Glossar

Von A wie AGF Videoforschung bis Z wie zeitversetzte Nutzung – hier werden die wichtigsten Fachbegriffe der Bewegtbildforschung erläutert.

Face-to-Face-Interviews sind persönliche mündliche Interviews, die gewöhnlich mit den Befragten zu Hause durchgeführt werden. Z.B. werden die Anwerbeinterviews im AGF Panel Face-to-Face durchgeführt.

Facts bezeichnen verschiedene Kenngrößen, die anhand von Rechenverfahren und Basisdaten ermittelt worden sind. Sie werden unterschieden in Basiszahlen, die unabhängig von der TV- Nutzung sind und Leistungswerte, die nur in Abhängigkeit von der TV-Nutzung bestimmt werden. Zur Verfügung stehende Facts sind z.B. Marktanteil, Sehdauer oder Fallzahl.

Der Fact-Bezug gewährleistet in den AGF-Auswertungssystemen die gleichzeitige Darstellung von Ergebnissen aus TV, Streaming und TV+Streaming. Diese werden jeweils hinter den Facts in Form einer geschweiften Klammer ausgewiesen: z.B. „Sehbeteiligung (Mio.) {TV}“.

Das Fact Fallzahl bezeichnet die ungewichtete Anzahl der Personen oder Haushalte, die einer Auswertung im AGF Panel zugrunde liegt. Sie steht im direkten Zusammenhang mit dem Potenzial.

Fensterprogramme sind Fernsehprogramme, die von regionalen Anbietern auf Frequenzen nationaler Sender ausgestrahlt werden und die Sendungen des Hauptsenders auf dieser Frequenz ersetzen. Sie dienen der Regionalisierung der Programmangebote.

Seit Januar 1995 ist der Fernsehtag im AGF/GfK-System auf die Zeitspanne von 03:00 bis 03:00 Uhr festgelegt. Diese 24 Stunden werden einem einzigen Datum zugeordnet. Der Datumswechsel erfolgt also nicht um Mitternacht, sondern um 3 Uhr morgens. Dadurch ist unter anderem gewährleistet, dass beim nächtlichen Datenabruf jeweils alle Daten zur Fernsehnutzung des Fernsehtages "gestern" gleichzeitig abgerufen und vormittags berichtet werden können.

Fingerprint bezeichnet eine Technologie, die Audiosignale anhand von charakteristischen Merkmalen eindeutig identifizieren kann. Z.B. können Tonsignale oder Videocontents durch bestimmte Merkmale wiedererkannt und die Inhalte dabei zugeordnet werden.

Die FormatID ist eine Variable, die die automatische Verknüpfung zwischen Sendestamm (TV) und Contentstamm (Streaming) datenbasiert gewährleistet und ist ein senderinternes Zusatzfeld.

Free-TV bezeichnet eine unverschlüsselte Ausstrahlung von Fernsehprogrammen. Programme im Free-TV können damit im Gegensatz zum Pay-TV kostenlos empfangen werden.

Die Fusion ist ein statistisches Verfahren zur Übertragung der Merkmale von Befragten einer Stichprobe in eine andere Stichprobe. Voraussetzung ist ein gewisser Bestand an gemeinsamen Merkmalen in beiden Stichproben. Bei der Fusion werden ausgewählte Merkmale aus der Donoren- (Stichprobe, aus der fusioniert wird) in die Rezipienten-Stichprobe (Stichprobe, in die fusioniert wird) übertragen. Die Datenübertragung geschieht individuell zwischen homogenen Fusionspaaren.

Nach erfolgreicher Fusion können die fusionierten Datenbestände so analysiert werden, als ob sie in einer Stichprobe (Single Source) erhoben worden wären. Die AGF nutzt ein Fusionsverfahren zur Abbildung der Außerhausnutzung und zur Übertragung von Videostreaming-Nutzung aus den Videostreaming Panels von Nielsen in das Bewegtbildpanel der GfK.