Glossar

Von A wie AGF Videoforschung bis Z wie zeitversetzte Nutzung – hier werden die wichtigsten Fachbegriffe der Bewegtbildforschung erläutert.

Ballungsräume sind geographisch eindeutig abgegrenzte Regionen mit definierter Bevölkerungsdichte (Verdichtungsraum, Metropole, Wirtschaftsraum). Sie bezeichnen einen der vier Regionstypen der BIK-Regionen, die jeweils nach der Bevölkerungszahl unterteilt sind. Demnach werden Ballungsräume als große, hochverdichtete Agglomerationen definiert, in denen die Kernstädte mit ihrem Umland mindestens 750.000 Einwohner erfassen. Es gibt in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt 14 Ballungsräume, die 10,4 % der Gemeinden umfassen und 31,3 % der Bevölkerung (nach den BIK-Regionen 2020 mit dem Gebietsstand 31.12.2020 und dem Sachstand 31.12.2019).

Die Bandbreite bezeichnet den Bereich eines Übertragungskanals, der zwischen der niedrigsten und höchsten Frequenz liegt. In diesem Bereich werden Informationen über elektrische Signale übertragen. Eine höhere Bandbreite ermöglicht eine Übertragung von einer größeren Menge an Informationen.

Die Berichtsbasis beschreibt die Anzahl aller Personen – gewichtet (Potenzial) oder ungewichtet (Fallzahl) – die einer Auswertung zugrunde liegen. Sie bildet gewöhnlich die Grundgesamtheit im AGF Panel ab, kann aber auch je nach Definition kleiner sein. In Auswertungen wirkt die Berichtsbasis als Vorfilter für die Zielgruppe.

Die Berichtsquote beschreibt den Anteil der berichtenden Haushalte im Panel, deren Daten täglich in der Regel nachts zwischen 3.00 Uhr und 5.00 Uhr über die Messsysteme an die Zentrale bei der GfK übertragen werden, an allen abrufbaren Haushalten. Die Mindestfallzahl für die täglich erfolgreich berichtenden Haushalte beträgt 5.400.

Bewegtbildinhalte sind Inhalte oder Werbung, bei denen mit filmischen Mitteln unter Einsatz von Video und Audio Sachverhalte berichtet, Geschichten erzählt oder Fakten dargestellt werden. Die Bewegtbildforschung befasst sich mit der Erhebung und dem Ausweis der Nutzung von Bewegtbildinhalten. Diese können unabhängig vom Verbreitungsmodus (z.B. linear oder non-linear), Nutzungszeitpunkt (z.B. live, zeitversetzt oder zeitunabhängig), Nutzungsort (z.B. im Haus oder außer Haus), Verbreitungsweg (z.B. IPTV, Kabel oder mobile) sowie Endgerät (z.B. Fernseher, Laptop oder Smartphone) als auch vom Absender (z.B. Fernsehsender, Telekommunikationsanbieter oder Online-Bewegtbildanbieter) nach den Regeln und Grundsätzen der Markt- und Meinungsforschung sein.

Die BIK-Gemeindegrößenklassen sind ein Modell zur Einteilung von Gemeinden nach der Zahl der Einwohner in der jeweiligen BIK-Region (revidiertes Boustedt-Stadtregionenmodell, Boustedt-Klassen). Sie sind Grundlage zur Schichtung des Stichprobensystems (ADM-Mastersample) der GfK Fernsehforschung und können in der AGF-Auswertungssoftware ausgewertet werden.

Das Bildformat beschreibt ein Seitenverhältnis zwischen Bildbreite und –höhe eines Fernsehers. Das Fernsehen wurde zunächst in einem Bildformat von 4:3 eingeführt, da die verwendeten Vakuumröhren in den Fernsehgeräten bei diesem Seitenverhältnis leichter zu handhaben und billiger zu produzieren waren, als bei einem Bildformat von 16:9. Das Standardbildformat 4:3 wurde mit der Entwicklung der Fernsehtechnik auf das Verhältnis 16:9 umgestellt, da Untersuchungen gezeigt haben, dass das menschliche Sichtfeld eher einem Breitbildformat entspricht. Das Format 16:9 ist derzeit der weltweit gültige Standard für HDTV.

Die Blocknummer ist eine interne vom Sender vergebene Nummer für Werbeinseln, die meist fortlaufend innerhalb einer Stunde oder eines Umfelds ist. Sie ist Bestandteil der achtstelligen Werbeblockcodierung.

Blu-ray Player stellen eine Weiterentwicklung von DVD-Playern dar. Sie ermöglichen das Abspielen von Filmmaterial über Blu-ray Discs, die im Vergleich zu DVDs wesentlich größere Datenmengen aufnehmen und daher Bild und Ton in höherer Qualität darbieten können.

Bouquets beschreiben in der Fernsehforschung Paketangebote, die aus verschiedenen Programmen eines Programmanbieters zusammengestellt werden. Die Angebote werden demnach unter einem Dach vermarktet.

Branded Player bezeichnen eine Werbeform der Non-Linear Video Ads. Sie zeichnen sich darüber aus, dass das Video durch einen Rahmen umfasst wird, in dem Animationen bzw. Bannerwerbungen gezeigt werden. Durch das Klicken auf eine Werbung in dem Rahmen können die Nutzer z.B. direkt auf die Seite der Werbungtreibenden weitergeleitet werden.

Breitband bezeichnet die in der Bundesrepublik Deutschland vorrangige Zugangstechnik ins Internet. Die Verbindungen werden über Breitband durch eine verhältnismäßig hohe Datenübertragungsrate deutlich schneller aufgebaut als über ein Modem.

Die Bruttoreichweite beschreibt die Summe aller erzielten Kontakte von Personen mit einer Sendung oder in einem Zeitintervall. Personenüberschneidungen bleiben dabei im Gegensatz zur Nettoreichweite unberücksichtigt. In der Auswertungssoftware der AGF ist die Bruttoreichweite der Kontaktsumme gleichzusetzen.