Glossar

Von A wie AGF Videoforschung bis Z wie zeitversetzte Nutzung – hier werden die wichtigsten Fachbegriffe der Bewegtbildforschung erläutert.

4G beschreibt die vierte Generation von Mobilfunknetzen. Vorgänger der vierten Generation umfassen die erste bis dritte Generation der Mobilfunknetze: 1G, 2G und 3G. Während die 1G-Netze noch mit einer analogen Übertragungstechnik ausgestattet waren und nur einfache Telefonverbindungen ermöglichten, ermöglichen 2G-Netze mit einer digitalen Übertragung eine höhere Qualität der Telefonverbindungen zu niedrigeren Kosten und die Übertragung von SMS-Nachrichten. Der am meisten verbreitete Standard für 2G ist GSM. 3G-Mobilfunknetze hingegen ermöglichen eine schnellere Datenübertragung und unterstützen Multimedia-Anwendungen wie z.B. Mobile TV oder einen Internetzugang. Der am meisten verbreitete Standard für 3G ist UMTS. Die Netze der vierten Generation sind IP-basiert und ermöglichen high-speed Datenübertragungen zu jederzeit und an jedem Ort. Der am meisten verbreitete Standard für 4G ist LTE.

Die neuste Generation von Mobilfunknetzen erlaubt Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 10 Gbit/s. In Deutschland erfolgt aktuell der Ausbau der 5G-Netze.

AVoD steht für Advertiser-supported-Video-on-Demand. Darunter versteht man Videostreaming-Angebote, die meist kostenlos und in denen Werbeblöcke platziert sind.

Das ADM-Mastersample ist ein vom Arbeitskreis deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V. (ADM) geschaffenes Stichprobensystem, das auf circa 53.000 Gebietseinheiten, die die gesamte Bundesrepublik Deutschland vollständig abdecken, beruht. Das im AGF Panel eingesetzte Verfahren der mehrstufig geschichteten Zufallsauswahl von Erhebungseinheiten) basiert auf dem ADM-Mastersample für Face-to-Face-Stichproben, das im AGF Panel seit dem 01.07.2005 eingesetzt wird.

Adserver dienen der Verbreitung und Verarbeitung von Werbemitteln im Online-Bereich. Werbemittel von Online-Kampagnen wie z.B. Banner werden durch Adserver beim Zugriff auf eine HTML-Seite unmittelbar verschickt. Dabei werden u.a. die Sichtkontakte der Nutzer (Ad Impressions) oder die Anzahl der Klicks (Ad Clicks) auf das Werbemittel gespeichert und den Werbungtreibenden online zur Verfügung gestellt.

ADSL ist eine Abkürzung für Asymmetric Digital Subscriber Line und bezeichnet als Anschlusstechnik von Breitbandanschlüssen eine Variante von DSL. Im Unterschied zum DSL werden die in das Internet übermittelten Daten (Upload) mit einer kleineren Geschwindigkeit übertragen als die Daten aus dem Internet (Download). ADSL kann bei analogen und auch digitalen Telefonanschlüssen eingesetzt werden. Prinzipiell handelt es sich bei einer ADSL-Verbindung um zwei Modems, die an einer Telefonleitung angeschlossen sind und per USB-Schnittstelle oder Netzwerkkarte mit dem Computer verbunden sind.

Der Affinitätsindex zeigt an, wie groß die Reichweite in einer bestimmten Zielgruppe im Verhältnis zur Gesamtseherschaft ist (Verhältnis Sehbeteiligung der Zielgruppe zur Sehbeteiligung gesamt). Dies ermöglicht Aussagen darüber, ob eine Zielgruppe über- oder unterproportional eine Sendung, einen Werbeblock oder einen Zeitschnitt gesehen hat. Z.B. bedeutet ein Affinitätsindex von 140,
dass die Sehbeteiligung in einer bestimmten Zielgruppe um 40 % höher ist als in der Gesamtseherschaft.

Das AGF Panel stellt mit rund 5.400 täglich berichtenden, repräsentativ ausgewählten Haushalten und den darin lebenden mehr als 11.000 Personen eines der größten Fernsehpanels weltweit dar. Damit wird die Nutzung von 75,294 Mio. Personen ab 3 Jahren beziehungsweise 38,753 Mio. Fernsehhaushalten, deren HEB deutschsprachig ist, abgebildet (Stand: 04.01.2021). Die Nutzung dieser Grundgesamtheit wird repräsentativ sowohl für die Bundesrepublik Deutschland insgesamt als auch für die einzelnen Bundesländer abgebildet. Es wird von der GfK im Auftrag der AGF betrieben.

Die AGF Videoforschung GmbH ist ein Unternehmen für neutrale Bewegtbildforschung. Die AGF erfasst kontinuierlich und quantitativ die Nutzung von Bewegtbildinhalten in Deutschland und wertet die erhobenen Daten aus. Sie entwickelt ihr Instrumentarium mit einem mehrstelligen jährlichen Millionenbetrag kontinuierlich weiter, um dem Markt täglich verlässliche Daten über die Nutzung von Bewegtbildinhalten zu liefern. Dabei steht die AGF im engen Austausch mit allen Marktpartnern, darunter Lizenzsender, Werbungtreibende und Mediaagenturen.

Die Gesellschafter der AGF Videoforschung sind ARD, Discovery Communications Deutschland, Mediengruppe RTL Deutschland, ProSiebenSat.1 Media SE, Sky Deutschland, Sport1, Tele 5, Viacom, WeltN24 und ZDF.

Die Forschung im Auftrag der AGF Videoforschung umfasst die Erhebung und den Ausweis der Nutzung von Bewegtbildinhalten unabhängig vom Verbreitungsmodus (z.B. linear oder non-linear), Nutzungszeitpunkt (z.B. live, zeitversetzt oder zeitunabhängig), Nutzungsort (z.B. im Haus oder außer Haus), Verbreitungsweg (z.B. IPTV, Kabel) sowie Endgerät (z.B. Fernseher, Laptop oder Smartphone) als auch vom Absender (z.B. Fernsehsender, Telekommunikationsanbieter oder Online-Bewegtbildanbieter) nach den Regeln und Grundsätzen der Markt- und Meinungsforschung.

Die AGF Videoforschung vergibt Lizenzen zur Datennutzung an andere Sender, an Mediaagenturen und Werbungtreibende. Über lizenzierte Datenverwerter stellt sie die AGF-Daten zum Beispiel der Presse, Produktionsfirmen und Sport-Sponsoren im In- und Ausland zur Verfügung.

Die AGF-Auswertungssoftware deckt gleichermaßen die Informations- und Analysebedürfnisse von Programmforschung und Werbeplanung ab. Die zur Verfügung gestellte Software lässt sich nach ihren Funktionen in das Berichtssystem VIDEOSCOPE, das Planungssystem PLAN TV, das Kampagnenkontrollsystem TV CONTROL sowie das Sonderanalysen-System VIDEOSCOPE PLUS untergliedern. Die AGF hat DAP GmbH mit der Entwicklung und Pflege der Auswertungssoftware beauftragt.

Die AGF-Konventionen sind von der AGF vorgegebene Regeln zum Umgang mit dem gesamten Forschungssystem der AGF. Sie regeln insbesondere die Weiterberechnung der Daten und die Rechte und Pflichten beim Umgang mit den Daten. Die AGF-Konventionen sind verbindlicher Bestandteil aller Verträge der AGF mit Dritten.

Das AGF-Werbekundenabonnement ist das Angebot der AGF für den Bezug der von der GfK Fernsehforschung erhobenen Daten an den Werbemarkt. Es richtet sich an Agenturen und Unternehmen, die im Bereich Fernsehwerbung tätig sind. Durch seinen modularen Aufbau bietet es den Beziehern die Möglichkeit, auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnittene Daten regelmäßig zu beziehen.

Aggregierte Daten bezeichnen die Zusammenfassung von Einzelwerten zu größeren Einheiten, z.B. von sekundengenau gemessenen Nutzungswerten für Sender zu größeren Zeitschienen. Die ursprüngliche Information ist damit nicht mehr in ihrer Detailliertheit vorhanden.

agma ist eine Abkürzung für die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e. V., die ein Zusammenschluss von Werbungtreibenden, Agenturen und Medien ist, mit dem Ziel, die Leistung von Werbeträgern und deren Nutzer zu analysieren. Zu diesem Zweck führt die agma jährlich eine Untersuchung durch, die sogenannte ma. Die darin erhobenen Daten stellen eine wichtige Planungsgrundlage für die Mediengattungen Funk, Print und Online dar. Die unter dem Dach der Agma durchgeführte Potenzialstudie z.B. liefert Ergebnisse, die die AGF alsTeil ihrer Außenvorgaben für die soziodemografische Aussteuerung und die Gewichtung des AGF Panels nutzt (siehe AGF Videopotenziale) Die AGF stellt im Rahmen der ma Intermedia Daten aus ihrem AGF Panel für die intermediale Planung zur Verfügung.

Analoges Fernsehen beschreibt eine analoge Übertragung von Fernsehprogrammen. Ein analoges Fernsehbild besteht in Deutschland bei einer Bildaufbaufrequenz von 50 Hz aus einer Folge von 25 übertragenen Einzelbildern pro Sekunde, die weiter in jeweils 625 Zeilen zerlegt werden. Dabei werden Bilder und Töne wellenförmig in Form vieler Zustandsmeldungen übertragen. In der Bundesrepublik Deutschland werden Fernsehsignale derzeit nur noch via Kabel analog übertragen. Die Übertragung auf den Empfangsebenen Terrestrik, Satellit und IPTV erfolgt nur noch digital.

Angebotseinheiten sind eine Sammlung einzelner Videos (auf Basis angelieferter Zuordnungscodes) eines oder mehrerer Publisher. Die Angebotseinheit wird zumeist für die Vermarktung genutzt, führt bspw. einzelne Videos einer Programmmarke (nur Streaming) zusammen.

Das Fact "Anlieferungen" wird unterteilt in "Anlieferungen Content" und "Anlieferungen Werbung". Es gibt die Bruttomenge der Abrufe einer Sendung oder der Werbespots in einer Angebotseinheit an.

Für die Rekrutierung von Haushalten für das AGF-Fernsehpanel kommt das hybride Anwerbeverfahren nach Random-Route und Quota zum Einsatz. Bei beiden Verfahren wird zunächst ermittelt, ob der Haushalt im Hinblick auf soziodemographische Merkmale und Empfangssituation die Sollvorgaben für das Fernsehpanel erfüllt. Ist ein Haushalt geeignet, wird ein Anwerbeinterview für das Fernsehpanel geführt. Bei einem Anwerbeinterview werden weitere Informationen über den Haushalt analog zu der Strukturerhebung erfasst. Nach der Rekrutierung folgt die Installation der Messtechnik und die Aufnahme des Haushalts in die tägliche Berichterstattung.

Die Anzahl der Videos zeigt an, aus wie vielen unterschiedlichen genutzten Videos eine Zusammenfassung generiert worden ist. In die Anzahl der Titel gehen nur diejenigen aus der Menge des Gesamtangebots ein, die mindestens einmal im Auswertungszeitraum genutzt wurden. Durch die im Vergleich zum klassischen TV unterschiedlichen Angebotsformen (Playlists, Shortclips, abweichende Aufteilung von Longform-Videos etc.) ist die Anzahl der Videos nicht immer vergleichbar mit den Sendetiteln im klassischen TV.

Applikationen (Apps) sind zusätzliche Anwendungen, die auf Endgeräten wie bsüw. Smartphones, Tablets oder einem Smart TV bestimmte Funktionen erfüllen. Im Kontext der Bewegtbildnutzung umfassen diese bspw. Mediatheken, EPGs, etc.

Der Audience Flow ist ein Indikator für die Bindung der Zuschauer an das Programm. Analysen von Audience Flows untersuchen die identische Seherschaft aufeinanderfolgender Sendungen. Sie geben Aufschluss darüber, welcher Anteil der Seherschaft einer untersuchten Sendung von der vorherigen Sendung übernommen bzw. an die anschließende Sendung übergeben werden konnte.

Das Audiomatching ist ein technisches Verfahren zur Messung von audiovisuellen Inhalten. Es wird im AGF Panel mit dem Messsystem UMX seit dem 01.08.2012 in den Panelhaushalten eingesetzt, um die Fernsehnutzung der Panelmitglieder zu erfassen. Beim Audiomatching-Verfahren werden Tonsignale am Fernseher als Audiomuster abgegriffen und mit Audiomustern von kontinuierlich an einem Server aufgezeichneten Sendern verglichen. Die übereinstimmenden Signale werden dann einem Fernsehsender zugeordnet. Bei einer nicht eindeutigen Zuordnung von Inhalten zu einem Sender (z.B. bei zeitgleicher Ausstrahlung auf mehreren Kanälen) werden zusätzliche Informationen wie z.B. das regionale Empfangsspektrum oder Infrarot-Codes zur Zuordnung verwendet.

Aufstockung bezeichnet im AGF Panel die Erhöhung der Zahl der Panelhaushalte. Damit lässt sich zum einen die Validität der Daten im regionalen Bereich verbessern, zum anderen stehen mehr Fälle für die Analyse von tiefer gegliederten Zielgruppen zur Verfügung. Im AGF Panel ist die Auswertungsqualität der AGF-Daten für kleinere Bundesländer durch eine regionale Erhöhung der Zahl der Panelhaushalte (=disproportionale Aufstockung) gesichert.

Außenvorgaben sind externe Vorgaben für die strukturelle Zusammensetzung des AGF Panels. Sie sind relevant für den Aufbau, die Steuerung und die Gewichtung der Daten.
Bis zum Jahre 2020 hat die AGF mit einem TV-Fragen-Set an Teilen der ma Radio partizipiert. Die „ma TV“ bildet bis inkl. 31.12.2021 (neben weiteren Vorgaben aus dem Mikrozensus und Ergebnissen aus der Plattformstudie) die Außenvorgabe für das AGF Panel.

Seit 2020 erhebt die AGF gemeinsam mit der agof unter dem Dach der agma die „Potenzialstudie“. Zeitgleich führt die AGF die Plattformstudie durch, in der Interviewer in den Haushalten TV-Spezifika (u.a. Plattformzugang) befragen und prüfen. Nach einer gemeinsamen Gewichtung am Mikrozensus bilden beide Studien die AGF Videopotenziale, die ab 01.01.2022 die relevanten Potenziale für Bewegtbild und Internetnutzung in Deutschland bereitstellen wird.
Aus der AGF Videopotenziale werden die Vorgaben zu den relevanten Strukturinformationen für TV-Empfang und Soziodemographie entnommen. Für Kinder im Alter von 3-13 Jahren, die in Potenzialstudie und Plattformstudie nicht befragt werden, kommen die Strukturinformationen aus dem jeweils aktuellen Mikrozensus.

Die Vorgaben für die Verteilung von Sky-Abonnements wiederum werden aus einem Deloitte-Audit zur Verfügung gestellt. Für die Steuerung der Panelstrukturen sind folgende Merkmale von Bedeutung:

 

Außerhausnutzung bezeichnet die Nutzung, die in den Haushalten des AGF Panels durch Gäste, d.h. nicht permanent im Haushalt lebende Personen, erzeugt wird. Ausgehend von dem Modell, dass das Panel alle privaten Fernsehhaushalte repräsentiert, findet die Nutzung einer Person entweder in ihrem eigenen Haushalt oder in einem anderen Haushalt statt, sodass die Nutzung als Gast stellvertretend für die Nutzung des Panelmitglieds außer Haus betrachtet wird. Die Nutzung von Gästen wird per Fusion auf Panelmitglieder übertragen, die in einem Mantelintervall von 60 Minuten vor und nach der Gästenutzung nicht ferngesehen haben. Gemeinsame Merkmale für die Fusion sind Alter und Geschlecht. Als weitere Faktoren für die Auswahlwahrscheinlichkeit eines geeigneten Panelmitglieds für die Fusion gelten die Häufigkeit der Außerhausnutzung nach Selbstauskunft (aus der Strukturerhebung), die Fernsehnutzung der letzten 28 Tage und die Regionalität. Die Außerhausnutzung ist seit 01.07.2009 in den täglichen AGF-Daten integriert.

AV Source Tracker dienen der Erkennung von externen Geräten, die typischerweise für die Fernsehnutzung verwendet und am Fernseher angeschlossen werden. Z.B. können DVD-Player oder Spielekonsolen von AV Source Trackern erkannt werden.

Ballungsräume sind geographisch eindeutig abgegrenzte Regionen mit definierter Bevölkerungsdichte (Verdichtungsraum, Metropole, Wirtschaftsraum). Sie bezeichnen einen der vier Regionstypen der BIK-Regionen, die jeweils nach der Bevölkerungszahl unterteilt sind. Demnach werden Ballungsräume als große, hochverdichtete Agglomerationen definiert, in denen die Kernstädte mit ihrem Umland mindestens 750.000 Einwohner erfassen. Es gibt in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt 14 Ballungsräume, die 10,4 % der Gemeinden umfassen und 31,3 % der Bevölkerung (nach den BIK-Regionen 2020 mit dem Gebietsstand 31.12.2020 und dem Sachstand 31.12.2019).

Die Bandbreite bezeichnet den Bereich eines Übertragungskanals, der zwischen der niedrigsten und höchsten Frequenz liegt. In diesem Bereich werden Informationen über elektrische Signale übertragen. Eine höhere Bandbreite ermöglicht eine Übertragung von einer größeren Menge an Informationen.

Die Berichtsbasis beschreibt die Anzahl aller Personen – gewichtet (Potenzial) oder ungewichtet (Fallzahl) – die einer Auswertung zugrunde liegen. Sie bildet gewöhnlich die Grundgesamtheit im AGF Panel ab, kann aber auch je nach Definition kleiner sein. In Auswertungen wirkt die Berichtsbasis als Vorfilter für die Zielgruppe.

Die Berichtsquote beschreibt den Anteil der berichtenden Haushalte im Panel, deren Daten täglich in der Regel nachts zwischen 3.00 Uhr und 5.00 Uhr über die Messsysteme an die Zentrale bei der GfK übertragen werden, an allen abrufbaren Haushalten. Die Mindestfallzahl für die täglich erfolgreich berichtenden Haushalte beträgt 5.400.

Bewegtbildinhalte sind Inhalte oder Werbung, bei denen mit filmischen Mitteln unter Einsatz von Video und Audio Sachverhalte berichtet, Geschichten erzählt oder Fakten dargestellt werden. Die Bewegtbildforschung befasst sich mit der Erhebung und dem Ausweis der Nutzung von Bewegtbildinhalten. Diese können unabhängig vom Verbreitungsmodus (z.B. linear oder non-linear), Nutzungszeitpunkt (z.B. live, zeitversetzt oder zeitunabhängig), Nutzungsort (z.B. im Haus oder außer Haus), Verbreitungsweg (z.B. IPTV, Kabel oder mobile) sowie Endgerät (z.B. Fernseher, Laptop oder Smartphone) als auch vom Absender (z.B. Fernsehsender, Telekommunikationsanbieter oder Online-Bewegtbildanbieter) nach den Regeln und Grundsätzen der Markt- und Meinungsforschung sein.

Die BIK-Gemeindegrößenklassen sind ein Modell zur Einteilung von Gemeinden nach der Zahl der Einwohner in der jeweiligen BIK-Region (revidiertes Boustedt-Stadtregionenmodell, Boustedt-Klassen). Sie sind Grundlage zur Schichtung des Stichprobensystems (ADM-Mastersample) der GfK Fernsehforschung und können in der AGF-Auswertungssoftware ausgewertet werden.

Das Bildformat beschreibt ein Seitenverhältnis zwischen Bildbreite und –höhe eines Fernsehers. Das Fernsehen wurde zunächst in einem Bildformat von 4:3 eingeführt, da die verwendeten Vakuumröhren in den Fernsehgeräten bei diesem Seitenverhältnis leichter zu handhaben und billiger zu produzieren waren, als bei einem Bildformat von 16:9. Das Standardbildformat 4:3 wurde mit der Entwicklung der Fernsehtechnik auf das Verhältnis 16:9 umgestellt, da Untersuchungen gezeigt haben, dass das menschliche Sichtfeld eher einem Breitbildformat entspricht. Das Format 16:9 ist derzeit der weltweit gültige Standard für HDTV.

Die Blocknummer ist eine interne vom Sender vergebene Nummer für Werbeinseln, die meist fortlaufend innerhalb einer Stunde oder eines Umfelds ist. Sie ist Bestandteil der achtstelligen Werbeblockcodierung.

Blu-ray Player stellen eine Weiterentwicklung von DVD-Playern dar. Sie ermöglichen das Abspielen von Filmmaterial über Blu-ray Discs, die im Vergleich zu DVDs wesentlich größere Datenmengen aufnehmen und daher Bild und Ton in höherer Qualität darbieten können.

Bouquets beschreiben in der Fernsehforschung Paketangebote, die aus verschiedenen Programmen eines Programmanbieters zusammengestellt werden. Die Angebote werden demnach unter einem Dach vermarktet.

Branded Player bezeichnen eine Werbeform der Non-Linear Video Ads. Sie zeichnen sich darüber aus, dass das Video durch einen Rahmen umfasst wird, in dem Animationen bzw. Bannerwerbungen gezeigt werden. Durch das Klicken auf eine Werbung in dem Rahmen können die Nutzer z.B. direkt auf die Seite der Werbungtreibenden weitergeleitet werden.

Breitband bezeichnet die in der Bundesrepublik Deutschland vorrangige Zugangstechnik ins Internet. Die Verbindungen werden über Breitband durch eine verhältnismäßig hohe Datenübertragungsrate deutlich schneller aufgebaut als über ein Modem.

Die Bruttoreichweite beschreibt die Summe aller erzielten Kontakte von Personen mit einer Sendung oder in einem Zeitintervall. Personenüberschneidungen bleiben dabei im Gegensatz zur Nettoreichweite unberücksichtigt. In der Auswertungssoftware der AGF ist die Bruttoreichweite der Kontaktsumme gleichzusetzen.

In der Streamingmessung gibt es sogenannte Customer-Variablen (c-Variablen), die durch die Anbieter je Video gepflegt werden. Die Informationen werden in der Streaming-Messung je Videonutzung übergeben. Sie dienen ähnlich einem Sendeprotokoll im TV zur Übermittlung von Sendungsbezogenen Informationen wie bspw. der Videolänge, dem Titel oder Informationen zum Matching zu TV-Sendungen (siehe Matching).

CAPI ist eine Abkürzung für Computer Assisted Personal Interview. CAPI-Befragungen sind computergestützte Face-to-Face-Interviews, bei denen der Interviewer die Fragen direkt vom Computerbildschirm abliest und die Antworten im Computer erfasst. Der Fragebogen ist im Gegensatz zu einem traditionellen Face-to-Face-Interview anstelle einer gedruckten Version im Computer gespeichert.

Catch-up TV ist eine Form von VoD, in der den Nutzern Fernsehsendungen durch die Sender für eine bestimmte Zeit nach Ausstrahlung des Originals im Internet bereitgestellt werden. Die Sendungen können hierbei meistens kostenlos von den Nutzern abgerufen werden.

CATI ist eine Abkürzung für Computer Assisted Telephone Interview. CATI-Befragungen sind computergestützte Telefoninterviews, bei denen der Interviewer die Fragen im Telefonstudio direkt vom Computerbildschirm abliest und die Antworten im Computer erfasst. Der Fragebogen ist im Gegensatz zu einem traditionellen Telefoninterview anstelle einer gedruckten Version im Computer gespeichert.

CAWI ist eine Abkürzung für Computer Assisted Web Interview. CAWI-Befragungen sind computergestützte Online-Umfragen, bei denen dem Befragten die Fragen nacheinander am Computerbildschirm angezeigt und die Antworten vom Befragten im Computer eingegeben und gespeichert werden. Der Fragebogen ist im Gegensatz zu einer traditionellen Befragung anstelle einer gedruckten Version im Computer gespeichert.

CI ist eine Abkürzung für Common Interface und beschreibt eine einheitliche physikalische Schnittstelle in der Set-Top-Box. Sie ermöglicht das Einstecken von CA-Modulen zur Freischaltung verschlüsselter Programme von unterschiedlichen Anbietern.

Ein Coincidental Check stellt die auf den gleichen Zeitpunkt bezogenen Ergebnisse zweier unterschiedlicher Untersuchungen gegenüber. Coincidental Checks werden von der AGF im Rahmen der Qualitätssicherung des Fernsehpanel eingesetzt. Siehe auch: Interner Coincidental Check und Externer Coincidental Check.

Siehe Smart TV