Glossar

Von A wie AGF Videoforschung bis Z wie zeitversetzte Nutzung – hier werden die wichtigsten Fachbegriffe der Bewegtbildforschung erläutert.

Der p-Wert ist der Anteil, den eine Person an einer Sendung/einem Werbeblock/einem Zeitintervall gesehen hat. Er ist definiert als der Quotient aus PIN und Sendungsdauer.

PAL ist eine Abkürzung für Phase Alternative Line und bezeichnet ein Verfahren zur Übertragung von Farbbildern beim analogen Fernsehen. Es wird häufig mit der Fernsehnorm gleichgesetzt, nach der 25 Bilder pro Sekunde und pro Bild ca. 400.000 Pixel in 625 Zeilen gesendet werden.

Panels stellen verkleinerte Abbilder der Grundgesamtheit dar. Das charakteristische eines Panels ist, dass identische Beobachtungseinheiten im Zeitablauf erhoben bzw. gemessen werden. Befragungen, die auf dem Panelsystem beruhen, haben den Vorteil, die Stabilität und den Wandel von Einstellungen in einem Zeitverlauf (z.B. zwischen verschiedenen Erhebungswellen) einer identischen Stichprobe wiedergeben zu können.

Die Desktop- und Mobile-Panelisten fungieren als Donoren, deren Streaming-Nutzung auf die Rezipienten im TV-Panel übertragen wird. Aufgrund der deutlich höheren Fallzahl von Streaming-Nutzern im Desktop und Mobile-Panel im Vergleich zum TV-Panel wird das TV-Panel für die Fusion "geboostet": Jeder TV-Panelist wird technisch etwa verneunfacht. Um sicherzustellen,
dass die TV-Reichweiten unverändert bleiben, wird das Gewicht der geboosteten Panelisten zum Ausgleich durch neun geteilt.

Panelfluktuation beschreibt den Austausch von Personen/Haushalten durch Hinzukommen und Ausscheiden im Panel. Es wird unterschieden zwischen einer "natürlichen" Panelfluktuation, bei der keine Eingriffe zum Hinzukommen oder Ausscheiden der Panelmitglieder erfolgen und der "künstlichen" Panelfluktuation, die gezielt eingesetzt wird, um einen Austausch der Panelhaushalte zu erreichen. Im AGF-Panel findet keine künstliche Panelfluktuation statt.

Pay-per-View umfasst Pay-TV-Angebote, bei denen der Zuschauer nur für die tatsächlich gesehenen Sendungen bezahlt. Die Angebote können individuell bestellt und freigeschaltet werden.

Pay-TV bezeichnet kostenpflichtige Fernsehprogramme, die verschlüsselt ausgestrahlt werden und nur mit entsprechendem Decoder genutzt werden können. Die Programme werden im Rahmen eines Abonnements eines Pay-TV-Senders angeboten.

pc#tv ist eine ehemalige von der GfK Fernsehforschung entwickelte Auswertungssoftware der AGF, die von 1985 bis Juli 2009 im Einsatz war. Die Software deckt die Bereiche Reporting und Standardanalysen ab.

pc#tv analyse ist eine ehemalige von der GfK Fernsehforschung entwickelte Auswertungssoftware der AGF. Im Gegensatz zu pc#tv können mit pc#tv analyse u.a. Sonderanalysen zur Untersuchung von Zuschauerwachstum, Zuschaueridentitäten, Zuschauerbewegungen und Zuschauerkonstellation durchgeführt werden.

Die Personenanmeldung ist ein Verfahren zur Feststellung, welche Person in einem Panelhaushalt fernsieht. Dies geschieht mittels einer speziellen Fernbedienung, auf der jedem Mitglied des Haushaltes eine persönliche Taste zugewiesen ist. Durch einen einfachen Tastendruck kann der Zuschauer sich als fernsehend „anmelden“, durch einen erneuten Tastendruck wieder abmelden. Hierdurch können PIN-Daten gemessen werden. Gäste melden sich über eine eigene Taste auf der Fernbedienung an und ab. Sie geben bei ihrer Anmeldung Alter und Geschlecht ein.

PIN ist eine Abkürzung für personenindividuelle Nutzung und umfasst die Anzahl der Sekunden, die eine Person von einer Sendung, einem Werbeblock oder einem vordefinierten Zeitintervall gesehen hat.

PIN-Daten sind personenindividuelle Nutzungsdaten für Fernsehnutzung, d.h. für jedes einzelne Panelmitglied und jede zu untersuchende Sendung/Werbeblock/Zeitschnitt liegt ein Nutzungswert vor. Die PIN-Daten werden etwa zur Bildung individueller Zielgruppen benötigt.

Die PiP-Funktion eines Fernsehgeräts ermöglicht während eines laufenden Programms in einem kleinen Vorschaubild auf einen anderen Kanal umzuschalten, ohne das laufende Programm zu unterbrechen. Um das zweite Bild darzustellen, ist entweder eine zweite AV-Quelle oder ein zweiter Tuner notwendig.

Pixel bezeichnen einzelne Bildpunkte aus denen ein Fernsehbild zusammengesetzt ist. Je höher die Anzahl der Pixel, umso schärfer ist das Fernsehbild, d.h. umso höher ist die Auflösung.

PLAN TV ist eine von DAP GmbH entwickelte AGF-Auswertungssoftware zur Planung von Werbekampagnen. Die Software dient in erster Linie zur vergleichenden Bewertung von Kampagnen und zur Ermittlung von Planalternativen. Sie kann aber auch zur Kostenkalkulation eines Mediaplans und zur Nachevaluierung bereits geschalteter Pläne herangezogen werden. PLAN TV arbeitet auf Basis der Daten des AGF Panels und ermöglicht eine Planung nach Monaten und Kalenderwochen. Jeder Monat, für den Informationen über Werbeblöcke und Preise vorliegen, ist planbar. Leistungswerte werden auf der Basis durchschnittlicher Nutzungswerte der Vergangenheit berechnet.

Plattformen umfassen im Bereich Fernsehen ein Angebot von kostenpflichtigen Pay TV-Programmen von Plattformbetreibern und Verbreitungsunternehmen. Digitale Basispakete von Kabelnetzbetreibern oder Angebote zum HD+ -Empfang von Satellitenbetreibern sind hier nicht beinhaltet.

Die Plattformstudie ist eine von der AGF in Auftrag gegebene gesonderte Studie, die zweimal jährlich – zum 01.01 und 01.07. – aktuelle Vorgaben zum Potenzial und zur Verteilung von Haushalten mit Zugang zu einer Plattform in der Bundesrepublik Deutschland liefert. Die Studie wird von Kantar Deutschland GmbH durchgeführt und dient als Außenvorgabe für die strukturelle Panelsteuerung sowie für die Gewichtung und Hochrechnung der Plattformhaushalte. Seit 2020 fungiert die Plattformstudie zudem gemeinsam mit der „Potenzialstudie“ der agma als Teil der AGF Außenvorgabenstudie „AGF Videopotenziale“.

Zugang zu bezahlpflichtigen Zusatzangeboten von Plattformbetreibern und Verbreitungsunternehmen. Digitale Basispakete von Kabelnetzbetreibern oder Angebote zum HD+ -Empfang von Satellitenbetreibern sind darin nicht enthalten.

Podcasts sind Radio- oder Fernsehsendungen, die sich unabhängig von der Zeit der tatsächlichen Ausstrahlung überall – bspw. auf Smartphones, Tablet oder Laptops – konsumieren lassen.

Post-Rolls sind Werbespots im Onlinebereich, die nach dem Video Content geschaltet werden. Sie gehören zu den Linear Video Ads und laufen somit nie zeitgleich zum Video Content.

Das Potenzial gibt die Größe einer Zielgruppe in der Bevölkerung an. Es kann als absolute Zahl in Millionen ermittelt werden oder als prozentualer Anteil an der Grundgesamtheit. Im AGF Panel wird das Potenzial als Summe der gewichteten Anzahl einer Zielgruppe, die einer Auswertung zugrunde liegt, bezogen auf die Grundgesamtheit berechnet.

Pre-Rolls sind Werbespots im Onlinebereich, die vor dem eigentlichen Video Content geschaltet werden. Sie gehören zu den Linear Video Ads und laufen somit nie zeitgleich zum Video Content.

Die Preisgruppe bestimmt den Spotpreis in der Werbeinsel. Sie ist der Tarifart untergeordnet und Bestandteil der achtstelligen Werbeblockcodierung.

Die Profilanalyse beschreibt die Nutzer oder Nicht-Nutzer einer Sendung oder eines Intervalls bezüglich der Merkmale der Strukturerhebung (z.B. soziodemografische Merkmale, Konsumgewohnheiten oder Kaufabsichten) und gibt damit einen Überblick über Nutzerprofile.

Die Programmcodierung der AGF ist ein inhaltsanalytisches Instrument zur Codierung von allen Sendungen der daran teilnehmenden Sender. Mit den Programmcodierungsdaten können vergleichende programmspartenbezogene Analysen durchgeführt werden.

Ist die inhaltliche Bezeichnung eines Videoanbieters. Der Publisher wird über die Content-Management-Systeme der Anbieter gepflegt. Es findet eine Harmonisierung der Publisher-Namen statt, in der unterschiedliche Schreibweisen vereinheitlicht werden.

Das Push-Button-Verfahren beruht auf dem Prinzip der aktiven Metermessung. Es ermöglicht eine Personenidentifizierung über individuelle Personentasten zur An- und Abmeldung an der Fernbedienung des Messgeräts.

Siehe DVR