Glossar

Von A wie AGF Videoforschung bis Z wie zeitversetzte Nutzung – hier werden die wichtigsten Fachbegriffe der Bewegtbildforschung erläutert.

Die ma ist eine im Auftrag der agma durchgeführte jährliche Befragung zum Medien-Nutzungsverhalten der deutschsprechenden Wohnbevölkerung in Privathaushalten. Sie ist mit ca. 65.000 Fällen die größte repräsentative Mediastudie in der Bundesrepublik Deutschland und dient demzufolge für viele andere Markt-Media-Studien als Außenvorgabe. Bis zum Jahre 2020 hat die AGF mit einem TV-Fragenset an Teilen der ma Radio partizipiert. Seit 2020 erhebt die AGF gemeinsam mit der AGOF unter dem Dach der Agma die „Potenzialstudie“, die ab 01.01.2021 die relevanten Potenziale für Bewegtbild und Internetnutzung in Deutschland bereitstellen wird.
Die „Potenziale“ wird – wie die ma-Studie – am Mikrozensus, der amtlichen Statistik, gewichtet.

Die ma Intermedia ist eine Datei der agma, in der die Daten der medienindividuellen ma-Erhebungstranchen und des AGF Panels gemeinsam zusammengeführt werden. Mit der Einführung des agma-Partnerschaftsmodells wurde 1987 beschlossen, die Fernsehdaten einmal jährlich in die ma zu fusionieren. Der Datensatz der ma Intermedia wird durch Fusionen gebildet. Im Intermedia-Datensatz sind die Medien Fernsehen, Zeitschriften, Tageszeitungen, Kino, Radio und Plakat auf Basis der Werbeträgerkontaktchance zählbar. Die Werbeträgerkontaktchance stellt die von der agma beschlossene Währungskonvention für intermediale Vergleichszählungen dar

Die Maintenance ist ein Verfahren zur Komplettierung von fehlenden Daten, die in der Regel durch Nichtbeantwortung von Erhebungsfragen zustande kommen. Sie wird im AGF Panel angewandt, um Antwortausfälle aus den Anwerbeinterviews aufzufüllen. Die Vorgehensweise der Maintenance entspricht der Injektion nach der jährlichen Strukturerhebung.

Als Marketing-Zielgruppe bezeichnet man die Personen, an die sich die Marketinginstrumente wie Kommunikations- und Preispolitik richten, d.h. der potenzielle Käufer- und Verbraucherkreis, der durch Marketing-Maßnahmen angesprochen werden soll.

Markt-Media-Analysen sind Studien, die in einer Single-Source-Erhebung Informationen sowohl zum Konsumverhalten als auch zur Mediennutzung erheben. Sie ermöglichen direkte Aussagen über das Kaufverhalten der Konsumenten auf Basis von verschiedenen Mediengattungen.

Der Marktanteil gibt den prozentualen Anteil der durchschnittlichen Sehbeteiligung einer Sendung/eines Werbeblocks/eines bestimmten Zeitintervalls an der Gesamtsehdauer aller Programme zum jeweiligen Zeitpunkt an

Um in den Auswertungssystemen weiterhin zu ermöglichen, dass Auswertungen in VIDEOSCOPE weiterhin analog dem Produktivsystem TV Scope 6.1 durchgeführt werden können, wurden sogenannte Marktstandards eingeführt. Es stehen zwei unterschiedliche Marktstandards zur Auswahl: Der Marktstandard TV und der Marktstandard Bewegtbild. Die Marktstandards unterschieden sich bezüglich der betrachteten Leistungen. Während der Marktstandard TV die Auswertung der klassischen TV-Welt analog dem Produktivsystem TV Scope 6.1 gewährleistet, enthält der Marktstandard Bewegtbild die konsolidierte Leistung, d.h. die über den fusionierten Datenbestand zusätzliche Streaming-Leistung.

Unter Matching versteht man die Verbindung von TV- und Streaming-Inhalten, die regelgebunden über den TV Sendestamm und den Streaming Contentstamm erfolgt.

Media-Mix bezeichnet den Einsatz verschiedener Mediengattungen in einer Werbekampagne. Mediengattungen werden hierbei im Hinblick auf die Erreichung der Werbeziele optimal kombiniert.

Gesamtes digitales Angebot eines Publishers, inkl. Video on Demand und - falls vorhanden - Livestream.

Mediazielgruppen umfassen Zielgruppen von Werbemaßnamen, die anhand von soziodemografischen, psychologischen und medienbezogenen Merkmalen definiert werden. Dies ermöglicht eine genaue Zielgruppenbestimmung und damit eine zielgerichtete Nutzung von Medien.

Jedes Empfangsgerät in den Haushalten des Fernsehpanels ist an ein Messgerät, angeschlossen. Das Messsystem besteht aus einem Anzeigefeld, dem eigentlichen Messgerät und einer Fernbedienung. Die im Haushalt lebenden Personen melden sich durch Knopfdruck auf einer ihnen zugeordneten Personentaste auf der Fernbedienung als Zuschauer an und ab. Die sekundengenau registrierten Daten werden im Messgerät gespeichert und über Telefonleitung an die Rechenzentrale der GfK Fernsehforschung weitergeleitet.

Die Methode 0/1 ist eine von zwei Verarbeitungsmethoden, die der Anwender bei Sonderanalysen in der AGF-Auswertungssoftware wählen kann. Hierbei werden Leistungswerte unabhängig von der Sehdauer berechnet. Wenn eine Nutzung vorliegt, wird der p-Wert auf 1 gesetzt. Es geht so immer das volle Gewicht einer Person in die Analyse ein. Es kann ein Vorfilter eingebunden sein, der die Personenmenge auf die 60-Sekunden-konsekutiv-Seher begrenzt.

Die Methode p-Wert ist eine von zwei Verarbeitungsmethoden, die der Anwender bei Sonderanalysen in der AGF-Auswertungssoftware wählen kann. Hierbei wird die individuelle Sehbeteiligung/Sehdauer der Personen einer Sendung berücksichtigt. Jede Person wird mit dem Anteil gezählt, der ihrer Sehdauer im Verhältnis zur Dauer der Sendung (= p-Wert) entspricht.

Mid-Rolls sind Werbespots im Onlinebereich, die zwischen dem Video Content geschaltet werden. Sie gehören zu den Linear Video Ads und laufen somit nie zeitgleich zum Video Content.

Der Mikrozensus ist eine jährliche repräsentative Haushaltsbefragung des Statistischen Bundesamtes zur Fortschreibung der Volkszählung, bei der ca. 1 % der Bevölkerung befragt wird. Die ma sowie die AGF Videopotenziale als Außenvorgabe für das AGF Panel werden an den Mikrozensus-Vorgaben ausgerichtet.

Mit dem seit März 2016 etablierten Mobile Panel wirddie Video-Streaming-Reichweitenmessung für das stationäre Internet (im Desktop-Panel) um die Nutzung von Video Streaming auf mobilen
Endgeräten wie Smartphones und Tablets erweitert werden. Das Mobile Panel umfasst 6.000 Panelistem, die ihre mobile Streamingnutzung messen lassen. Grundgesamtheit des Mobile Panels bildet die deutschsprachige Bevölkerung ab 18 J. mit Internetnutzung in den letzten 4 Wochen über ein Smartphone oder Tablet

Mobile TV (dt.: Mobiles Fernsehen) bezeichnet die Übertragung von Bewegtbildinhalten auf mobilen Endgeräten wie z.B. Smartphones oder Laptops. Die Sendungen können dabei über Internet oder Rundfunk auf die Geräte übertragen werden.

In dieser Organisationsform entscheiden ausschließlich die Fernsehsender. Andere Marktpartner wie Werbungtreibende und Agenturen haben ggf. eine gelegentliche beratende Funktion. Sie sind institutionell nicht in die Entscheidungsprozesse eingebunden.

MPEG ist eine Abkürzung für Motion Picture Expert Group und umfasst einen Standard zur Kompression von digitalen Audio- und Videodaten. Die Datenkompression ist dabei verlustbehaftet, da das Original bei der Decodierung nicht mehr exakt generiert werden kann.

Multifeeds sind im AGF-System Zusammenfassungen von Sendungen, die auf verschiedenen Subfeeds ausgestrahlt werden. Sie sind i.d.R. über die Benutzeroberfläche für die Zuschauer als ein Angebotspaket sichtbar (z.B. Bundesliga-Konferenz) und auch für die Vermarktung als ein Angebot buchbar. Typisch ist diese Angebotsform auf der Sky-Plattform.