Glossar

Von A wie AGF Videoforschung bis Z wie zeitversetzte Nutzung – hier werden die wichtigsten Fachbegriffe der Bewegtbildforschung erläutert.

Tagging beschreibt eine Technik, die in einer Webseite zur Messung von Online-Traffic eingebunden wird. Damit können sämtliche Aktivitäten auf einer getaggten Webseite erfasst und gesammelt werden.

Tandemspots sind zwei oder mehrere Spots, die kurz aufeinanderfolgend innerhalb eines Werbeblocks ausgestrahlt werden und identische oder sich ergänzende Werbebotschaften besitzen.

Tarif bezeichnet den offiziellen Bruttopreis, den ein Sender für die Ausstrahlung eines 30-Sekunden-Spots in einer Fernsehwerbeinsel berechnet. Er dient als Grundlage zur Berechnung des TKP in den Auswertungssystemen der AGF.

Tarifarten ordnen Werbeinseln zu verschiedenen Bereichen, die die Art der Werbung definieren, zu. Darunter fallen z.B. Standardtarife, Eventtarife oder Sondertarife. Sie sind Teil der achtstelligen Werbeblockcodierung.

TC score ist ein von der GfK Telecontrol (TC) entwickeltes Messgerät, mit dem seit 2009 bis Ende 2019 die Fernsehnutzung im AGF Panel erfasst wurde. Das TC score misst – neben den bisherigen klassischen Empfangswegen Kabel, Terrestrik, Satellit (jeweils analog und digital) und analogen Videorecordern – zusätzlich die Nutzung zeitversetzten Sehens über digitale Aufzeichnungsgeräte wie Festplatten- und DVD-Recorder sowie die Messung von EPGs.

Das UMX-System ist die aktuell eingesetzte Messtechnik, Das System basiert auf dem Verfahren des Audiomatching.

TC XL ist ein Messgerät der GfK Telecontrol (TC), das bis 2009 im AGF-System eingesetzt wurde. Das Verfahren wird alternativ auch "Tuner-im-Meter-Verfahren" bezeichnet. Es basiert auf einer direkten Frequenzmessung.

Die Technische Reichweite gibt die theoretische Gesamtzahl von Haushalten eines Gebietes an, die technisch in der Lage wären, einen Fernsehsender zu empfangen. Dabei wird aber nicht berücksichtigt, ob alle Haushalte innerhalb der technischen Reichweite ein Fernsehgerät besitzen oder den betroffenen Sender auch an einem Empfangsgerät im Haushalt eingestellt haben.

Die Teilnahmegewichtung wird für die Berechnung von Längsschnittanalysen wie z.B. der Kumulations- und Frequenzanalyse benötigt, bei denen das Sehverhalten von Einzelpersonen über einen längeren Zeitraum analysiert wird. Dabei werden alle Haushalte und Personen einbezogen, die mindestens einmal Daten geliefert haben. Je kontinuierlicher die Datenlieferung,
desto höher ist das Teilnahmegewicht. Haushalte und Personen, die nur kurzzeitig Daten geliefert haben, haben also einen geringeren Einfluss auf die Analyseergebnisse.

Telepromotion ist eine Form der Dauerwerbesendung. Es handelt sich um redaktionell gestaltete Werbung für Waren oder Dienstleistungen.

Teleshopping umfasst eine Einkaufssendung im Fernsehen, bei der die Zuschauer die Möglichkeit haben, die vorgestellten Produkte und Dienstleistungen direkt telefonisch, per Fax oder auf einer speziellen Internetseite zu bestellen.

Time-Shift ist eine Form von zeitverzögerter Nutzung, bei der eine Fernsehsendung pausiert und aufgenommen werden kann. Die aufgenommene Sendung kann während der Aufnahme weitergeschaut werden.

TKP ist eine Abkürzung für Tausend-Kontakt-Preis und gibt an, wie viel investiert werden muss, um mit einem Spot in einem Werbeblock insgesamt 1.000 Fernsehzuschauer einer Zielgruppe zu erreichen. Der Preis ergibt sich aus dem Quotienten der Bruttokosten für einen 30-Sekunden-Spot und der durchschnittlichen Sehbeteiligung der Werbung, multipliziert mit 1.000.

TNP ist eine Abkürzung für Tausend-Nutzer-Preis und gibt an, wie viel investiert werden muss, um mit einem Werbespot insgesamt 1.000 verschiedene Personen in der Zielgruppe mindestens einmal zu erreichen. Der Preis bezogen auf eine Werbekampagne ergibt sich aus dem Quotienten des Gesamtpreises und der absoluten Nettoreichweite der Kampagne, multipliziert mit 1.000.

Trailer sind Ankündigungs-Spots für Programmformate, Sendungen oder Sender. Sie werden vor oder nach der Fernsehwerbung eingespielt.

Transponder sind Signalverstärker, die in hochfrequenten Übertragungssystemen mit Satelliten, in terrestrischen Systemen und in optischen Netzen eingesetzt werden. Sie empfangen Signale in einer bestimmten Frequenz von der Erde und übertragen diese in einer anderen Frequenz großflächig auf die Erde zurück.

Triple Play umfasst ein gleichzeitiges Angebot für Telefonie, Internetzugang und Fernsehen. Anbieter hierfür sind z.B. Kabelnetzbetreiber oder Telefonunternehmen.

TTX ist eine Abkürzung für Teletext und beschreibt einen vom Sender ausgestrahlten Zusatzdienst, bei dem in nicht ausgenutzten Datenzeilen zusätzliche Informationen wie z.B. Nachrichten, Sport oder weitere Programminformationen übermittelt werden.

TTX-Leser ist eine Abkürzung für Teletext-Leser und beschreibt die Nutzer von TTX mit der Mindestnutzungszeit von einer Sekunde. Jede Person, die TTX für mindestens eine Sekunde konsekutiv nutzt, wird als Leser für dieses Medium gezählt. Die Berechnung erfolgt analog zur Fernsehnutzung (jedoch ohne die Bedingung der Mindestnutzungsdauer eine Minute konsekutiv), d.h. es handelt sich um einen Nettowert. Der Marktanteil für TTX wird auf Basis der Sehdauer analog zur Berechnung des Marktanteils beim Fernsehen berechnet.

Tuner sind Empfangsteile in Fernseh- oder Radiogeräten. Sie wandeln die empfangenen elektromagnetischen Signale in Audio- und Videoinformationen um.

TV CONTROL ist eine von DAP GmbH entwickelte Auswertungssoftware der AGF, die Planung und Kontrolle von Werbekampagnen im Fernsehen in einer Software integriert. Die Software bietet einen direkten Zugriff auf die Einkaufsbestände der Media-Agenturen und der im Markt gebräuchlichen Datenbanken über Bruttowerbeaufwendungen, auf deren Basis Auswertungen eigener Kampagnen sowie Auswertungen der Konkurrenz durchgeführt werden können.

TV Gesamt fasst die gesamte Fernsehnutzung aller Personen einer Zielgruppe zusammen, gleich auf welchem Sender diese Nutzung stattfand. Somit kann z.B. analysiert werden, wie viele Minuten eine Personengruppe insgesamt fernsah oder wie viele Personen während einer Sendung oder eines Zeitintervalls überhaupt fernsahen. TV-Gesamt beinhaltet zeitversetzte Nutzung und Außerhausnutzung, aber nicht die Nutzung auf Zusatzgeräten wie z.B. Videorecordern, Spielekonsolen, etc..

TVoD steht für Transactional-Video-on-Demand. Darunter versteht man Videostreaming-Angebote, die ein Nutzer gegen ein einmaliges Entgelt für einen begrenzten Zeitraum nutzen kann und die nach Ablauf dieser Frist (24h/48h) nicht mehr verfügbar sind.