Glossar

Von A wie AGF Videoforschung bis Z wie zeitversetzte Nutzung – hier werden die wichtigsten Fachbegriffe der Bewegtbildforschung erläutert.

ICC ist eine Abkürzung für Interner Coincidental Check und beschreibt ein Verfahren zum Nachweis der Reliabilität, das heißt dem korrekten An- und Abmelden der Panelteilnehmer. Hierbei wird in einer Unterstichprobe des AGF Panels, die etwa 1.500 Haushalte umfasst, die Nutzung aller Haushaltsmitglieder per Telefoninterview zu verschiedenen, genau festgelegten Zeitpunkten erfasst und anschließend mit den Messergebnissen für diese Panelhaushalte verglichen. Der ICC wird im Erhebungszeitraum parallel zum ICC durchgeführt.

Die Identitätsanalyse ermittelt paarweise für Sendungen, Werbeblöcke und Zeitintervalle, in welchem Umfang die Zuschauer dieser Sendungen bzw. Zeitintervalle identisch sind. Neben Einzelanalysen ist es möglich, mehrere gebildete Pärchen zeitlich fortzuschreiben und über deren Ergebnisse Durchschnitte auszugeben.

In-Page Video Ads bezeichnen eine Videowerbung im Onlinebereich, bei der Videos mit Werbebotschaften in Webseiten wie z.B. Logout-Seiten integriert werden. Im Gegensatz zu In-Stream Video Ads starten In-Page Video Ads zwar automatisch bei Zugriff auf die Webseite, der Ton muss jedoch aktiv durch den Nutzer eingeschaltet werden.

In-Stream Video Ads bezeichnen eine Videowerbung im Onlinebereich, bei der Werbebotschaften in Videos eingebettet sind und automatisch abgespielt werden. Sie können von den Nutzern nicht übersprungen werden. In-Stream Video Ads werden weiter unterschieden in Linear Video Ads und Non-Linear Video Ads.

Infomercials sind Dauerwerbesendungen, in denen Werbung redaktionell aufbereitet präsentiert wird. Im Gegensatz zu klassischer Werbung steht bei Infomercials der informative Charakter mehr im Vordergrund.

Die Injektion ist ein Verfahren zur Komplettierung von fehlenden Daten, die in der Regel durch die Nichtbeantwortung von Erhebungsfragen zustande kommen. So wird zum Beispiel nach Abschluss der jährlichen Strukturerhebung im AGF Panel eine Injektion durchgeführt, um fehlende Angaben der Panelmitglieder zu komplettieren. Mit einem mathematischen Algorithmus werden möglichst ähnliche Personen/Haushalte gesucht, deren Merkmale dann auf die Personen/Haushalte mit Merkmalslücken übertragen werden.

Installation beschreibt im AGF-System den Anschluss der Empfangsgeräte eines Panelhaushalts an die Messtechnik. Damit können Nutzungsdaten der Haushalte täglich abgerufen und an die Zentrale übertragen werden.

Interactive Video Ads sind Werbespots im Onlinebereich, die eine Interaktivität mit den Spots erlauben. Z.B. können Gewinnspielfragen während eines Spots aufpoppen und die Nutzer werden durch Anklicken auf das Gewinnspiel weitergeleitet. Nach Beantwortung der Gewinnspielfragen läuft der Werbespot an zuvor gestoppter Stelle weiter. Interactive Video Ads gehören zu den Linear Video Ads und laufen somit nie zeitgleich zum Video Content.

Intermedial bedeutet ein Vergleich zwischen verschiedenen Mediengattungen. Intermediale Vergleiche können sich als problematisch erweisen, da den verschiedenen Mediengattungen unterschiedliche Nutzungsmuster zugrunde liegen und die Nutzung der verschiedenen Medien i.d.R. mit unterschiedlichen Methoden erhoben wird.

Eine interne Überschneidung liegt vor, wenn Personen - zum Beispiel im Rahmen einer Kampagne - mehrmals vom gleichen Medium bzw. der gleichen Mediagattung erreicht werden.

„Internet-Only-Haushalte“ oder Non-TV.Haushalte bezeichnet die Grundgesamtheit der privaten Haushalte mit einem deutschsprachigen Haupteinkommensbezieher, in denen zudem die folgenden Kriterien erfüllt werden: Im Haushalt befindet sich kein in Gebrauch befindlichesTV-Gerät, und mindestens eine Person des Haushalts hat in den letzten 4 Wochen das Internet. . In der Fusion dienen Internet-Only-Haushalte als Rezipienten der Streaming-Nutzung, die im Desktop-Panel bzw. im Mobile Panel gemessen wurde.

Intramedial bedeutet ein Vergleich innerhalb einer Mediengattung. Im Gegensatz zu intermedialen Vergleichen sind intramediale Vergleiche unproblematisch, da hier keine unterschiedlichen Nutzungsmuster zugrunde liegen.

Der IP-Sniffer ist ein Messverfahren basierend auf einem zwischengeschalteten System (IP-Box oder Server), das zum Auslesen des Signals an das Fernsehgerät angeschlossen ist. Die Technik wird in die Netzwerkverbindung zwischen Empfangsgerät und Internetanschluss geschaltet um den Datenverkehr zu beobachten und so die angesprungenen Internetseiten oder -adressen zu protokollieren.

IPTV ist eine Abkürzung für Internet Protocol Television und beschreibt die digitale Übertragung von Fernsehprogrammen und Filmen über das geschlossene Breitbandnetz eines IPTV-Providers. Damit kann die Verfügbarkeit der Inhalte garantiert werden. Die größten Anbieter in Deutschland sind derzeit die Deutsche Telekom (Magenta) und Vodafone (Giga TV).

Im Gegensatz zu den traditionellen Übertragungswegen wird für den Empfang von IPTV-basierten Programmen kein Tuner mehr benötigt, da es sich bei IPTV, technisch gesehen, um das Streamen von Video-Files handelt. Für die Umwandlung dieser Files zur Darstellung auf einem herkömmlichen Fernsehgerät muss ein spezieller Receiver (Set-Top-Box) zwischengeschaltet werden.

IR-Codes sind Kodierungen, die jeder Taste auf Infrarot-Fernbedingungen zugeordnet werden. Die Codes unterscheiden sich nach Hersteller und Gerätetyp.

Der IR-Sampler ist ein Infrarot-Messgerät, welches die von der Fernbedienung gesendeten Daten wie z.B. Ein/Ausschalten des Fernsehgerätes, Kanalwechsel, TTX oder EPG mitliest. Er dient als Ergänzung zum Audiomatching und kann helfen, die Präzision und Detailtreue der gesamten Messung der Fernsehnutzung zu erhöhen.