Service)
Die Daten werden durch ein Marktforschungsunternehmen erhoben, das auf privatkommerzieller Basis mit den einzelnen Abnehmern (z.B. Sendern) separate Verträge abschließt (z.B. in den USA AC Nielsen).
OTS (Opportunity to see)
Siehe Durchschnittskontakt
Overlay Ad
Overlay Ads bezeichnen eine Werbeform der Non-Linear Video Ads. Sie zeichnen sich darüber aus, dass sie – ähnlich wie Banner – parallel zum Video Content ausgestrahlt werden. Durch das Klicken auf ein Overlay Ad können die Nutzer z.B. direkt auf die Seite der Werbungtreibenden weitergeleitet werden.
Overspill
Overspill bezeichnet die Empfangbarkeit und/oder die Nutzung eines Fernsehsenders über das eigentlich vorgesehene Sendegebiet hinaus. Dadurch erhöht sich die technische Reichweite eines Senders.
OWM (Organisation der Werbungtreibenden im Markenverband)
OWM ist eine Abkürzung für Organisation der Werbungtreibenden im Markenverband repräsentiert die Interessenvertretung der Werbungtreibenden gegenüber den Medien. Die Organisation ist durch Delegierte in den Gremien der AGF an der Konzeption und Kontrolle des AGF-Systems beteiligt.
p-Wert
Der p-Wert ist der Anteil, den eine Person an einer Sendung/einem Werbeblock/einem Zeitintervall gesehen hat. Er ist definiert als der Quotient aus PIN und Sendungsdauer.
PAL (Phase Alternative Line)
PAL ist eine Abkürzung für Phase Alternative Line und bezeichnet ein Verfahren zur Übertragung von Farbbildern beim analogen Fernsehen. Es wird häufig mit der Fernsehnorm gleichgesetzt, nach der 25 Bilder pro Sekunde und pro Bild ca. 400.000 Pixel in 625 Zeilen gesendet werden.
Panel
Panels stellen verkleinerte Abbilder der Grundgesamtheit dar. Das charakteristische eines Panels ist, dass identische Beobachtungseinheiten im Zeitablauf erhoben und gemessen werden. Befragungen die auf dem Panelsystem beruhen haben den Vorteil, die Stabilität und den Wandel von Einstellungen in einem Zeitverlauf (z.B. zwischen verschiedenen Erhebungswellen) einer identischen Stichprobe wiedergeben zu können.
Panelboost
Die Desktop-Panelisten fungieren als Donoren, deren Streaming-Nutzung auf die Rezipienten im TV-Panel übertragen wird. Aufgrund der deutlich höheren Fallzahl von Streaming-Nutzern im Desktop-Panel im Vergleich zum TV-Panel wird das TV-Panel für die Fusion "geboostet": Jeder TV-Panelist wird technisch etwa verdreifacht. Um sicherzustellen, dass die TV-Reichweiten unverändert bleiben, wird das Gewicht der geboosteten Panelisten zum Ausgleich gedrittelt. Das Donoren-Rezipienten-Verhältnis liegt derzeit bei etwa 3:1.
Panelfluktuation
Panelfluktuation beschreibt den Austausch von Personen/Haushalten durch Hinzukommen und Ausscheiden im Panel. Es wird unterschieden zwischen einer "natürlichen" Panelfluktuation, bei der keine Eingriffe zum Hinzukommen oder Ausscheiden der Panelmitglieder erfolgen und der "künstlichen" Panelfluktuation, die gezielt eingesetzt wird, um einen Austausch der Panelhaushalte zu erreichen. Im Fernsehforschungspanel findet keine künstliche Panelfluktuation statt. Die natürliche Panelfluktuation liegt bei rd. 20 Prozent pro Jahr.
Pay-per-View
Pay-per-View umfasst Pay-TV-Angebote, bei denen der Zuschauer nur für die tatsächlich gesehenen Sendungen bezahlt. Die Angebote können individuell bestellt und freigeschaltet werden.
Pay-TV
Pay-TV bezeichnet kostenpflichtige Fernsehprogramme, die verschlüsselt ausgestrahlt werden und nur mit entsprechendem Decoder genutzt werden können. Die Programme werden im Rahmen eines Abonnements eines Pay-TV-Senders angeboten.
pc#tv
pc#tv ist eine ehemalige von der GfK Fernsehforschung entwickelte Auswertungssoftware der AGF, die von 1985 bis Juli 2009 im Einsatz war. Die Software deckt die Bereiche Reporting und Standardanalysen ab.
pc#tv analyse
pc#tv analyse ist eine ehemalige von der GfK Fernsehforschung entwickelte Auswertungssoftware der AGF. Im Gegensatz zu pc#tv können mit pc#tv analyse u.a. Sonderanalysen zur Untersuchung von Zuschauerwachstum, Zuschaueridentitäten, Zuschauerbewegungen und Zuschauerkonstellation durchgeführt werden.
Personenanmeldung
Die Personenanmeldung ist ein Verfahren zur Feststellung, welche Person in einem Panelhaushalt fernsieht. Dies geschieht mittels einer speziellen Fernbedienung, auf der jedem Mitglied des Haushaltes eine persönliche Taste zugewiesen ist. Durch einen einfachen Tastendruck kann der Zuschauer sich als fernsehend „anmelden“, durch einen erneuten Tastendruck wieder abmelden. Hierdurch können PIN-Daten gemessen werden. Gäste melden sich über eine eigene Taste auf der Fernbedienung an und ab. Sie geben bei ihrer Anmeldung Alter und Geschlecht ein.
PIN (Personenindividuelle Nutzung)
PIN ist eine Abkürzung für personenindividuelle Nutzung und umfasst die Anzahl der Sekunden, die eine Person von einer Sendung, einem Werbeblock oder einem vordefinierten Zeitintervall gesehen hat.
PIN-Daten
PIN-Daten sind personenindividuelle Nutzungsdaten für Fernsehnutzung, d.h. für jedes einzelne Panelmitglied und jede zu untersuchende Sendung/Werbeblock/Zeitschnitt liegt ein Nutzungswert vor. Die PIN-Daten werden etwa zur Bildung individueller Zielgruppen benötigt.
PiP (Picture in Picture)
Die PiP-Funktion eines Fernsehgeräts ermöglicht während eines laufenden Programms in einem kleinen Vorschaubild auf einen anderen Kanal umzuschalten, ohne das laufende Programm zu unterbrechen. Um das zweite Bild darzustellen, ist entweder eine zweite AV-Quelle oder ein zweiter Tuner notwendig.
Pixel
Pixel bezeichnen einzelne Bildpunkte aus denen ein Fernsehbild zusammengesetzt ist. Je höher die Anzahl der Pixel, umso schärfer ist das Fernsehbild, d.h. umso höher ist die Auflösung.
Plan TV
Plan TV ist eine von DAP GmbH entwickelte AGF-Auswertungssoftware zur Planung von Werbekampagnen. Die Software dient in erster Linie zur vergleichenden Bewertung von Kampagnen und zur Ermittlung von Planalternativen. Sie kann aber auch zur Kostenkalkulation eines Mediaplans und zur Nachevaluierung bereits geschalteter Pläne herangezogen werden. Plan-TV arbeitet auf Basis der Daten des Fernsehforschungspanels und ermöglicht eine Planung nach Monaten und Kalenderwochen. Jeder Monat, für den Informationen über Werbeblöcke und Preise vorliegen, ist planbar. Leistungswerte werden auf der Basis durchschnittlicher Nutzungswerte der Vergangenheit berechnet.
Plattform
Plattformen umfassen im Bereich Fernsehen ein Angebot von kostenpflichtigen Pay TV-Programmen von Plattformbetreibern und Verbreitungsunternehmen. Digitale Basispakete von Kabelnetzbetreibern oder Angebote zum HD+ -Empfang von Satellitenbetreibern sind hier nicht beinhaltet.
Plattformstudie
Die Plattformstudie ist eine von der AGF in Auftrag gegebene gesonderte Studie, die zweimal jährlich – zum 01.01 und 01.07. – aktuelle Vorgaben zum Potenzial und zur Verteilung von Haushalten mit Zugang zu einer Plattform in der Bundesrepublik Deutschland liefert. Die Studie wird von TNS Infratest durchgeführt und dient als Außenvorgabe für die strukturelle Panelsteuerung sowie für die Gewichtung und Hochrechnung der Plattformhaushalte.
Podcast
Podcasts sind Radio- oder Fernsehsendungen, die sich unabhängig von der Zeit der tatsächlichen Ausstrahlung überall – bspw. auf Smartphones, MP3-Playern oder Laptops – konsumieren lassen. Dabei wird die Musik oder die Sprache als Episode im XML-Format definiert. Ein Podcast besteht aus mindestens zwei – möglichst komprimierten – Dateikomponenten: der XML-Datei und den Mediendateien.
Podcasting
Podcasting bezeichnet das Produzieren oder Bereitstellen von Audio- und Videodateien über das Internet. Die Bezeichnung setzt sich aus den Begriffen des MP3-Players iPod und Broadcasting zusammen.
Post-Roll
Post-Rolls sind Werbespots im Onlinebereich, die nach dem Video Content geschaltet werden. Sie gehören zu den Linear Video Ads und laufen somit nie zeitgleich zum Video Content.
Potenzial
Das Potenzial gibt die Größe einer Zielgruppe in der Bevölkerung an. Es kann als absolute Zahl in Millionen ermittelt werden oder als prozentualer Anteil an der Grundgesamtheit. Im Fernsehforschungspanel wird das Potenzial als Summe der gewichteten Anzahl einer Zielgruppe, die einer Auswertung zugrunde liegt, bezogen auf die Grundgesamtheit berechnet.
Pre-Roll
Pre-Rolls sind Werbespots im Onlinebereich, die vor dem eigentlichen Video Content geschaltet werden. Sie gehören zu den Linear Video Ads und laufen somit nie zeitgleich zum Video Content.
Preisgruppe
Die Preisgruppe bestimmt den Spotpreis in der Werbeinsel. Sie ist der Tarifart untergeordnet und Bestandteil der achtstelligen Werbeblockcodierung.
Profilanalyse
Die Profilanalyse beschreibt die Nutzer oder Nicht-Nutzer einer Sendung oder eines Intervalls bezüglich der Merkmale der Strukturerhebung (z.B. soziodemografische Merkmale, Konsumgewohnheiten oder Kaufabsichten) und gibt damit einen Überblick über Nutzerprofile.
Programmcodierung

Die Programmcodierung der AGF ist ein inhaltsanalytisches Instrument zur Codierung von allen Sendungen der daran teilnehmenden Sender. Mit den Programmcodierungsdaten können vergleichende programmspartenbezogene Analysen durchgeführt werden.

Publisher
Ist die inhaltliche Bezeichnung eines Videoanbieters. Der Publisher wird über die Content-Management-Systeme der Anbieter gepflegt. Es findet eine Harmonisierung der Publisher-Namen statt, in der unterschiedliche Schreibweisen vereinheitlicht werden.
Push-Button-Verfahren
Das Push-Button-Verfahren beruht auf dem Prinzip der aktiven Metermessung. Es ermöglicht eine Personenidentifizierung über individuelle Personentasten zur An- und Abmeldung an der Fernbedienung des Messgeräts.
PVR (Personal Video Recorder)
Siehe DVR
Quota-Verfahren
Das Quota-Verfahren beschreibt ein Auswahlverfahren zur Anwerbung von Panelhaushalten, bei dem die Interviewer einen Quotenplan mit vorgegebenen Merkmalen (z.B. Alter, Geschlecht, Bildung) erhalten. Erfüllt ein teilnahmebereiter Haushalt eine der im Quotenplan vorgegebene Merkmalskombinationen, kann er vom Interviewer angeworben werden.
Random-Route-Verfahren
Das Random-Route-Verfahren beschreibt ein mehrstufiges Auswahlverfahren zur Anwerbung von Panelhaushalten für vorgegebene Sampling Points, bei dem die Interviewer pro Point genaue Startadressen mit detailliertem Begehungsplan vorgegeben bekommen. Die Haushalte, die kontaktiert werden sollen, werden dann nach einem festgelegten Zufallsverfahren bestimmt.
Rangreihe
Rangreihen bezeichnen in der Fernsehplanung Anordnungen von Sendern, Zeitschienen oder Werbeblöcken nach TKP, Reichweite oder Affinität zum Leistungsvergleich in der relevanten Zielgruppe. Sie werden vor allem zur Auswahl von geeigneten Werbeblöcken für eine Kampagne verwendet.
Rating
Rating ist ein englisches Synonym für die durchschnittliche Sehbeteiligung einer Sendung oder eines Werbeblocks in Prozent (Einschaltquote). Der Begriff ist zu unterscheiden von Reach.
Reach
Reach ist ein englisches Synonym für die Nettoreichweite einer Sendung, Sendungsliste oder Kampagne. Der Begriff ist zu unterscheiden von Rating.
Red Button Applikation
Die Red Button Applikation ist eine automatisch ausgeführte Applikation im Sinne des HbbTV-Standards. Sie wird mit einem Rundfunkprogramm ausgestrahlt und im Hintergrund gestartet, sofern sie als „autostart“ signalisiert wird. Oft zeigen diese Applikationen einen roten Button auf dem Bildschirm und signalisieren damit, dass durch Drücken der roten Farbtaste die Anwendung aktiviert und sichtbar dargestellt werden kann. Eine solche Applikation ist typischerweise die Portalseite eines Senders, um dem Zuschauer weitere Informationen und Dienste wie z.B. den Zugriff auf eine Mediathek anzubieten.
Reliabilität
Reliabilität bezeichnet die Zuverlässigkeit und Messgenauigkeit eines angewandten Messverfahrens. Im AGF-System dient der ICC der Reliabilitätsprüfung.
Repräsentativität
Repräsentativität bezeichnet die Übereinstimmung von Stichprobe und Grundgesamtheit in allen relevanten Strukturmerkmalen. Das Fernsehforschungspanel ist repräsentativ für die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland und bildet die Fernsehnutzung in Haushalten ab.
Sampling Point
Sampling Points sind kleinräumige Flächen, die sich aus kleinen Gemeinden, Stadtteilen oder einzelnen Straßenabschnitten zusammensetzen und so das gesamte bewohnte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland abdecken. Auf diesen ca. 53.000 Points basiert das Stichprobensystem ADM-Mastersample. Für das Fernsehforschungspanel werden entsprechend der vorgegebenen Verteilung der Panelhaushalte auf die Bundesländer nach einem Zufallsprinzip Sampling Points ermittelt, in denen dann jeweils eine Anwerbung eines Haushalts erfolgt.
Satellitenreceiver
Der Satellitenreceiver ist neben der Schüsselantenne ein zum Satellitenempfang benötigtes Zentralgerät, das mittels einer Infrarot-Fernbedienung die direkte Auswahl einzelner Fernseh- und Radiokanäle erlaubt.
Scart
Scart ist ein Anschluss mit europäischem Standard, der eine Kabelverbindung von Fernsehgeräten und anderen Audio- und Videogeräten ermöglicht. Mit einem Scart-Kabel können Bild- und Tonsignale z.B. von DVD-Playern auf dem Fernseher wiedergegeben werden.
Scharnierwerbeblock
Scharnierwerbeblöcke sind Werbeblöcke zwischen zwei aufeinanderfolgenden Fernsehsendungen. Sie liegen zwischen dem Ende einer Sendung und vor dem Anfang einer neuen Sendung.
Screening-Interview (entfällt seit 2012)
Das Screening-Interview ist der erste Schritt zur Anwerbung von Panelhaushalten. Mit einem Kurzfragebogen werden von mehreren Haushalten pro Sampling Point in einem Face-to-Face-Interview Strukturinformationen gewonnen. Daraus werden dann entsprechend den Sollvorgaben Haushalte mit passender Struktur für die Anwerbung ausgewählt.
SDTV (Standard Definition Television)
SDTV ist eine Abkürzung für Standard Definition Television und umfasst einen Qualitätsstandard beim digitalen Fernsehen. Die Auflösungen sind bei SDTV geringer als bei HDTV.
Second Screen
Second Screen (dt.: zweiter Bildschirm) beschreibt die Nutzung eines zweiten Bildschirms wie z.B. ein Smartphone oder Laptop parallel zum Fernsehgerät.
Sehbeteiligung
Die Sehbeteiligung gibt an, wie viele Personen einer Zielgruppe durchschnittlich ferngesehen haben. Jede Person wird mit dem Anteil gezählt, der ihrer Sehdauer (PIN) im Verhältnis zur Dauer der Sendung entspricht. Dieser Quotient aus Sehdauer zu Sendungsdauer wird mit dem Gewicht pro Person zur individuellen Sehbeteiligung verrechnet. Die Summe aller individuellen Sehbeteiligungen über alle Personen ist die durchschnittliche Sehbeteiligung der Sendung.
Seher
Seher beschreibt das Potenzial der Nutzer einer Sendung mit einer Mindestnutzungsbedingung von einer Minute konsekutiv nach der Methode 0/1. Jede Person, die an einer Sendung eine Sehbeteiligung aufweist (d.h. p-Wert > 0) und die Mindestnutzungsbedingung von einer Minute konsekutiv erfüllt, wird gezählt und als Seher dieser Sendung ausgewiesen.
Sendeprotokoll
Das Sendeprotokoll ist die sekundengenaue Darstellung des Sendeablaufs eines bestimmten Senders an einem Sendetag. Es enthält pro ausgestrahlte Sendung u.a. Beginn und Endzeit bzw. Dauer und Titel der Sendung. Dies ermöglicht eine Zuordnung der sekundengenau gemessenen Sendernutzung einer konkreten Sendung oder eines Werbeblocks.
Sendetag
Der Sendetag beginnt im AGF-System um 3:00 Uhr am Morgen und dauert bis 2:59 Uhr in der darauf folgenden Nacht. Alle Sendungen dieses Zeitabschnitts erhalten das gleiche Kalenderdatum. Der Datumswechsel erfolgt nach dieser Definition um 03:00 Uhr morgens. Diese vom üblichen Kalender abweichende Einteilung hat sich aufgrund des Zuschauerverhaltens für die Programm- und Werbeplanung als zweckmäßig erwiesen. Dabei ist u.a gewährleistet, dass beim nächtlichen Datenabruf jeweils alle Daten zur Fernsehnutzung des vorherigen Fernsehtages gleichzeitig abgerufen und vormittags berichtet werden können.
Set-Top-Box
Die Set-Top-Box ist ein Zusatzgerät zum Fernsehgerät, das dessen Funktionen erweitert. Es kann sich dabei z.B. um einen Satellitenempfänger oder Decoder für den Empfang von digitalen Fernsehprogrammen oder Pay-TV handeln.
Simulcast
Simulcast beschreibt eine zeitgleiche Ausstrahlung von identischen Inhalten durch einen oder unterschiedliche Programmanbieter (Kanäle) über analoge und digitale Übertragungsmöglichkeiten. Ein Programm eines Senders kann z.B. über Kabel analog oder digital empfangen werden.
Single Source
Single Source beschreibt die Gewinnung von Daten in einer einzigen Erhebung. Aus einer Stichprobe können damit verschiedene Merkmale z.B. für umfangreiche Mediaanalysen genutzt werden und müssen nicht wie bei einer Fusion aus unterschiedlichen Befragungen gezogen werden.
Singlespot
Singlespots umfassen Einzelspots, die außerhalb eines Werbeblocks im laufenden Programm geschaltet werden. Die Aufmerksamkeit ist dabei ganz auf den jeweiligen Werbespot gerichtet.
SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH
SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH ist ein Full Service Institut aus dem Marketing-Services-Bereich, das im Wesentlichen qualitative und quantitative Marktforschung betreibt, besorgt und unterstützt. Das Institut verfügt über einen eigenständigen, qualitativ-psychologischen Forschungsansatz zur Beschreibung von Zielgruppen, die sogenannten Sinus-Milieus®, der u.a. von der AGF zur Optimierung von Zielgruppenbestimmungen verwendet wird.
Sinus-Milieus®
Die Sinus-Milieus® sind eine Erweiterung der bisherigen Zielgruppenauswertungen, die überwiegend auf soziodemographischen Merkmalen beruhen. Die Definition der Sinus-Milieus® geht aus von der Lebenswelt und dem Lebensstil der Menschen - und nicht von formalen demographischen Kriterien wie Schulbildung, Beruf oder Einkommen. Grundlegende Wertorientierungen gehen dabei ebenso in die Analyse ein wie Alltagseinstellungen (zur Arbeit, zur Familie, zur Freizeit, zum Konsum). Die AGF-Daten sind nach Sinus-Milieus® auswertbar.
Site-centric Messung
Die Site-centric Messung ist ein Ansatz zur Messung von Reichweiten. Die Messung bezieht sich dabei auf die Seitenaufrufe einer Webseite z.B. anhand von Cookies.
Smart TV
Smart TVs umfassen moderne Fernsehgeräte mit Zusatzfunktionen wie z.B. einen Zugang zum Internet oder heimischen Netzwerk oder USB-Anschlüsse. Sie ermöglichen das Darstellen und Abspielen von Internetseiten, Videos, Audioclips oder den Zugriff auf soziale Netzwerke. I.d.R. bieten Smart TVs weitere Features (z.B. Media Player) als zusätzliche Applikationen an.
Smartcard
Die Smartcard hat das Format einer Telefonkarte und dient der Freischaltung eines Pay-TV-Programms. Über sie erkennt die Entschlüsselungssoftware des Pay-TV-Anbieters, dass es sich um einen Abonnenten handelt. Die Entschlüsselungssoftware kann sich entweder bereits auf einer vom Pay-TV-Anbieter bereit gestellten Set-Top-Box oder auf dem CI-Modul befinden.
Sollvorgaben
Siehe Außenvorgaben
Sonderwerbeformen
Sonderwerbeformen umfassen alle Formen von Fernsehwerbung, die sich durch Art, Inhalt, Länge und Präsentation vom klassischen Fernsehspot unterscheiden (z.B. Sponsoring, Split-Screen, Singlespot, News-Watch).
Spartenprogramm
Spartenprogramme orientieren sich im Gegensatz zu Vollprogrammen an einzelnen Zielgruppen und speziellen Interessengebieten wie z.B. Kinder, Sport, Nachrichten/Information, Spielfilme oder Musik.
Split Screen
Split Screens bezeichnen die gleichzeitige Ausstrahlung von Werbung und Programm durch eine Teilung des Bildschirms. Sie gehören zu den Sonderwerbeformen der Fernsehwerbung.
Sponsoring
Sponsoring beschreibt die Präsentation eines Produkts vor, während oder nach einer Sendung in Form eines kurzen Werbeelements von zumeist ca. 7 Sekunden. Für Sponsorenhinweise gelten medienrechtlich strengere Vorschriften als für andere Formen der Fernsehwerbung. Sie dürfen bspw. keine Werbeaussagen enthalten.
SSU (Sound Sampling Unit)
SSU ist eine Abkürzung für Sound Sampling Unit und erfasst alle Audiosignale der im AGF-System gemessenen Sender und komprimiert diese als Datenmuster. Die aufgezeichneten Referenzdaten werden mit den über UMX gemessenen Nutzungsdaten abgeglichen. Bei einem positiven Match kann die Nutzung einem Sender zugewiesen werden.
Steuerungsmerkmale

Steuerungsmerkmale sind festgelegte Haushalts- und Personenmerkmale, die bei der Auswahl und Anwerbung von Haushalten für das Fernsehforschungspanel berücksichtigt werden.

Dabei handelt es sich um folgende Kriterien:

  • Bundesland
  • Kreis
  • Ortsgröße (BIK)
  • Empfangsebene (AGF-Definition)
  • Haushaltsgröße
  • Alter des HEB
  • Bildung des HEB
  • Vorhandensein von Kindern im Haushalt
  • Plattformhaushalte (nur für die Ebenen Satellit und Kabel)
Stichprobe
Stichproben umfassen eine Zufallsauswahl einer Teilmenge aus der Grundgesamtheit. Beim Fernsehforschungspanel handelt es sich um eine Haushaltsstichprobe, d.h. in den gezogenen Sampling Points wird jeweils ein Haushalt nach soziodemographischen Kriterien und nach Art des Programmempfangs für das Fernsehforschungspanel angeworben. Bei einer disproportionalen Stichprobe liegen regionale Über- oder Unterdeckungen vor. Die Stichprobe des Fernsehforschungspanels ist disproportional angelegt, um auch kleinere Bundesländer mit ausreichender Fallzahl ausweisen zu können.
Streaming
Streaming bezeichnet die Datenübertragung von Inhalten bei gleichzeitigem Empfang eines kontinuierlichen Datenstroms aus dem Internet. Dabei können Streams (Musik oder Filme) angeschaut werden, ohne dass sie vollständig heruntergeladen werden müssen. Es bildet damit das Äquivalent für Broadcasting-Techniken wie Hörfunk und Fernsehen im Internet.
Streaming Media
Streaming bedeutet Datenübertragung von Inhalten und gleichzeitiger Empfang eines kontinuierlichen Datenstroms aus dem Internet. Dabei können Streams (Musik oder Filme) angeschaut werden, ohne dass sie vollständig heruntergeladen werden müssen. Streaming Media bildet damit das Äquivalent für Broadcasting-Techniken wie Hörfunk und Fernsehen im Internet.
Streaminganteil
Der Streaminganteil ist ein Fact, das den Anteil der Streamingleistung (Nettoreichweite Streaming) in einer Ausgabezelle eines Kumulationsschritts im Verhältnis zur Gesamtleistung der Auswertung (Net-toreichweite Gesamt) angibt.
Streuplan
Der Streuplan liefert einen Überblick über alle geplanten Werbemaßnahmen innerhalb einer Kampagne. Er gibt bspw. an, zu welchem Zeitpunkt verschiedene Werbemittel unterschiedlicher Werbeträger platziert sind.
Streuverlust
Streuverluste umfassen Personen, die von einer Werbekampagne erreicht wurden, aber nicht der definierten Mediazielgruppe angehören. Diese Personen werden zwar erreicht, allerdings erzielen die Werbebotschaften nicht die erwünschte Wirkung, da sie sich nicht für die Inhalte der Werbung interessieren.
Strukturerhebung

Die Strukturerhebung ist eine jährliche schriftliche Erhebung zur Struktur und Ausstattung der Haushalte im Fernsehforschungspanel. Sie dient der Aktualisierung der Informationen über die Panelteilnehmer. Die abgefragten Haushalts- und Personenmerkmale bilden die Grundlage für die Vielzahl an auswertbaren Zielgruppen. Alle neu ins Fernsehforschungspanel hinzukommenden Personen erhalten diesen Fragebogen ebenfalls im Rahmen der Anwerbung.

  • Erfragt werden u.a. die Themen
  • Empfangsbedingungen im Haushalt
  • Ausstattung mit technischen Geräten
  • Präferenzen für Genres im Fernsehen
  • Produktverwendung
  • Wohnsituation
  • Sinus-Milieus
  • Soziodemografische Merkmale (z.B. Alter, Bildung, Geschlecht)
Subfeed
Subfeeds sind technisch gesehen Fernsehkanäle. Sie werden jedoch als „Unterkanal“ einer gleichzeitigen Übertragung eines Events auf mehreren Kanälen Bestandteil eines Multifeed. Subfeeds können flexibel unterschiedlichen Events zugeordnet werden. Durch technische Vorkehrungen sind sie für den Nutzer meist nicht direkt wählbar, sondern im Rahmen eines Angebotspakets vorhanden.
SVoD
SVoD steht für Subscription-Video-on-Demand. Darunter versteht man Videostreaming-Angebote, die ein Nutzer gegen ein monatliches oder jährliches Entgelt via Abonnement beziehen kann.
Tagging
Tagging beschreibt eine Technik, die in einer Webseite zur Messung von Online-Traffic eingebunden wird. Damit können sämtliche Aktivitäten auf einer getaggten Webseite erfasst und gesammelt werden.
Tandemspot
Tandemspots sind zwei oder mehrere Spots, die kurz aufeinanderfolgend innerhalb eines Werbeblocks ausgestrahlt werden und identische oder sich ergänzende Werbebotschaften besitzen.
Tarif
Tarif bezeichnet den offiziellen Bruttopreis, den ein Sender für die Ausstrahlung eines 30-Sekunden-Spots in einer Fernsehwerbeinsel berechnet. Er dient als Grundlage zur Berechnung des TKP in den Auswertungssystemen der AGF.
Tarifart
Tarifarten ordnen Werbeinseln zu verschiedenen Bereichen, die die Art der Werbung definieren, zu. Darunter fallen z.B. Standardtarife, Eventtarife oder Sondertarife. Sie sind Teil der achtstelligen Werbeblockcodierung.
TC score

TC score ist ein von der GfK Telecontrol (TC) entwickeltes Messgerät, mit dem seit 2009 die Fernsehnutzung im Fernsehforschungspanel erfasst wird. Das TC score misst – neben den bisherigen klassischen Empfangswegen Kabel, Terrestrik, Satellit (jeweils analog und digital) und analogen Videorecordern – zusätzlich die Nutzung zeitversetzten Sehens über digitale Aufzeichnungsgeräte wie Festplatten- und DVD-Recorder sowie die Messung von EPGs. Eine Integration weiterer Messmodule durch offene Schnittstellen, die auch den Einsatz der Technologien Dritter erlauben, ist jederzeit möglich.

Zur Anmeldung von Zuschauern steht eine Fernbedienung zur Verfügung, auf der sich bis zu 16 Haushaltsmitglieder sowie 16 fernsehende Gäste anmelden können.

TC UMX
Das UMX-System ist eine ergänzende Messtechnik, die im Fernsehforschungspanel zur Messung von IPTV und bestimmter Smartcards von Kabelanbietern eingesetzt wird. Das System basiert auf dem Verfahren des Audiomatching.
TC XL
TC XL ist ein Messgerät der GfK Telecontrol (TC), das bis 2009 im AGF-System eingesetzt wurde. Das Verfahren wird alternativ auch "Tuner-im-Meter-Verfahren" bezeichnet. Es basiert auf einer direkten Frequenzmessung.
Technische Reichweite
Die Technische Reichweite gibt die theoretische Gesamtzahl von Haushalten eines Gebietes an, die technisch in der Lage wären, einen Fernsehsender zu empfangen. Dabei wird aber nicht berücksichtigt, ob alle Haushalte innerhalb der technischen Reichweite ein Fernsehgerät besitzen oder den betroffenen Sender auch an einem Empfangsgerät im Haushalt eingestellt haben.
Teilnahmegewichtung
Die Teilnahmegewichtung wird für die Berechnung von Längsschnittanalysen wie z.B. der Kumulations- und Frequenzanalyse benötigt, bei denen das Sehverhalten von Einzelpersonen über einen längeren Zeitraum analysiert wird. Dabei werden alle Haushalte und Personen einbezogen, die mindestens einmal Daten geliefert haben. Je kontinuierlicher die Datenlieferung, desto höher ist das Teilnahmegewicht. Haushalte und Personen, die nur kurzzeitig Daten geliefert haben, haben also einen geringeren Einfluss auf die Analyseergebnisse.
Telepromotion
Telepromotion ist eine Form der Dauerwerbesendung. Es handelt sich um redaktionell gestaltete Werbung für Waren oder Dienstleistungen.
Teleshopping
Teleshopping umfasst eine Einkaufssendung im Fernsehen, bei der die Zuschauer die Möglichkeit haben, die vorgestellten Produkte und Dienstleistungen direkt telefonisch, per Fax oder auf einer speziellen Internetseite zu bestellen.
Time-Shift
Time-Shift ist eine Form von zeitverzögerter Nutzung, bei der eine Fernsehsendung pausiert und aufgenommen werden kann. Die aufgenommene Sendung kann während der Aufnahme weitergeschaut werden. Die Wiedergabe ist jedoch je nach Fernsehgerät zeitlich begrenzt, da die Aufnahme nicht dauerhaft gespeichert wird.
TKP (Tausend-Kontakt-Preis)
TKP ist eine Abkürzung für Tausend-Kontakt-Preis und gibt an, wie viel investiert werden muss, um mit einem Spot in einem Werbeblock insgesamt 1.000 Fernsehzuschauer einer Zielgruppe zu erreichen. Der Preis ergibt sich aus dem Quotienten der Bruttokosten für einen 30-Sekunden-Spot und der durchschnittlichen Sehbeteiligung der Werbung, multipliziert mit 1.000.
TNP (Tausend-Nutzer-Preis)
TNP ist eine Abkürzung für Tausend-Nutzer-Preis und gibt an, wie viel investiert werden muss, um mit einem Werbespot insgesamt 1.000 verschiedene Personen in der Zielgruppe mindestens einmal zu erreichen. Der Preis bezogen auf eine Werbekampagne ergibt sich aus dem Quotienten des Gesamtpreises und der absoluten Nettoreichweite der Kampagne, multipliziert mit 1.000.
Trailer
Trailer sind Ankündigungs-Spots für Programmformate, Sendungen oder Sender. Sie werden vor oder nach der Fernsehwerbung eingespielt.
Transponder
Transponder sind Signalverstärker, die in hochfrequenten Übertragungssystemen mit Satelliten, in terrestrischen Systemen und in optischen Netzen eingesetzt werden. Sie empfangen Signale in einer bestimmten Frequenz von der Erde und übertragen diese in einer anderen Frequenz großflächig auf die Erde zurück.
Triple Play
Triple Play umfasst ein gleichzeitiges Angebot für Telefonie, Internetzugang und Fernsehen. Anbieter hierfür sind z.B. Kabelnetzbetreiber oder Telefonunternehmen.
TTX (Teletext)
TTX ist eine Abkürzung für Teletext und beschreibt einen vom Sender ausgestrahlten Zusatzdienst, bei dem in nicht ausgenutzten Datenzeilen zusätzliche Informationen wie z.B. Nachrichten, Sport oder weitere Programminformationen übermittelt werden.
TTX-Leser
TTX-Leser ist eine Abkürzung für Teletext-Leser und beschreibt die Nutzer von TTX mit der Mindestnutzungszeit von einer Sekunde. Jede Person, die TTX für mindestens eine Sekunde konsekutiv nutzt, wird als Leser für dieses Medium gezählt. Die Berechnung erfolgt analog zur Fernsehnutzung (jedoch ohne die Bedingung der Mindestnutzungsdauer eine Minute konsekutiv), d.h. es handelt sich um einen Nettowert. Der Marktanteil für TTX wird auf Basis der Sehdauer analog zur Berechnung des Marktanteils beim Fernsehen berechnet.
Tuner
Tuner sind Empfangsteile in Fernseh- oder Radiogeräten. Sie wandeln die empfangenen elektromagnetischen Signale in Bild- und Videoinformationen um.
TV Control
TV Control ist eine von DAP GmbH entwickelte Auswertungssoftware der AGF, die Planung und Kontrolle von Werbekampagnen im Fernsehen in einer Software integriert. Die Software bietet einen direkten Zugriff auf die Einkaufsbestände der Media-Agenturen und der im Markt gebräuchlichen Datenbanken über Bruttowerbeaufwendungen, auf deren Basis Auswertungen eigener Kampagnen sowie Auswertungen der Konkurrenz durchgeführt werden können.
TV Scope
TV Scope ist eine von DAP GmbH entwickelte Auswertungssoftware der AGF zur Erstellung von standardisierten Auswertungen für die Fernsehberichtserstattung und -forschung. Die Software ermittelt Leistungswerte für Sendungen, Werbeblöcke und Zeitintervalle wie z.B. Sehbeteiligung und Marktanteil und eignet sich besonders für standardisierte Auswertungen über längere Zeiträume. Neben Einzelauflistungen können Durchschnitte nach unterschiedlichen Kriterien gebildet werden, z.B. nach Sendern, Titeln oder Zeiträumen sowie nach einer Kombination aus mehreren Kriterien.
TV Scope plus
TV Scope plus ist die Erweiterung des AGF-Systems TV Scope um Sonderanalysen. Die Software dient der detaillierten Untersuchung von Zuschauerwachstum, -identitäten und -bewegungen über mehrere Sendungen hinweg (Audience Flow, Nutzungsüberschneidungen etc.). Die Sonderanalysen umfassen Kumulations- und Frequenzanalysen, Identitätsanalysen, Herkunfts- und Verbleibanalysen, sowie Kombinations- und Konstellationsanalysen.
TV-Gesamt
TV-Gesamt fasst die gesamte Fernsehnutzung aller Personen einer Zielgruppe zusammen, gleich auf welchem Sender diese Nutzung stattfand. Somit kann z.B. analysiert werden, wie viele Minuten eine Personengruppe insgesamt fernsah oder wie viele Personen während einer Sendung oder eines Zeitintervalls überhaupt fernsahen. TV-Gesamt beinhaltet zeitversetzte Nutzung und Außerhausnutzung, aber nicht die Nutzung auf Zusatzgeräten wie z.B. Videorecordern, Spielekonsolen, etc..
TVoD
TVoD steht für Transactional-Video-on-Demand. Darunter versteht man Videostreaming-Angebote, die ein Nutzer gegen ein einmaliges Entgelt für einen begrenzten Zeitraum nutzen kann und die nach Ablauf dieser Frist (24h/48h) nicht mehr verfügbar sind.
UMTS (Universal Mobile Telecommunications System)
UMTS ist eine Abkürzung für Universal Mobile Telecommunications System und bezeichnet eine Übertragungstechnologie, die eine höhere Übertragungsrate als GSM und zudem den Zugang zum Internet ermöglicht. Die Datenübertragung mit UMTS ist ein verbreiteter Standard für 3G-Mobilfunknetze.
Unterbrecherwerbung
Unterbrecherwerbung beschreibt Werbeblöcke, die zwischen zwei Teilen einer Sendung oder eines Spielfilms liegen. Das Programm wird dabei durch einen Werbeblock unterbrochen.
USB (Universal Serial Bus)
USB ist eine Abkürzung für Universal Serial Bus und bezeichnet einen Standard zum Anschluss externer Geräte wie z.B. Festplatten oder USB-Sticks an Computern und modernen Fernsehgeräten.
User-centric Messung
Die User-centric Messung ist ein Ansatz zur Messung von Online-Reichweiten. Die Messung bezieht sich dabei auf die Nutzerschaften einer Webseite z.B. anhand von Cookies.
Validität
Validität bezeichnet die Gültigkeit eines Messverfahrens. Sie gibt an, ob und in welchem Maß ein Verfahren fehlerfrei misst. Im AGF-System dient der ECC der Validitätsprüfung
VAST (Digital Video Ad Serving Template)
VAST ist eine Abkürzung für Digital Video Ad Serving Template und beschreibt ein Template, das die Kommunikation zwischen einem Video-Player und einem Adserver ermöglicht. Es wurde vom Interactive Advertising Bureau (IAB) veröffentlicht.
VCR (Video Cassette Recorder)
VCR ist eine Abkürzung für Video Cassette Recorder (dt.: Videorecorder) und bezeichnet Geräte zur Aufnahme und Wiedergabe von Audio- und Videosignalen wie z.B. Fernsehsendungen. Sendungen können aufgenommen und zu einem späteren Zeitpunkt – auch an einem anderen Fernsehgerät – durch eine Videokassette abgespielt werden.
VCR-Nutzung
VCR-Nutzung umfasst die Nutzungsvorgänge, die bei der Verwendung eines VCR beim Aufnehmen und Abspielen von Videokassetten entstehen. Diese Vorgänge werden vom Messgerät erkannt und gespeichert. Bei Sendungen, die von Haushalten des Fernsehforschungspanels aufgenommen und wiedergegeben werden, können VCR-Nutzungen eindeutig identifiziert werden, da der Sender und der Aufnahmezeitpunkt auf dem Band gespeichert sind. Inhalte von Leihkassetten (Fremdkassetten) können nicht erkannt werden. Mit der Entwicklung neuer Technologien ist heute die Einordnung als zeitversetzte Nutzung gebräuchlicher.
Vermarkter (Streaming)
Der Vermarkter (Streaming) ist der Anbieter der Videos verschiedener Publisher. Es kann vorkommen, dass sich der Vermarkter (Streaming) vom Vermarkter (TV) unterscheidet. Der Vermarkter (Streaming) spielt in der Produktion eine bedeutende Rolle, da dieser für die Kalibrierung benötigt wird. Außerdem werden Angebote/Angebotseinheiten zu Vermarktern zugeordnet.
Verweildauer
Die Verweildauer gibt die durchschnittliche Sehdauer der Nutzer einer Sendung an. Sie umfasst nur die Personen, die tatsächlich ferngesehen haben.
Very High Speed Digital Subscriber Line (VDSL)
VDSL ist eine Abkürzung für Very High Speed Digital Subscriber Line und bezeichnet als Anschlusstechnik von Breitbandanschlüssen eine Variante von DSL. Die Technik erlaubt wesentlich höhere Datenübertragungsraten über Kabelnetze als mit DSL oder ADSL.
Video Streaming-Nutzung
Video Streaming-Nutzung beschreibt die Nutzung von Bewegtbildinhalten über einen Computer, ein anderes mobiles Gerät oder über IP-basierte Services auf individuelle Anforderung des Nutzers. Sie ist neben der Fernsehnutzung ein wichtiger Teil der Bewegtbildnutzung.
VoD (Video on Demand)
VoD ist eine Abkürzung für Video on Demand (dt.: Video auf Abruf) und ist ein Service der es ermöglicht, zu jeder beliebigen Zeit aus einer Auswahl von Videos ein Angebot abzurufen und dieses anzusehen.
Vollprogramm
Vollprogramme decken im Gegensatz zu Spartenprogrammen ein breites Spektrum an Inhalten aus den Bereichen Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung ab. Sie orientieren sich an den allen Fernsehzuschauern und nicht an einzelnen Zielgruppen.
VOSDAL (Viewing On Same Day As Live)
VOSDAL ist eine Abkürzung für Viewing On Same Day As Live und bezeichnet die zeitverzögerte Nutzung.
VPS (Video Programm System)
VPS ist eine Abkürzung für Video Programm System und beschreibt ein Verfahren zur Verbreitung eines Zusatzsignals. Das von vielen Sendern ausgestrahlte VPS-Signal ermöglicht dem Zuschauer, auf einem mit Zusatzdecoder ausgestatteten Videorecorder Aufnahmen bestimmter Sendungen zu programmieren. Die GfK Fernsehforschung verwendet einen Bestandteil des VPS, den senderindividuellen Sendercode, zur Sendererkennung.
Währungsbasis
Die Währungsbasis bietet in TV Scope als Datenfilter die Möglichkeit, bestimmte Stammdaten und Nutzungsdaten als Auswertungsbasis für Zählungen zu filtern.
Watermarking
Watermarking ist die Überlagerung von Audio- oder Videosignalen mit für den Nutzer unhörbaren oder unsichtbaren Informationen, die im Bereich der Fernsehnutzungsmessung zur Erkennung von Sendern bzw. Content verwendet werden. Die Watermarking-Informationen werden mit speziellen technischen Verfahren aus den Audio-Videosignalen ausgelesen. Je nach mitgegebener Information kann Watermarking für die Fernsehnutzungsmessung, aber bspw. auch im Bereich des digitalen Rechtemanagements verwendet werden.
Web-only
Web-only ist eine Information, die in den c-Variablen mitgeliefert wird. Sie dient der Identifizierung von Videos, die ausschließlich im Internet zu finden sind. Dies können unter anderem Previews, als auch exklusive Streaming-Videos sein.
Web-TV
Web-TV beschreibt die kostenfreie Übertragung von Fernsehinhalten über das Internet. Die Fernsehsendungen werden hierbei per Streaming über DSL übertragen.
Werbeblock
Werbeblöcke sind Bündelungen von Werbespots in Blöcken, die dann zusammen ausgestrahlt werden. Sie bestehen i.d.R. aus mindestens zwei Werbespots, in Ausnahmefällen sind jedoch auch einzelne Spots zulässig.
Werbeblockcodierung
Die Werbeblockcodierung enthält für die Mediaplanung wichtige Informationen zu einem Werbeblock und ist in ihrer Zusammensetzung für alle an der AGF teilnehmenden werbeführenden Sender verbindlich. Im AGF-System ist die Werbeblockcodierung achtstellig und die unterschiedlichen Stellen enthalten folgende Informationen: Tarifart (1-2), Preisgruppe (3-4), vorgesehene Ausstrahlungsstunde (5-6), Blocknummer (7-8). Eine solche achtstellige Kombination darf innerhalb eines Sendetages beim gleichen Sender nur ein einziges Mal verwendet werden.
Werbeinsel
Siehe Werbeblock
Werbeinselcodierung
Siehe Werbeblockcodierung
Werbemittel
Als Werbemittel bezeichnet man die Form einer Werbebotschaft: TV-Spot, Anzeige, Funkspot, Kinospot, Plakat, Internet-Seite Online-Medien.
Werbeträger
Als Werbeträger bezeichnet man das Medium für Werbebotschaften: Fernsehen, Print (Zeit-schrift + Zeitung), Funk, Kino, Plakattafeln und -säulen, Online-Medien.
Werbeträgerkontakt

Der Werbeträgerkontakt für Fernsehen ist definiert als Kontakt mit mindestens 60 aufeinander folgenden Sekunden in einer durchschnittlichen halben Stunde, in der Werbung geschaltet ist.

Der Werbeträgerkontakt für Printmedien ist definiert als Kontakt mit einer durchschnittlichen Ausgabe, in der Werbung geschaltet ist.

Der Werbeträgerkontakt Hörfunk ist definiert als Kontakt mit mindestens einer Viertelstunde in einer durchschnittlichen Stunde, in der Werbung geschaltet ist.

Werbeträgerreichweite
Die Werbeträgerreichweite bezeichnet die Werbereichweite eines Mediums und berechnet sich auf der Basis seiner Werbeträgerkontakt-Definition. Sie ist nach den Richtlinien der agma der zurzeit gültige Vergleichsmaßstab für intermediale Planungen.
Werbetrenner
Werbetrenner sind drei bis vier sekündige Einblendungen zwischen laufenden Programmen und Werbeblöcken. Sie sind gesetzlich vorgeschrieben und dienen der optischen Abgrenzung zwischen Programm und Werbung.
Wirksame Reichweite
Die wirksame Reichweite bezeichnet den Anteil der Personen in einer Zielgruppe, die mindestens eine bestimmte Anzahl an Durchschnittskontakten aufweisen. Die Angabe erfolgt in Millionen oder Prozent.
Zapping
Zapping beschreibt ein häufiges Wechseln zwischen den Fernsehprogrammen mit der Fernbedienung in kurzer Zeit. Die Fernsehinhalte werden dabei nur bedingt wahrgenommen.
Zeitversetzte Nutzung

Zeitversetzte Nutzung umfasst eine Fernsehnutzung, die an 3 Folgetagen nach dem Ausstrahlungstag stattfindet. Sie ist seit 01.07.2009 durch Wiedergabe an DVD-Recordern, DVR und VCR Bestandteil im AGF-System.

Für die Abbildung in den Auswertungs- und Planungssystemen wird zwischen produktbezogener und rezipientenbezogener zeitversetzter Nutzung unterschieden:

  • Bei der produktbezogenen Betrachtung werden alle Nutzungsvorgänge bis zu 3 Tage nach Ausstrahlungstag dem Leistungswert der Ausstrahlung hinzugerechnet. Dies gilt für Sendung, Werbung und Zeitschnitt gleichermaßen.
  • Bei der rezipientenbezogenen Betrachtung setzt sich der Leistungswert eines Senders wie folgt zusammen: Neben der Live- (oder realtime-) Nutzung fließt sämtliche zeitversetzte Nutzung im ausgewählten Zeitraum des betrachteten Senders in die Berechung des Leistungswertes mit ein, also auch von älteren Aufnahmen auf VCR, PVR, DVD-Recorder u.ä. Die Information, um welche aufgezeichneten Programme es sich dabei handelt, geht hierbei allerdings verloren, sodass diese Sichtweise nur auf Zeitschnitte anwendbar ist. Es ist dabei auch unerheblich, wann die Aufnahmen in der Vergangenheit erzeugt wurden.

 

Am 25.02.2015 wurden die Begriffe realtime-, zeitverzögerte und zeitversetzte Nutzung durch live und non-live ersetzt.

Zeitverzögerte Nutzung

Zeitverzögerte Nutzung umfasst eine Fernsehnutzung, die noch am gleichen Ausstrahlungstag stattfindet. Sie ist seit 01.07.2009 durch Wiedergabe an DVD-Recordern, DVR und VCR Bestandteil im AGF-System. Der englische Begriff hierfür ist VOSDAL.

 

Am 25.02.2015 wurden die Begriffe realtime-, zeitverzögerte und zeitversetzte Nutzung durch live und non-live ersetzt.

Zellenplan
Der Zellenplan beschreibt einen Plan von Merkmalen zur Aussteuerung und Qualitätssicherung des Fernsehforschungspanels. Er sieht für jedes Bundesland 54 Zellen in den Empfangsebenen Kabel und Satellit sowie 27 Zellen für die Ebenen Terrestrik und IPTV vor und wird demnach als 54/27 Zellenplan bezeichnet. Für diese Zellen erfolgt ein permanenter Soll-Ist-Abgleich.
Zensus
Der Zensus ist eine Volkszählung die von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder durchgeführt wird und eine möglichst genaue Momentaufnahme an Basisdaten zur Bevölkerung, zur Erwerbstätigkeit und zur Wohnsituation zu liefern soll. Die erste gesamtdeutsche Zählung seit der Wiedervereinigung spiegelt der Zensus 2011 wider. Er wird als registergestützt bezeichnet, da auf Daten aus der Verwaltung zurückgegriffen wurde.
Zensusmessung

Die Zensusmessung ist eine technische Messung, die auf einer in einem Player eingebauten Messbibliothek basiert, welcher Nutzungsdaten an einen zentralen Server sendet. Die Zensusmessung ist eine Vollerhebung der Nutzung aller Angebote, die über den jeweiligen Player genutzt werden und in denen die Nielsen-Messbibliothek implementiert ist. In die Messung wird die gesamte Nutzung einbezogen, also auch am Arbeitsplatz oder an anderen Nutzungsorten. Eine Differenzierung ist nur nach globaler und inländischer Nutzung möglich.

 

Damit ein Angebot in der Zensusmessung erfasst werden kann, ist es notwendig, dass eine Messbibliothek in den jeweiligen Player implementiert wird. Der Messcode kennzeichnet die Nutzung (auch als „Tagging“ bezeichnet) und ermöglicht die Ermittlung von Leistungswerten und eine Differenzierung der Angebote. Für die Implementierung des Messcodes ist jeder Anbieter – auch in datenschutzrechtlicher Hinsicht – selbst verantwortlich. Die Abnahme der Implementierung und die Einhaltung der von der AGF definierten Standards erfolgt zentral durch Nielsen.

 

Eine zentrale Kenngröße der Zensusmessung der AGF ist der Streamview. Ein Streamview entsteht dann, wenn ein Video vom Nutzer auf dem Player gestartet wurde. Ein Schwellenwert für die Nutzung besteht beim Streamview nicht. Die bei der AGF eingesetzte Messung erfolgt jeweils am genutzten Player des Nutzers und unterscheidet sich damit von serverbasierten Messverfahren, die bereits einen Abruf messen, wenn nur ein sogenannter Request am Server registriert wird.

 

Neben Informationen die in der Regel direkt für einen Videoaufruf vorhanden sein müssen – den sogenannten Metadaten, bspw. URL oder Zeitstempel – sieht das Tagging außerdem vor, dem Video weitere charakterisierende Variablen mitzugeben. Diese Variablen haben deskriptiven Charakter und werden im Messsytem als Customer-Variablen bezeichnet, die jedem zu messenden Video oder auch jeder Werbeeinheit, welche über den vertaggten Player ausgespielt wird, über das Content-Management-Systems (CMS) des Anbieters mitgegeben werden.

Zielgruppe
Die Zielgruppe ist ein gegen die Basis abgegrenztes Personensegment, das aus bestimmten Merkmalen (z.B. soziodemografische Merkmale) oder Merkmalskombinationen gebildet wird.

Von A wie ADM Mastersample bis Z wie Zielgruppe – das nachfolgende Glossar der AGF mit Begriffen rund um die Themen Fernsehen und Forschung bietet Ihnen Begriffserklärungen zu den geläufigsten Begriffen aus dem Medien- und Fernsehforschungsalltag.

Es wird mit größtmöglicher Sorgfalt gepflegt und beständig erweitert.

Sie vermissen einen Begriff?
Dann schreiben Sie uns an info@agf.de